Einzelprojekt

Netzwerkmetaanalyse zur Effektivität, Akzeptabilität und Tolerabilität von (typischen und atypischen) Antipsychotika bei Schizophrenie

Förderkennzeichen: 01KG1406
Fördersumme: 203 EUR
Förderzeitraum: 2014 - 2017
Projektleitung: Prof. Dr. Stefan Leucht
Adresse: Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Ismaninger Str. 22
81675 München

Das Ziel des Projektes ist, einen systematischen Review zum Vergleich der Wirksamkeit und Verträglichkeit von 25 Antipsychotika (sowohl Antipsychotika der ersten als auch der zweiten Generation) bei Schizophrenie zu erstellen. Dazu wird eine Netzwerkmetaanalyse durchgeführt, um die Effektstärken der einzelnen Antipsychotika hierarchisch darstellen zu können. Neben direkten Vergleichen aus klinischen Studien kann durch diese Methodik auch die indirekte Evidenz erfasst werden. Die Evidenzhierarchien für Effektivität und Nebenwirkungen der einen einzelnen Antipsychotika können im klinischen Alltag wichtige Entscheidungshilfen bei der Auswahl geeigneter Medikamente bei Schizophrenie sein. Zuerst wird eine systematische elektronische Literaturrecherche in allen relevanten medizinischen Datenbanken durchgeführt und alle randomisierten klinischen Studien identifiziert, die Antipsychotika bei Schizophrenie untersucht haben (sowohl plazebokontrollierte Studien als auch direkte Medikamentenvergleiche). Nach Selektion aller einzuschließenden Studien und Extraktion aller relevanten Daten wird eine Netzwerkmetaanalyse berechnet, um die Effektstärken der einzelnen Antipsychotika hierarchisch darstellen zu können. Primäres Outcome ist die Verbesserung der schizophrenen Symptomatik gemessen mittels verschiedener Rating-Skalen und sekundäre Endpunkte sind das Therapieansprechen, Positiv- und Negativsymptomatik der Schizophrenie, Anzahl der vorzeitigen Studienabbrecher, Nebenwirkungen der Medikamente sowie funktionelle Outcomes wie Lebensqualität. Im Rahmen mehrerer Subgruppenanalysen und Metaregressionen werden unter anderem die Effekte der Medikamentendosierungen und des Schweregrades bei Studieneinschluss auf die Outcomes untersucht.