Einzelprojekt

Inzidenz von Zweitmalignomen in Sachsen und die Auswirkung der Therapie von Ersttumoren auf die Entstehung von Zweitmalignomen

Förderkennzeichen: 01ER1304
Fördersumme: 806.929 EUR
Förderzeitraum: 2014 - 2017
Projektleitung: Prof. Dr. Stefanie Klug
Adresse: Technische Universität Dresden, Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Universitäts KrebsCentrum Dresden, Tumorepidemiologie
Fetscherstr. 74
01307 Dresden

Die Studie untersucht die Inzidenz von Zweitmalignomen in Sachsen sowie die Auswirkungen der Therapie des Ersttumors auf die Entstehung des Zweitmalignoms. Dieses Forschungsprojekt ist in zwei Phasen unterteilt und beantwortet die folgenden Forschungsfragen: A. Wie hoch ist die Inzidenz von Zweitmalignomen in Sachsen? B. Welche Ersttumoren sind die häufigsten in Sachsen? C. Wie groß ist die Latenzzeit zwischen Ersttumor und Zweitmalignom? D. Sind die Therapiedaten vollständig in den Datenbanken der klinischen Krebsregister in Sachsen erfasst? E. Hat die Therapie des Ersttumors Auswirkungen auf die Inzidenz von Zweitmalignomen? F. Gibt es eine Dosis-Wirkungsbeziehung zwischen der Dosis der Therapie des Ersttumors und der Inzidenz des Zweitmalignoms? G. Welche Auswirkungen haben weitere Risikofaktoren auf die Inzidenz von Zweitmalignomen? In Phase I (Querschnittstudie) werden alle zwischen 2011 und 2013 diagnostizierte Zweitmalignome in Sachsen untersucht. Die Daten der Zweitmalignome werden aus den fünf sächsischen klinischen Krebsregistern erhalten (Forschungsfragen A-D). Daran anschließend werden in Phase II (Fall-Kontroll-Studie) fünf Zweitmalignome für eine detaillierte Untersuchung ausgewählt. Als Fälle werden inzidente Fälle der fünf Zweitmalignome bezeichnet, welche zwischen 2014 und 2016 diagnostiziert werden. Kontrollen dagegen sind Patientinnen und Patienten mit Primärtumor, die kein Zweitmalignom entwickeln. Fehlende Daten von den klinischen Krebsregistern zu Therapie des Ersttumors werden mit Daten der behandelnden Kliniken und Praxen vervollständigt. Um weitere relevante Risikofaktoren untersuchen zu können, werden außerdem Fragebögen an alle teilnehmenden Patientinnen und Patienten versendet.