Teilprojekt eines Verbundes

Peptid- und Nukleinsäureanalytik (TP1)

Förderkennzeichen: 01EK1505A
Fördersumme: 256.258 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2018
Projektleitung: Prof. Dr. Michael Neumaier
Adresse: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Mannheim, Institut für Klinische Chemie
Theodor-Kutzer-Ufer 1-3
68167 Mannheim

Ziel des Verbundes ist die Etablierung einer analytischen Qualitätssicherung für Serum- und Plasmaproben, um Material mit ungenügender präanalytischer Qualität von weiterführenden Untersuchungen ausschließen zu können. So sollen eine Verzerrung der Ergebnisse und eine daraus resultierende Fehlinterpretation in der translationalen Forschung vermieden werden. Die Analyse von kontrolliert gealterten Blutproben aus einer Modellbiobank ermöglicht die systematische Identifikation und Validierung von Zerfallsmarkern. Die zeitabhängigen Profildifferenzen multipler Marker sind wie ein "präanalytischer Fingerabdruck" sehr charakteristisch für die entsprechende Probenqualität. Durch Quantifizierung dieser Marker in Proben unbekannter Historie ist eine Klassifikation gemäß der präanalytischen Qualität möglich. Als Zerfallsmarker kommen sowohl Peptid- als auch Nukleinsäurefragmente in Betracht, welche in Teilprojekt 1 analysiert werden. Das Methodenspektrum umfasst dementsprechend sowohl massenspektrometrische Proteinanalytik als auch die Quantifizierung von Nukleinsäurefragmenten. Der Arbeitsplan gliedert sich in insgesamt sechs Arbeitspakete (AP). AP1 umfasst den Aufbau einer Modell-Biobank, in der kontrolliert gealterte Aliquots von Serum- und Plasmaproben unterschiedlicher Patientenkollektive kryoarchiviert werden. Insgesamt sollen Proben von bis zu 270 Patienten und Probanden eingelagert werden. Diese Modellbiobank dient zur Identifizierung von exogenen (AP2) und endogenen (AP3) Zerfallsmarkern. Diese werden im Weiteren mit verblindeten Proben der Modellbiobank validiert (AP4). Zur externen Qualitätssicherung von Biomaterialbanken wird ein Ringversuch aufgesetzt, um kritische präanalytische Schritte besser analysieren zu können (AP5). Die selektionierten und validierten Zerfallsmarker sollen in der wissenschaftlichen Literatur veröffentlicht werden (AP6).