Fördermaßnahme

Systematische Reviews mit hoher Relevanz für die Patientenversorgung

Veröffentlichung der Bekanntmachung: 2013 (seither jährlich)
Förderzeitraum: 2014 - 2021
Gesamte Fördersumme: bis zu 5,4 Mio. Euro
Anzahl der Projekte: 47 systematische Reviews

Im Rahmen dieser Bekanntmachung werden sowohl klinische Studien als auch systematische Übersichtsarbeiten gefördert, die zur besseren Übersichtlichkeit getrennt dargestellt werden.

1. Ziele des Förderschwerpunktes

Die systematische Beobachtung definierter Patientenpopulationen mit klinischen Studien und systematischen Übersichtsarbeiten ist ein zentrales Instrument der klinischen Forschung. Solche Arbeiten bilden die Grundlage für Evidenz und Qualität in der medizinischen Versorgung. Sie müssen mit einem hohen Maß an Professionalität geplant und durchgeführt werden, um internationalen Anforderungen und Standards zu genügen. Dies bedeutet einen großen organisatorischen und finanziellen Aufwand, der in vielen Fällen von der pharmazeutischen Industrie erbracht wird. Es gibt aber klinische Fragestellungen, die für die Industrie nicht interessant sind, dennoch aber für das deutsche Gesundheitssystem eine hohe Relevanz haben. Mit dieser Fördermaßnahme verfolgt das BMBF das Ziel, Lösungen für solche Fragestellungen zu erarbeiten. Es werden daher Projekte unterstützt, die die wichtigsten Erkenntnislücken im medizinischen Alltag schließen unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse betroffener Patientinnen und Patienten.

Gefördert werden wissenschaftsinitiierte, multizentrische, prospektive, kontrollierte klinische Studien zum Wirksamkeitsnachweis von Therapiekonzepten, die eine Intervention an Patientinnen und Patienten beinhalten und eine konfirmatorische Zielsetzung aufweisen. Außerdem werden wissenschaftsinitiierte, explorative klinische Studien gefördert, die mit geringen Probandenzahlen einen ersten Wirksamkeitsnachweis für ein Therapiekonzept liefern und der Vorbereitung von multizentrischen klinischen Studien mit hohen Probandenzahlen dienen. Alle geförderten Projekte haben höchste Relevanz für das deutsche Gesundheitssystem und müssen Patientenvertretungen in die Projektplanung eingebunden haben.

Neben den klinischen Studien werden im Rahmen dieses Förderschwerpunktes auch systematische Übersichtsarbeiten („systematische Reviews“) gefördert. In einer solchen Übersichtsarbeit werden die Ergebnisse aus allen verfügbaren klinischen Studien zusammengefasst und bewertet, die sich beispielsweise auf ein bestimmtes Therapieverfahren beziehen. Die Durchführung systematischer Reviews ist ein wichtiger Schritt bei der Übertragung von Forschungsergebnissen in die Krankenversorgung. Auf diese Weise können z.B. übergeordnete Behandlungsempfehlungen oder sogar neue Therapie-Leitlinien entstehen.

In der Fördermaßnahme gibt es keine thematische Eingrenzung. Sie deckt querschnittshaft verschiedene medizinische Fachgebiete ab. Die am häufigsten vertretenen Fachgebiete sind Psychiatrie/Psychologie, Onkologie, Dermatologie und Neurologie.

2. Stand der Fördermaßnahme

Bisher wurden seit 2013 sechs Bekanntmachungen veröffentlicht.

Klinische Studien

Systematische Reviews

Die Projekte dieser Bekanntmachung, die bis 2016 abgeschlossen wurden, finden Sie tabellarisch hier.

