Einzelprojekt

Die Epidemiologie von funktionalen und dysfunktionalen behavioralen und psychologischen Faktoren bei psychischer Gesundheit und Krankheit

Förderkennzeichen: 01ER1303
Fördersumme: 1.489.949 EUR
Förderzeitraum: 2014 - 2017
Projektleitung: Prof. Dr. Katja Beesdo-Baum
Adresse: Technische Universität Dresden, Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften, Institut für Klinische-, Diagnostische und Differentielle Psychologie, Abt. Klinische Psychologie und Psychotherapie
Chemnitzer Str. 46
01187 Dresden

Verhaltensbezogenen Faktoren, einschließlich kognitiv-affektiven Faktoren, wird eine bedeutsame Rolle bei der Entstehung der meisten Erkrankungen beigemessen. Allerdings ist ihre objektive und ökologisch valide Messung in epidemiologischen Studien bisher mangelhaft. Dieses Projekt hat zum Ziel, die Rolle verhaltensbezogener und psychologischer Faktoren sowie ihr komplexes Zusammenspiel mit biologischen und sozial-umweltbezogenen Faktoren bei der Entwicklung der häufigsten psychischen Störungen (Angststörungen, Depression, Störungen durch Substanzkonsum) aufzuklären. Hierzu werden einerseits verfügbare epidemiologische Datensätze mit vereinzelten verhaltensbezogenen Indikatoren für umfassende Re-Analysen in einer Datenbank zusammengeführt, andererseits standardisierte Methoden zur objektiven Erfassung des Verhaltens von Personen in lebensnahen sowie kontrollierten Situationen für den Einsatz in epidemiologischen Studien entwickelt und eine neue verhaltensbezogen-epidemiologische Kohorte Jugendlicher und junger Erwachsener aufgebaut. Es wird ein Datenbank aufgebaut, in welche nach und nach vorhandene epidemiologische Datensätze mit verhaltensbezogenen Indikatoren integriert und übergreifend analysiert werden. Parallel werden experimentelle und nicht-experimentelle verhaltensbezogene Messmethoden für den Einsatz in epidemiologischen Studien entwickelt und erprobt. Eine bevölkerungs-repräsentative Stichprobe von 1000 14- bis 30-jährigen Personen aus Dresden wird schließlich umfassend im Quer- und Längsschnitt anhand objektiver verhaltensbezogener Methoden, Interviews und Fragebögen untersucht. Zudem werden Bioproben gesammelt und eine eingebettete Familienstudie durchgeführt.