Einzelprojekt

INTERACT - Förderung von Advanced Clinician Scientists (ACS) im Bereich Zelluläre Heterogenität, Komplexität im Gewebe und System-/Netzwerkerkrankungen

Förderkennzeichen: 01EO2108
Fördersumme: 1.248.000 EUR
Förderzeitraum: 2022 - 2024
Projektleitung: Prof. Dr. Stefanie Hahner
Adresse: Universitätsklinikum Würzburg, Medizinische Klinik und Poliklinik I
Oberdürrbacher Str. 6
97080 Würzburg

Die "Translation" wissenschaftlicher Erkenntnisse aus dem Labor ans Krankenbett und zurück erfordert Ärztinnen und Ärzte, die forschen und gleichzeitig patientennah tätig sind – sogenannte Clinician Scientists. Allerdings wird die Tätigkeit von Clinician Scientists oftmals als wenig attraktiv empfunden, da die Gleichzeitigkeit von Forschung und ärztlicher Behandlungstätigkeit zu einer erheblichen Mehrbelastung führt und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erschwert. Auch gibt es momentan (zu) wenige Karriereperspektiven und Zielpositionen für forschende Fachärztinnen und -ärzte. Um dieser Situation entgegenzuwirken, wird mit "INTERACT" (Interfaces in Translational Research) ein strukturiertes mehrjähriges "Advanced Clinician Scientist-Programm" (ACSP) mit geschützten Zeiten für wissenschaftliche Forschung geschaffen. Zusätzlich werden den forschenden Ärztinnen und Ärzten ein auf sie angepasstes Fortbildungsprogramm und unterstützende Mentoringelemente angeboten. Das Programm bildet einen wichtigen Baustein in der Nachwuchsförderung der Medizinischen Fakultät und am Universitätsklinikum Würzburg – und ist eine wichtige Ergänzung zu bereits etablierten Clinician Scientist-Programmen. Momentan werden 43 Clinician Scientists sowie vier Advanced Clinician Scientists am Universitätsklinikum Würzburg in strukturierten Programmen gefördert. Die Etablierung von klaren Karrierewegen, die zu verschiedenen beruflichen Zielpositionen wie z. B. Professuren führen, steigert langfristig die Attraktivität des Programms. Zusätzlich legt INTERACT großen Wert auf Gleichstellung und Diversität, transparente Zugangsvoraussetzungen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie überregionale wissenschaftliche Vernetzung. Ein attraktives Umfeld sorgt für die erfolgreiche Verknüpfung von Forschung, Lehre und Krankenversorgung.