Einzelprojekte

DAEDALUS - Angioplastie vs. erneute Stent-Implantation bei Stent-Versagen, Systematisches Review

Förderkennzeichen: 01KG1810
Gesamte Fördersumme: 87.672 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2020
Projektleitung: Dr. Robert A. Byrne
Adresse: Deutsches Herzzentrum München, Klinik an der Technischen Universität München, Klinik für Herz- und Kreislauferkrankungen
Lazarettstr. 36
80636 München

DAEDALUS - Angioplastie vs. erneute Stent-Implantation bei Stent-Versagen, Systematisches Review

Eine Metaanalyse individueller Patientendaten würde es ermöglichen, Wechselwirkungen in Studien auf individueller Ebene zu modellieren und spezifische Subgruppenanalysen durchzuführen, das Risiko für Bias signifikant verringern und erheblich höhere statistische Power gewährleisten als die einzelnen Studien. In allen verfügbaren Metaanalysen zum Thema wurde als Maß für das Risiko bei binären Parametern das Chancenverhältnis (Odds Ratio) mit dazugehörigem 95%-Konfidenzintervall verwendet. Mit Daten einzelner Patienten ließen sich nicht nur aggregierte Kaplan-Meier-Kurven erstellen und kumulative Inzidenzen schätzen, sondern auch echte Risikomaße – der Risikoquotient (Hazard Ratio) mit dazugehörigem 95%-Konfidenzintervall – ermitteln, unter Berücksichtigung des Zeitfaktors und des Verlusts von Patienten. Kürzlich vorgelegte Langzeitergebnisse für bis zu drei Jahre nach dem Eingriff könnten dazu führen, dass bisherige Schlussfolgerungen geändert werden. Eine Metaanalyse auf Patientenebene würde es ermöglichen, die langfristige Haltbarkeit von medikamentenbeschichteten Ballons (DCB) und medikamentenfreisetzenden (DES) Stents zu untersuchen. Bei den bisherigen Metaanalysen auf Studienebene zum Vergleich von DCB und DES bestand tendenziell ein mittleres bis hohes Maß an Heterogenität zwischen den Studien. Eine Metaanalyse auf Patientenebene würde die Erkennung von Ausreißerstudien und Quellen der Heterogenität sowie durch zusätzliche neue Daten das Verständnis des aktuellen Standes bei der Behandlung von In-Stent-Restenosen verbessern. Angesichts der hohen Heterogenität innerhalb der vorliegenden Evidenz ist es unser Ziel, neue Erkenntnisse zur unterschiedlichen Wirksamkeit von DCB und DES in der Behandlung der In-Stent-Restenose zu gewinnen. Wichtige Ziele unserer Studie sind die Beurteilung der Sicherheit u. Wirksamkeit in der Langzeit-Nachbeobachtung sowie die Betrachtung der anatomischen und klinischen Untergruppen, die die Ergebnisse beeinflussen können.

Pro- / Synbiotische Behandlung und postoperative Funktion, Komplikationen und Lebensqualität bei Darmkrebs: eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse

Förderkennzeichen: 01KG1809
Gesamte Fördersumme: 117.733 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2020
Projektleitung: Prof. Dr. Hermann Brenner
Adresse: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Abt. Klinische Epidemiologie und Alternsforschung (C070)
Im Neuenheimer Feld 581
69120 Heidelberg

Pro- / Synbiotische Behandlung und postoperative Funktion, Komplikationen und Lebensqualität bei Darmkrebs: eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse

