Einzelprojekt

Veränderungsmechanismen von internet- und mobile-basierten Interventionen für Depression: Ein systematischer Review und Meta-Analyse von individuellen Teilnehmerdaten

Förderkennzeichen: 01KG1802
Fördersumme: 206.116 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Harald Baumeister
Adresse: Universität Ulm, Fakultät Ingenieurwissenschaften, Informatik und Psychologie, Institut für Psychologie und Pädagogik, Abt. Klinische Psychologie und Psychotherapie
Albert-Einstein-Allee 47
89081 Ulm

Depressive Störungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen weltweit. Sie verursachen beträchtliches Leid auf Seiten der Betroffenen und tragen zu erheblichen Gesundheitskosten für die Gesellschaft bei. Internet- und mobile-basierte Interventionen (IMIs) stellen einen vielversprechenden neuen Behandlungsansatz dar, da sie im Unterschied zu psychotherapeutischen Interventionen vor Ort, unabhängig von räumlichen oder zeitlichen Beschränkungen anonym genutzt werden können. IMIs besitzen dadurch das Potenzial, die Versorgungsstrukturen für Patienten mit depressiven Störungen wirksam und kosteneffizient zu erweitern und zu verbessern. Damit dieser innovative Therapieansatz weiterentwickelt werden kann, ist weitere Forschung nötig, die Erkenntnisse zu der speziellen Wirkweise von IMIs erbringt und bedeutende Faktoren identifiziert, die für deren Wirksamkeit verantwortlich sind. Das vorliegende Projekt "howIMIwork" soll mit Hilfe einer systematischen Literaturrecherche alle relevanten Studien identifizieren, die eine IMI mit einer geeigneten Kontrollbedingung bei Erwachsenen mit Depression verglichen haben. Zwei unabhängige Untersucher nehmen die Literaturrecherche vor und beurteilen die methodische Qualität der Studien. Daraufhin sollen die Datensätze der einzelnen Studien zusammen geführt werden, um in diesem gepoolten Datensatz mit ausreichender Teststärke meta-analytische Auswertungen auf Teilnehmerebene vornehmen zu können. Die Ergebnisse dieser sogenannten IPD-Meta-Analyse werden die Entwicklung von IMIs für Depression entscheidend beeinflussen und damit zur weiteren Optimierung psychotherapeutischer Behandlungsoptionen führen, wodurch insgesamt persönliches Leid gelindert und Gesundheitskosten gesenkt werden können.