Fördermaßnahme

Empfänglichkeit und Resistenz bei Infektionen

Veröffentlichung der Bekanntmachung: 2006
Förderzeitraum: 2007 - 2017
Gesamte Fördersumme: bis zu 29 Mio. Euro
Anzahl der Projekte: 20

1. Ziele des Förderschwerpunktes

Die Aufklärung der molekularen und zellulären Mechanismen der Erreger/Wirt-Interaktion ist weit fortgeschritten. Allerdings ist erst in jüngster Zeit klar geworden, welche Bedeutung die körpereigene, natürliche Resistenz gegenüber eindringenden Mikroorganismen für die Empfänglichkeit gegenüber Infektionskrankheiten und ihren Verlauf besitzt. Die natürliche Resistenz ergibt sich aus dem komplexen Zusammenwirken verschiedener Komponenten wie des angeborenen Immunsystems, von körpereigenen, Resistenz vermittelnden Proteinen sowie der organspezifischen Zusammensetzung der bakteriellen Mikroflora. Durch die erweiterten Erkenntnisse in diesem Bereich bieten sich neue Ansatzpunkte für die krankheitsbezogene Forschung zu wichtigen Infektionskrankheiten. Zudem bietet sich die Chance, die natürliche Resistenz gegenüber Infektionskrankheiten gezielt beeinflussen und neue Therapiestrategien unter Ausnutzung von Komponenten der natürlichen Resistenz entwickeln zu können.

2. Stand der Fördermaßnahme

Auf die Öffentliche Bekanntmachung hin gingen 15 Verbundanträge ein, von denen fünf durch einen international und interdisziplinär besetzten Gutachterkreis zur Förderung empfohlen wurden. Für insgesamt 15 Millionen Euro wurden diese interdisziplinären Verbünde zunächst für drei Jahre gefördert. Das Themenspektrum dieser Verbünde umfasst Tuberkulose, Staphylococcus aureus-Infektionen der Haut, Magen-Darm-Infektionen, Hepatitis C und Sepsis. Nach einer Zwischenbegutachtung können vier der Verbünde für weitere 14 Millionen Euro ihre Arbeit fortsetzen.