Diese systematische Übersichtsarbeit hat die Erörterung des aktuellen Kenntnisstandes zu Pro- / Synbiotika und deren Wert für die Patientenversorgung nach einer Darmkrebs-Operation zum Ziel. Als Probiotika bezeichnet man lebende Bakterienstämme (wie Bifidobakterien oder Lactobazillen), denen ein positiver Effekt auf die Darmflora nachgesagt wird. Als Synbiotika, bezeichnet man eine Mischung aus diesen Bakterienstämmen und pflanzlichen Fasern, die als Nahrung für die Bakterien dienen sollen. Darmkrebspatienten leiden nach einer operativen Entfernung ihres Tumors häufig an Beschwerden wie Durchfall, Verstopfung oder Infektionen, gegen die die herkömmlichen Medikamente nicht immer ausreichend helfen. Da eine probiotische Therapie als relativ preiswert und wenig eingreifend für den Patienten gilt, möchte man herausfinden, ob und wie der Leidensdruck gelindert und die Lebensqualität von Darmkrebspatienten durch eine solche Therapie verbessert werden kann. Da die letzte systematische Zusammenfassung des aktuellen Kenntnisstandes zu dieser Thematik ein paar Jahre zurückliegt und es inzwischen einige mehr Studien zu diesem Thema gibt, ist es wichtig, eine aktuelle Übersichtsarbeit anzufertigen, damit z.B. behandelnde Ärzte sich leichter über den Stand der Wissenschaft informieren und neue Erkenntnisse direkt an ihre Patienten weitergeben können, aber auch, damit Forscher neue Ideen entwickeln können, um bestehende Wissenslücken zu schließen. Im Rahmen dieses Vorhabens werden Online-Verzeichnisse wissenschaftlicher Studien systematisch nach allen relevanten Studien durchsucht. Es wird bewertet, ob diese von geeigneter Qualität und berichtete Ergebnisse möglichst unverzerrt sind. Grundlegende Informationen zu untersuchten Patienten, sowie Ergebnisse aus Analysen werden aus allen geeigneten Studien entnommen und falls möglich mit statistischen Standardmethoden zusammengefasst. Die Endergebnisse werden schließlich in einem wissenschaftlichen Fachartikel veröffentlicht.

Systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse zur Bewertung der Wirksamkeit von nicht-abstinenzorientierten im Vergleich zu abstinenz-orientierten Behandlungsverfahren bei alkohol-bezogenen Störungen

Förderkennzeichen: 01KG1808
Gesamte Fördersumme: 115.307 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2020
Projektleitung: Prof. Dr. Christopher Baethge
Adresse: Universität zu Köln, Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Kerpener Str. 62
50937 Köln

Systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse zur Bewertung der Wirksamkeit von nicht-abstinenzorientierten im Vergleich zu abstinenz-orientierten Behandlungsverfahren bei alkohol-bezogenen Störungen

In diesem Vorhaben wird eine systematische Übersichtsarbeit mit Meta-Analyse zur Bewertung der Wirksamkeit von nicht-abstinenzorientierten im Vergleich zu abstinenz-orientierten Behandlungsverfahren bei Alkohol-bezogenen Störungen erstellt. Im Studienbericht werden die Befunde insbesondere auch in Hinblick auf eine Verbesserung von Symptomatik und Lebensqualität eingeordnet. Zum aktuellen Zeitpunkt ist unklar, ob eine ausreichende Anzahl an methodisch hochwertigen Studien vorliegt, um die Behandlungsverfahren vergleichen zu können. Das vorliegende Studienvorhaben umfasst eine systematische Literatursuche der Datenbanken Cochrane Central Register of Controlled Trials (CENTRAL), MEDLINE, PsycINFO und EMBASE. Die Erstellung und Durchführung der qualitativen und quantitativen Datenanalysen richtet sich dabei nach den Richtlinien und Empfehlungen der Cochrane Collaboration. Die aus der Literaturrecherche resultierenden den Einschlusskriterien entsprechenden Studien werden systematisch ausgewertet und ihrer methodischen Qualität nach in risk-of-bias Klassen eingeordnet. Zur Datenanalyse werden die Outcome-Parameter der Primärstudien in ein statistisches Maß transformiert (i.e. standardized mean difference (SMD)). Als primäres Outcome werden die Endpunkte "Menge des Alkoholkonsums", "Lebensqualität" und "sozialer funktioneller Status" definiert. Als sekundäre Endpunkte werden soziale Parameter wie Berufstätigkeit, Unfälle und Mortalität festgelegt. Subgruppen-Analysen berücksichtigen unter anderem Studien unterschiedlicher methodischer Qualität (risk-of-bias) und Behandlungsziel-Präferenz des Patienten.

