Einzelprojekt

Systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse zur Bewertung der Wirksamkeit von nicht-abstinenzorientierten im Vergleich zu abstinenz-orientierten Behandlungsverfahren bei alkohol-bezogenen Störungen

Förderkennzeichen: 01KG1808
Fördersumme: 115.307 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2020
Projektleitung: Prof. Dr. Christopher Baethge
Adresse: Universität zu Köln, Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Kerpener Str. 62
50937 Köln

In diesem Vorhaben wird eine systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse zur Bewertung der Wirksamkeit von nicht-abstinenzorientierten im Vergleich zu abstinenz-orientierten Behandlungsverfahren bei Alkohol-bezogenen Störungen erstellt. Im Studienbericht werden die Befunde insbesondere auch in Hinblick auf eine Verbesserung von Symptomatik und Lebensqualität eingeordnet. Zum aktuellen Zeitpunkt ist unklar, ob eine ausreichende Anzahl an methodisch hochwertigen Studien vorliegt, um die Behandlungsverfahren vergleichen zu können. Das vorliegende Studienvorhaben umfasst eine systematische Literatursuche der Datenbanken Cochrane Central Register of Controlled Trials (CENTRAL), MEDLINE, PsycINFO und EMBASE. Die Erstellung und Durchführung der qualitativen und quantitativen Datenanalysen richtet sich dabei nach den Richtlinien und Empfehlungen der Cochrane Collaboration. Die aus der Literaturrecherche resultierenden den Einschlusskriterien entsprechenden Studien werden systematisch ausgewertet und ihrer methodischen Qualität nach in risk-of-bias Klassen eingeordnet. Zur Datenanalyse werden die Outcome-Parameter der Primärstudien in ein statistisches Maß transformiert (i.e. standardized mean difference (SMD)). Als primäres Outcome werden die Endpunkte "Menge des Alkoholkonsums", "Lebensqualität" und "sozialer funktioneller Status" definiert. Als sekundäre Endpunkte werden soziale Parameter wie Berufstätigkeit, Unfälle und Mortalität festgelegt. Subgruppen-Analysen berücksichtigen unter anderem Studien unterschiedlicher methodischer Qualität (risk-of-bias) und Behandlungsziel-Präferenz des Patienten.