Einzelprojekt

Einfluss einer NOD2-Genotyp-gesteuerten Antibiotikaprophylaxe auf das Überleben von Patienten mit Leberzirrhose und Aszites (INCA-Studie)

Förderkennzeichen: 01KG1201
Fördersumme: 1.727.714 EUR
Förderzeitraum: 2013 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Frank Lammert
Adresse: Universität des Saarlandes, Universitätsklinikum des Saarlandes, Klinik für Innere Medizin II, Gastroenterologie und Endokrinologie
Kirrberger Str. 100
66424 Homburg

Patienten mit Leberzirrhose haben ein Risiko von bis zu 60% innerhalb von 12 Monaten zu versterben. Insbesondere infektiöse Komplikationen, wie die spontane bakterielle Peritonitis (SBP), erhöhen die Sterblichkeit dieser Patienten. Genetische Varianten im "NOD2"-Gen beeinträchtigende Schleimhautbarriere. In Vorarbeiten konnte gezeigt werden, dass "NOD2"-Varianten mit einem deutlich erhöhten SBP-Risiko und einer erhöhten Sterblichkeit von Patienten mit dekompensierter Leberzirrhose und Aszites (Bauchwassersucht) einhergehen. Die vorliegende Studie wird im Rahmen einer randomisierten, doppelblinden, Plazebo-kontrollierten Untersuchung klären, ob eine prophylaktische Therapie mit Norfloxacin bei Patienten mit Leberzirrhose und Aszites, die Träger der "NOD2"-Varianten sind, die Sterblichkeit senkt. Im Rahmen der Studie werden 1.380 Patienten in ausgewiesenen deutschen "Leberzentren" gescreent, um schließlich 186 Patienten mit Leberzirrhose und Aszites, die Träger der Risikovarianten sind, in die Studie einzuschließen. Das Ziel der Studie ist es, das Überleben der Patienten mit und ohne Prophylaxe über 12 Monate miteinander zu vergleichen. Die Bestätigung eines günstigen Effekts der Prophylaxe auf das Überleben der Patienten wird die Behandlung von Patienten mit Leberzirrhose verbessern und könnte die Folgekosten dieser häufigen Erkrankung senken.