Reduktion von Dosis und Polypharmazie antipsychotischer Medikamente bei Schizophrenie. Zwei zusammenhängende systematische Übersichtsarbeiten

Förderkennzeichen: 01KG1807
Gesamte Fördersumme: 107.190 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Stefan Leucht
Adresse: Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Ismaninger Str. 22
81675 München

Reduktion von Dosis und Polypharmazie antipsychotischer Medikamente bei Schizophrenie. Zwei zusammenhängende systematische Übersichtsarbeiten

Es werden zwei systematische Übersichtsarbeiten und paarweise Metaanalysen durchgeführt, mit welchen die relative Effektivität und Sicherheit der Dosisreduktion und der Reduktion von Polypharmazie in der Behandlung von stabilen Patienten mit Schizophrenie bezüglich multipler Behandlungsergebnisse evaluiert werden. Hierfür werden alle randomisierten Studien recherchiert, die eine Dosisreduktion oder Reduktion der antipsychotischen Polypharmazie empirisch untersuchen. Der primäre Zielparameter ist Lebensqualität. Es werden aber auch viele andere Behandlungsergebnisse wie Anzahl der Rehospitalisierungen, Wiederauftreten/Verschlechterung der Psychose, allgemeines Funktionsniveau, Todesfälle, spezifische unerwünschte Nebenwirkungen, Studienabbruch, Symptomatik der Schizophrenie und Antipsychotikadosis am Studienendpunkt untersucht. Das Ergebnis der Übersichtsarbeiten kann dafür sorgen, dass die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Schizophrenie individualisiert und verbessert werden kann. Zudem können durch Subgruppenanalysen Faktoren identifiziert werden, die den Erfolg der Interventionen beeinflussen.

Knochenaktive Substanzen bei Knochenverlust bei Brustkrebs Knochenmodifizierende Substanzen bei Patientinnen mit Brustkrebs im frühen Stadium: Ein systematisches Review mit Netzwerk-Metaanalyse

Förderkennzeichen: 01KG1806
Gesamte Fördersumme: 164.336 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2020
Projektleitung: PD Dr. Nicole Skoetz
Adresse: Universität zu Köln, Medizinische Fakultät - Universitätsklinikum, Klinik I für Innere Medizin, Cochrane Haematological Malignancies Group
Kerpener Str. 62
50937 Köln

Knochenaktive Substanzen bei Knochenverlust bei Brustkrebs Knochenmodifizierende Substanzen bei Patientinnen mit Brustkrebs im frühen Stadium: Ein systematisches Review mit Netzwerk-Metaanalyse

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, die zudem zu einem stark erhöhten Osteoporoserisiko führt. Die Inzidenz wird weitgehend durch die therapie-induzierte Menopause und östrogen-suppressive Therapie beeinflusst. Die Osteoporose kann zu Krankenhausaufenthalten, Knochenschmerzen und verminderter Lebensqualität führen. Daher ist die Verhinderung von Osteoporose ein wichtiges Ziel. Therapeutische Optionen sind Bisphosphonate oder RANK-Ligand-Inhibitoren. Das Hauptziel dieses Projektes ist es, Nutzen und Risiken von Bisphosphonaten und Inhibitoren von RANK-Liganden in der Therapie von Brustkrebspatientinnen ohne Knochenmetastasen zu evaluieren und zu vergleichen. Die Netzwerkanalyse wird eine Hierarchie der untersuchten Therapieoptionen bilden. Die patientenrelevanten Endpunkt Gesamtüberleben, Lebensqualität und Nebenwirkungen stehen im Vordergrund der systematischen Bewertung.

Beziehung zwischen Leistungsmenge von Krankenhäusern und Ergebnisqualität in der Kniearthroplastik – eine systematische Übersichtsarbeit und nicht lineare Dosis-Wirkung Meta-Analyse

Förderkennzeichen: 01KG1805
Gesamte Fördersumme: 180.599 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2020
Projektleitung: Dr. Dawid Pieper
Adresse: Private Universität Witten/Herdecke gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Fakultät für Medizin, Humanmedizin, Institut für Forschung in der Operativen Medizin
Ostmerheimer Str. 200
51109 Köln

