Netzwerk-Metaanalyse zu metabolischen Nebenwirkungen von Antipsychotika bei der Behandlung der Schizophrenie

Förderkennzeichen: 01KG1904
Fördersumme: 172.084 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Stefan Leucht
Adresse: Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München - Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Ismaninger Str. 22
81675 München

Es wird eine systematische Übersichtsarbeit und Netzwerk-Metaanalyse erstellt, welche das Potenzial der verschiedenen Antipsychotika metabolische Nebenwirkungen auszulösen vergleichend untersucht. Dafür werden verschiedene neuere und ältere Antipsychotika in unterschiedlichen Verabreichungsarten (oral, Depot) auf der Basis von randomisiert-kontrollierten Studien in Patienten mit Schizophrenie aller Altersgruppen analysiert.  Dabei wird die Veränderungen von Körpergewicht, Blutzucker und Blutfetten untersucht. Eine Besonderheit des Projekts ist dabei die Durchführung einer Netzwerk-Metaanalyse. Bei dieser Methode werden nicht nur Direktvergleiche von Interventionen sondern auch indirekte Vergleiche zwischen Interventionen in die Analyse mit einbezogen (Beispiel für indirekte Vergleiche: Gibt es Vergleiche von Intervention A mit Intervention B und C, aber keine Direktvergleiche zwischen B und C, so kann man diesen Wert aus den anderen beiden Vergleichen abschätzen). Diese Methode ermöglicht es weiterhin Hierarchien der verschiedenen Interventionen bezüglich des Risikos für die unterschiedlichen metabolischen Nebenwirkungen zu erstellen. Das Ziel dieser Arbeit ist eine umfassende Bewertung der Evidenzlage zu metabolischen Nebenwirkungen von Antipsychotika bei der Behandlung der Schizophrenie, welche als Grundlage für evidenz-basierte Therapieentscheidungen in der klinischen Praxis dienen soll.