Einzelprojekt

Glioma-PerMed – Gliom-Invasionstests als prädiktives Instrument für die personalisierte Gliom-Medizin

Förderkennzeichen: 01KU2304
Fördersumme: 299.129 EUR
Förderzeitraum: 2023 - 2026
Projektleitung: Prof. Dr. Jay Gopalakrishnan
Adresse: Universitätsklinikum Düsseldorf, Institut für Humangenetik
Moorenstr. 5
40225 Düsseldorf

Glioblastoma multiform (GBM) ist der häufigste bösartige Hirntumor, bei dem Gliomstammzellen (GSC) aggressiv in das Gehirn eindringen und der zu hundert Prozent wiederkehrend ist. Die mediane Überlebenszeit von GBM-Patienten beträgt unter 24 Monaten, und es gibt keine Möglichkeit auf Heilung. Das Invasionsverhalten der GSC ins menschliche Gehirn ist unvorhersehbar und patientenabhängig, sodass eine "Therapie für alle" nicht praktikabel ist. Im Rahmen des Verbundvorhabens "Glioma-PerMed" soll in einem interdisziplinärem Forschungskonsortium das Invasionsverhalten von GSC in präklinischen Modellen menschlicher Hirnorganoide und Zebrafischgehirne mittels maschineller Lernalgorithmen untersucht werden. Durch die Entwicklung schneller und effizienter Gliom-Invasionstests sollen patientenspezifische, bereits zugelassene therapeutische Wirkstoffe identifiziert werden, die die Invasion von Gliomzellen im klinischen Umfeld stören können. Somit soll das Vorhaben erste Schritte zu einer personalisierten GBM-Medizin ebnen, die eine personalisierte Diagnostik, Medikamentenentwicklung und Patientennachverfolgung ermöglichen kann. Die Universität Düsseldorf wird hierzu aufbauend auf eigens entwickelten Methoden zur Herstellung von Organoiden des menschlichen Gehirns aus induzierten pluripotenten Stammzellen eine Hirnorganoid-Plattformtechnologie etablieren, mit der sich die Gliom-Invasion in vitro individuell, schnell und zuverlässig modellieren lässt. Dabei werden reproduzierbare Invasionsprofile mehrerer Replikate innerhalb einzelner Patientenproben erzeugt und für Arzneimittelwirksamkeitstests verwendet, mit dem Ziel Verbindungen zu identifizieren, welche die Invasion von Gliomzellen im klinischen Umfeld stören können. Das Vorhaben ist Teil des transnationalen Verbundprojekts "Glioma-PerMed" der Förderinitiative "ERA-PerMed". Der Verbund "Glioma-PerMed" wird durch die Universität Düsseldorf koordiniert und hat insgesamt fünf Projektpartner.