Einzelprojekt

Hochdosis-Chemotherapie und autologe Stammzelltransplantation oder konsolidierende konventionelle Chemotherapie bei primären ZNS-Lymphomen (MATRix) – eine randomisierte Phase III-Studie

Förderkennzeichen: 01KG1207
Fördersumme: 2.656.438 EUR
Förderzeitraum: 2013 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Gerald Illerhaus
Adresse: Klinikum Stuttgart, Stuttgart Cancer Center SCC, Tumorzentrum Eva Mayr-Stihl
Kriegsbergstr. 60
70174 Stuttgart

Das Ziel dieser Studie ist es, die Behandlung von Patienten unter 70 Jahren mit primär zerebralen Lymphomen zu optimieren. Aufbauend auf unseren bisherigen Studienergebnissen steht aktuell die Frage nach dem Stellenwert der Hochdosis - Chemotherapie im Vergleich zu einer konventionellen Konsolidierung an. In der multizentrischen Phase III Studie werden die beiden Therapiestrategien verglichen. Alle Patienten werden mit vier Zyklen einer intensivierten Induktionstherapie mit Methotrexat, Cytarabin, Thiotepa und Rituximab (MATRix) behandelt. Für Patienten, die auf die Induktionstherapie im Sinne einer partiellen oder kompletten Remission ansprechen, erfolgt die Randomisierung zwischen einer Hochdosis-Chemotherapie mit BCNU und Thiotepa gefolgt von einer autologen Stammzelltransplantation und einer konventionellen Konsolidierung mit Dexamethason, VP-16, Carboplatin (DeVIC). Mit der Therapie nach dem DeVIC-Protokoll steht ein nicht kreuzresistentes sehr gut liquorgänges Chemotherapie-Protokoll zur Verfügung, von dem man sich einen konsolidierenden Effekt verspricht. Stammzellsammlung erfolgt in beiden Armen nach dem zweiten Zyklus MATRix. Primärer Endpunkt ist das Event-Free-Survival (EFS), sekundäre Endpunkte sind die Rate an kompletten Remissionen nach jeder Behandlung, Toxizität und behandlungsassoziierte Mortalität.