Einzelprojekt

Pro- / Synbiotische Behandlung und postoperative Funktion, Komplikationen und Lebensqualität bei Darmkrebs: eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse

Förderkennzeichen: 01KG1809
Fördersumme: 117.733 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2020
Projektleitung: Prof. Dr. Hermann Brenner
Adresse: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Abt. Klinische Epidemiologie und Alternsforschung (C070)
Im Neuenheimer Feld 581
69120 Heidelberg

Diese systematische Übersichtsarbeit hat die Erörterung des aktuellen Kenntnisstandes zu Pro- / Synbiotika und deren Wert für die Patientenversorgung nach einer Darmkrebs-Operation zum Ziel. Als Probiotika bezeichnet man lebende Bakterienstämme (wie Bifidobakterien oder Lactobazillen), denen ein positiver Effekt auf die Darmflora nachgesagt wird. Als Synbiotika, bezeichnet man eine Mischung aus diesen Bakterienstämmen und pflanzlichen Fasern, die als Nahrung für die Bakterien dienen sollen. Darmkrebspatienten leiden nach einer operativen Entfernung ihres Tumors häufig an Beschwerden wie Durchfall, Verstopfung oder Infektionen, gegen die die herkömmlichen Medikamente nicht immer ausreichend helfen. Da eine probiotische Therapie als relativ preiswert und wenig eingreifend für den Patienten gilt, möchte man herausfinden, ob und wie der Leidensdruck gelindert und die Lebensqualität von Darmkrebspatienten durch eine solche Therapie verbessert werden kann. Da die letzte systematische Zusammenfassung des aktuellen Kenntnisstandes zu dieser Thematik ein paar Jahre zurückliegt und es inzwischen einige mehr Studien zu diesem Thema gibt, ist es wichtig, eine aktuelle Übersichtsarbeit anzufertigen, damit z.B. behandelnde Ärzte sich leichter über den Stand der Wissenschaft informieren und neue Erkenntnisse direkt an ihre Patienten weitergeben können, aber auch, damit Forscher neue Ideen entwickeln können, um bestehende Wissenslücken zu schließen. Im Rahmen dieses Vorhabens werden Online-Verzeichnisse wissenschaftlicher Studien systematisch nach allen relevanten Studien durchsucht. Es wird bewertet, ob diese von geeigneter Qualität und berichtete Ergebnisse möglichst unverzerrt sind. Grundlegende Informationen zu untersuchten Patienten, sowie Ergebnisse aus Analysen werden aus allen geeigneten Studien entnommen und falls möglich mit statistischen Standardmethoden zusammengefasst. Die Endergebnisse werden schließlich in einem wissenschaftlichen Fachartikel veröffentlicht.