Beziehung zwischen Leistungsmenge von Krankenhäusern und Ergebnisqualität in der Kniearthroplastik – eine systematische Übersichtsarbeit und nicht lineare Dosis-Wirkung Meta-Analyse

Seit langer Zeit wird darüber diskutiert, ob eine höhere Leistungsmenge von Krankenhäusern (d.h. Anzahl an Eingriffen) mit einem besseren Behandlungsergebnis (z.B. niedrigere Komplikationsrate) einhergeht. Der Zusammenhang ist für einige Eingriffe gut belegt, jedoch nicht für die Knie-Totalendoprothese (Knie-TEP). Trotzdem dürfen in Deutschland nur Krankenhäuser diesen Eingriff erbringen, sofern sie im Vorjahr mindestens 50 davon erbracht haben. Diese Forschungslücke soll daher geschlossen werden. Hierzu wird nach Studien gesucht, die Patienten mit Knie-TEP betrachten, die jedoch gleichzeitig danach unterschieden werden, wie viele Knie-TEPs ihr Krankenhaus erbracht hat. Hierzu werden mehrere bibliografische Datenbanken recherchiert sowie Experten kontaktiert, um alle Studien zu identifizieren. Die Ergebnisse werden aus den Studien herausgeschrieben und miteinander verglichen, während gleichzeitig auch bewertet wird, in wie weit das Ergebnis einer Studie z.B. aufgrund methodischer Schwächen verzerrt sein könnte. All diese Schritte orientieren sich dabei an international etablierten Standards. Die Ergebnisse der einzelnen Studien werden so aufbereitet, dass sie zusammengefasst werden können. Anstatt der Ergebnisse vieler einzelner Studien, werden mit Hilfe neuer statistischer Methoden alle relevanten Studien so zusammengefasst, als wäre es das Ergebnis einer einzigen Studie. Vorher wird überprüft, ob die Studien miteinander so gut vergleichbar sind, dass sie überhaupt als eine einzige Studie betrachtet werden können.

PROMISE - Krankheitsaktivität als Marker zur Vorhersage der Therapieansprache unter Immuntherapien bei Personen mit einer schubförmigen Multiplen Sklerose – systematisches Review und Meta-Analyse

Förderkennzeichen: 01KG1804
Gesamte Fördersumme: 151.150 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Christoph Heesen
Adresse: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut für Neuroimmunologie und Klinische Multiple Skleroseforschung
Falkenried 94
20251 Hamburg

PROMISE - Krankheitsaktivität als Marker zur Vorhersage der Therapieansprache unter Immuntherapien bei Personen mit einer schubförmigen Multiplen Sklerose – systematisches Review und Meta-Analyse

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems, die häufig um das 30. Lebensjahr auftritt. Am häufigsten ist mit circa 80% der schubförmige Verlauf der Erkrankung. Für diesen stehen in Deutschland dreizehn immunmodulierende Medikamente zur Verfügung. Durch die zunehmenden Behandlungsoptionen gewinnt die Bestimmung des Behandlungserfolges eine hohe Bedeutung, um ineffektive und belastende Behandlungen zu vermeiden. Derzeitig gibt es keine systematischen Reviews zum Ansprechen auf die Behandlung für alle zugelassen Immuntherapien für Personen mit einem klinisch isolierten Syndrom oder einer schubförmigen MS. Das geplante exemplarische Cochrane Review zielt darauf ab den Zusammenhang zwischen Erkrankungsmarkern (Magnetresonanztomographie (MRT) und MS-Schübe) und dem Ansprechen auf die Therapie, wie z.B. dem Fortschreiten der Behinderung zu evaluieren.

