Einzelprojekt

Rückfallprophylaxe der Schizophrenie mit Antipsychotika: Systematische Übersichtsarbeit und Bayesian Netzwerk Metaanalyse

Förderkennzeichen: 01KG1701
Fördersumme: 188.777 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Stefan Leucht
Adresse: Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Ismaninger Str. 22
81675 München

Es wird eine systematische Übersichtsarbeit mit Netzwerkmetanalyse zur Rückfallprophylaxe der Schizophrenie mit Antipsychotika durchgeführt. Hierfür werden alle randomisierten Studien recherchiert, die ein Antipsychotikum mit Placebo oder verschiedene Antipsychotika miteinander bei stabilisierten Patienten mit Schizophrenie miteinander verglichen. Der primäre Zielparameter ist der schizophrene Rückfall, es werden aber auch viele andere Outcomes wie Rehospitalisierung, Lebensqualität und zahlreiche Nebenwirkungen untersucht. Die statistische Analyse wird mit einem Bayesian Modell durchgeführt. Eine Besonderheit im Vergleich zu konventionellen Metaanalysen ist dabei, dass in die geplanten Netzwerkmetanalysen nicht nur Studien einbezogen werden können, die zwei Interventionen direkt miteinander verglichen haben (sogenannte direkte Evidenz), sondern auch indirekte Evidenz (zum Beispiel: gibt es Vergleiche von Medikament A mit Medikament B und C, aber keine Direktvergleiche zwischen B und C, so kann man diesen Wert aus den anderen beiden Vergleichen abschätzen). Ferner erlaubt die Methode die Erstellung von Hierarchien, welches Medikament wahrscheinlich das Beste, das Zweitbeste, usw. hinsichtlich der verschiedenen Parameter ist. Ziel ist eine umfassende Bewertung der Evidenzlage zur Rückfallprophylaxe mit Antipsychotika.