Fördermaßnahme

Nationale Biomaterialbanken Initiative

Biomaterialbanken sind ein unverzichtbares Instrument der krankheits- und patientenorientierten klinischen Forschung. Sie sichern die langfristige Lagerung und Zugänglichkeit humaner Proben und der dazugehörigen Datensätze. Biomaterialbanken bilden so die Grundlage für eine Vielzahl von Forschungsprojekten und tragen zur Verbesserung der medizinischen Versorgung bei.
Das BMBF fördert daher an ausgewählten Standorten den Aufbau zentraler Strukturen für humane Proben-/Datensammlungen. Durch die Vernetzung von am Standort vorhandenen Biomaterialbanken sollen die Proben und Daten besser nutzbar gemacht werden. Geeignete Strategiekonzepte für die Vernetzung der am Standort vorhandenen Biomaterialbanken sollten dabei, eine hochqualitative Probenlagerung, Standardisierung von Prozeduren und Dokumenten sowie Qualitätssicherung und Datenmanagement berücksichtigen. Sie müssen außerdem einen geregelten Zugang zu Proben und Daten für die Forschung gewährleisten.
Mit der Förderung "Nationale Biomaterialbanken Initiative" unterstützt das BMBF somit den Ausbau der deutsche Biobanken-Infrastruktur. So wird langfristig auch sichergestellt, dass deutsche Ressourcen in europäische Forschungsstrukturen eingebunden werden können. Außerdem können durch diese neue Infrastrukturen für die patienten-orientierte Forschung auch andere Forschungsfragen, wie z.B. die Untersuchung von neuen Behandlungsmethoden in klinischen Studien, gezielter und effizienter angegangen werden können.

2. Stand der Fördermaßnahme

Auf die Bekanntmachung des BMBF vom 02.06.2010 wurden 29 Anträge eingereicht und im November 2010 durch ein internationales Expertengremium begutachtet. Basierend auf der Bewertung der Vorleistungen der Antragsteller und der Eignung des Entwicklungs- und Finanzierungskonzepts wurden fünf Anträge zur Förderung empfohlen. Die fünf Standorte haben 2011 ihre Arbeit aufgenommen.