Psychologische und Psychosoziale Interventionen zur Erhaltungstherapie der Schizophrenie bei stabilen Patienten. Systematische Übersichtsarbeit und Netzwerkmetaanalyse

Förderkennzeichen: 01KG1803
Gesamte Fördersumme: 180.460 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2020
Projektleitung: Prof. Dr. Stefan Leucht
Adresse: Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Ismaninger Str. 22
81675 München

Psychologische und Psychosoziale Interventionen zur Erhaltungstherapie der Schizophrenie bei stabilen Patienten. Systematische Übersichtsarbeit und Netzwerkmetaanalyse

In diesem Vorhaben werden eine systematische Übersichtsarbeit und eine Netzwerkmetaanalyse zur Effektivität und Verträglichkeit verschiedener psychologischer und psychosozialer Interventionen zur Erhaltungstherapie bei stabiler Schizophrenie durchführen. Hierfür werden alle randomisierten klinischen Studien recherchiert, die diese Interventionen empirisch untersuchten. Der primäre Zielparameter ist Wiederauftreten der Erkrankung innerhalb eines Jahres. Es werden aber auch viele andere Ergebnisparameter wie Anzahl der Wiederaufnahmen in ein Krankenhaus, Studienabbruch aus diversen Gründen, allgemeine Symptomatik der Schizophrenie, Positiv-, Negativ- und Depressionssymptomatik der Schizophrenie, Nebenwirkungen, Todesfälle, subjektives Wohlbefinden und Lebensqualität, Therapietreue und Funktionsniveau untersuchen. Eine Besonderheit im Vergleich zu konventionellen Metaanalysen ist dabei, dass in die geplanten Netzwerkmetanalysen nicht nur Studien einbezogen werden können, die zwei Interventionen direkt miteinander verglichen haben (sogenannte direkte Evidenz), sondern auch die indirekte Evidenz ermittelt werden kann (zum Beispiel: gibt es Vergleiche von Intervention A mit Intervention B und C, aber keine Direktvergleiche zwischen B und C, so kann man diesen Wert aus den anderen beiden Vergleichen abschätzen). Ferner erlaubt die Methode die Erstellung von Hierarchien, welche Therapie wahrscheinlich die Beste, die Zweitbeste, usw. hinsichtlich der verschiedenen Parameter ist. Ziel ist eine umfassende Bewertung der Evidenzlage zur psychotherapeutischen Erhaltungstherapie von Patienten mit Schizophrenie.

Veränderungsmechanismen von internet- und mobile-basierten Interventionen für Depression: Ein systematischer Review und Meta-Analyse von individuellen Teilnehmerdaten

Förderkennzeichen: 01KG1802
Gesamte Fördersumme: 206.116 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Harald Baumeister
Adresse: Universität Ulm, Fakultät Ingenieurwissenschaften, Informatik und Psychologie, Institut für Psychologie und Pädagogik, Abt. Klinische Psychologie und Psychotherapie
Albert-Einstein-Allee 47
89081 Ulm

Veränderungsmechanismen von internet- und mobile-basierten Interventionen für Depression: Ein systematischer Review und Meta-Analyse von individuellen Teilnehmerdaten

Depressive Störungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen weltweit. Sie verursachen beträchtliches Leid auf Seiten der Betroffenen und tragen zu erheblichen Gesundheitskosten für die Gesellschaft bei. Internet- und mobile-basierte Interventionen (IMIs) stellen einen vielversprechenden neuen Behandlungsansatz dar, da sie im Unterschied zu psychotherapeutischen Interventionen vor Ort, unabhängig von räumlichen oder zeitlichen Beschränkungen anonym genutzt werden können. IMIs besitzen dadurch das Potenzial, die Versorgungsstrukturen für Patienten mit depressiven Störungen wirksam und kosteneffizient zu erweitern und zu verbessern. Damit dieser innovative Therapieansatz weiterentwickelt werden kann, ist weitere Forschung nötig, die Erkenntnisse zu der speziellen Wirkweise von IMIs erbringt und bedeutende Faktoren identifiziert, die für deren Wirksamkeit verantwortlich sind. Das vorliegende Projekt "howIMIwork" soll mit Hilfe einer systematischen Literaturrecherche alle relevanten Studien identifizieren, die eine IMI mit einer geeigneten Kontrollbedingung bei Erwachsenen mit Depression verglichen haben. Zwei unabhängige Untersucher nehmen die Literaturrecherche vor und beurteilen die methodische Qualität der Studien. Daraufhin sollen die Datensätze der einzelnen Studien zusammen geführt werden, um in diesem gepoolten Datensatz mit ausreichender Teststärke meta-analytische Auswertungen auf Teilnehmerebene vornehmen zu können. Die Ergebnisse dieser sogenannten IPD-Meta-Analyse werden die Entwicklung von IMIs für Depression entscheidend beeinflussen und damit zur weiteren Optimierung psychotherapeutischer Behandlungsoptionen führen, wodurch insgesamt persönliches Leid gelindert und Gesundheitskosten gesenkt werden können.

