Einzelprojekt

Frühe Stresserfahrungen und allergische Erkrankungen

Förderkennzeichen: 01GL1903
Fördersumme: 480.540 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Christine Heim
Adresse: Charité - Universitätsmedizin Berlin, Institut für Medizinische Psychologie, Zentrum für Human- und Gesundheitswissenschaften
Luisenstr. 57
10117 Berlin

Allergische Erkrankungen gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindesalter. Belastende und traumatische Erfahrungen in frühen Entwicklungsperioden sind hoch prävalent in unserer Gesellschaft und erhöhen neben dem Risiko für ein breites Spektrum an psychischen und körperlichen Erkrankungen auch das Risiko für allergische Erkrankungen. Die psychobiologischen Mechanismen, die diesem durch frühe Lebenserfahrungen programmierten Allergierisiko zugrunde liegen, sind jedoch nicht bekannt und es existieren bislang keine prospektiven Humanstudien zum Einfluss früher Stresserfahrungen auf die Entstehung und Manifestation allergischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Das vorgeschlagene verbundübergreifende Projekt bietet durch den Zusammenschluss der Verbünde Kids2Health, CHAMP, PRIMAL und COMPARE die Chance, diesen Zusammenhang systematisch zu erforschen. Durch Zugriff auf in den einzelnen Verbünden bereits etablierte Kohorten von Kindern können unterschiedliche Entwicklungsstadien (von der pränatalen Periode bis zur Adoleszenz), unterschiedliche Arten der Stressbelastung und die verschiedenen Phasen des Allergieverlaufes systematisch untersucht werden. Der Austausch von Expertise und Methoden zwischen den Partnern der Verbünde ermöglicht die Erfassung und Charakterisierung von Stressbelastung, allergischen Erkrankungen und molekularbiologischen Markern über alle Verbünde hinweg in einer großen Stichprobe. Unsere Ergebnisse werden wichtige Informationen für das Verständnis allergischer Erkrankungen und die Entwicklung innovativer und gezielter Strategien zur Prävention und Intervention allergischer Erkrankungen liefern, welche psychische und molekularbiologische Mechanismen berücksichtigen, und somit lebenslange Gesundheit und positive Entwicklungsverläufe von Kindern und Jugendlichen fördern.