Einzelprojekt

Systematischer Review der Beziehung von Dosis und Wirkung bei kognitiver Verhaltenstherapie von depressiven Patienten

Förderkennzeichen: 01KG1506
Fördersumme: 132 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2017
Projektleitung: Dr. Markus Kösters
Adresse: Universität Ulm, Universitätsklinikum, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II
Ludwig-Heilmeyer-Str. 2
89312 Günzburg

Nahezu alle evidenzbasierten Leitlinien sprechen eine Empfehlung für Psychotherapie in der Depressionsbehandlung aus. Gleichzeitig gibt es jedoch nur wenig und widersprüchliche Evidenz, welche Dauer eine Psychotherapie haben sollte. Das Ziel dieses Vorhabens ist, mit Hilfe eines systematischen Reviews die Dosis-Wirkungsbeziehung in der kognitiven Verhaltenstherapie (CBT) in der Depressionsbehandlung zu untersuchen und gegebenenfalls eine Therapiedauer zu bestimmen, die die höchste Wahrscheinlichkeit eines Therapieerfolgs besitzt. Eine Patientenvertreterin, die an der Protokollerstellung beteiligt sein und die Patientenrelevanz der eingeschlossenen Studien beurteilen wird, soll die Patientenrelevanz des Vorhabens überprüfen. Der systematische Review schließt randomisierte kontrollierte Studien ein, die die Effektivität von CBT bei depressiven Patienten im Vergleich zur Standardtherapie oder einer anderen Therapie untersucht haben. Das primäre Outcome stellt die Symptomverbesserung auf validierten Depressionsskalen dar. Die Studien werden durch eine Suche in den wichtigsten medizinischen Fachdatenbanken identifiziert. Diese Suche wird durch eine Handsuche der relevanten Studien ergänzt. Zwei Autoren beurteilen unabhängig die Studienqualität mit Hilfe des Cochrane Risk of Bias Instruments. Eine Patientenvertreterin wird eine Stichprobe von Studien hinsichtlich ihrer Relevanz für die Patienten strukturiert erfassen und beurteilen. Die Daten werden mit Hilfe kürzlich entwickelter multivariater metaanalytischer Methoden analysiert, die eine Modellierung nichtlinearer Zusammenhänge sowie das Einbeziehen multipler Messzeitpunkte erlauben. Die Analysen werden dabei zweistufig ausgeführt: Im ersten Schritt wird die Dosis-Wirkungsbeziehung innerhalb einer Studie geschätzt, im zweiten Schritt werden die Studien dann in einer multivariaten Metaanalyse aggregiert. Dabei werden potentielle Effektmoderatoren in das Modell integriert.