Eine individuelle Patientendaten-Metaanalyse in randomisiert-kontrollierten Studien, die Strategien zur Reduktion des Antibiotikaverbrauchs bei Frauen mit einem unkomplizierten Harnwegsinfekt untersuchen

Förderkennzeichen: 01KG1801
Gesamte Fördersumme: 202.805 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. med. Ildikó Gágyor
Adresse: Universitätsklinikum Würzburg, Institut für Allgemeinmedizin
Josef-Schneider-str. 2 / Haus D7
97080 Würzburg

Eine individuelle Patientendaten-Metaanalyse in randomisiert-kontrollierten Studien, die Strategien zur Reduktion des Antibiotikaverbrauchs bei Frauen mit einem unkomplizierten Harnwegsinfekt untersuchen

Unkomplizierte Harnwegsinfekte (HWI) bei Frauen sind in der Hausarztpraxis häufig und werden meist mit Antibiotika behandelt, auch wenn die Infektion häufig von selbst heilt. Da die Krankheitserreger gegen Antibiotika zunehmend resistent werden, ist die Ärzteschaft gefordert, Antibiotikaverschreibungen zu reduzieren. In randomisiert kontrollierten Studien wurde die Wirksamkeit von Behandlungsstrategien zur Verminderung des Antibiotikaverbrauchs wie schmerzlindernde Therapieansätze, Scheinmedikation oder "delayed prescription" (Einnahme des Antibiotikums erst dann, wenn die Beschwerden nicht in einer bestimmten Zeit abklingen) getestet. Bisher wurden diese Strategien noch nicht über alle Studien zusammenfassend analysiert. Zudem besteht Unsicherheit darüber, welche Behandlung für welche Patientin am geeignetsten ist. In diesem Projekt sollen Strategien wie schmerzlindernde Therapie, Scheinmedikation und "delayed prescription" mit einer sofortigen Antibiotikabehandlung im Hinblick auf ihre Wirksamkeit bei Frauen mit einem unkomplizierten HWI verglichen werden. Darüber hinaus soll untersucht werden, ob Krankheitszeichen, Symptome und Urinstreifentests geeignet sind, um vorherzusagen, welche Therapie im speziellen Fall am geeignetsten ist. Wenn auf der Basis vorhandener Evidenz unterschiedliche Krankheitsverläufe vorhergesagt werden könnten, können Ärzteschaft und Patientinnen mit einem unkomplizierten HWI gemeinsam überlegen, ob eine antibiotische Behandlung erforderlich ist oder ob auch Behandlungsstrategien zur Verminderung des Antibiotikaverbrauchs in Frage kommen.

Prognostische Modelle für die chronisch lymphatische Leukämie (CLL): eine exemplarische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse

Förderkennzeichen: 01KG1711
Gesamte Fördersumme: 183.912 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2019
Projektleitung: Dr. Nicole Skoetz
Adresse: Universität zu Köln, Medizinische Fakultät - Universitätsklinikum, Klinik I für Innere Medizin, Cochrane Haematological Malignancies Group
Kerpener Str. 62
50937 Köln

Prognostische Modelle für die chronisch lymphatische Leukämie (CLL): eine exemplarische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse

Das Hauptziel dieses Projektes ist es, in einer systematischen Übersichtsarbeit alle prognostischen Modelle zur Prognose des progressionsfreien Überlebens und Gesamtüberlebens bei Patienten mit neu diagnostizierter CLL zu identifizieren, zu beschreiben und zu beurteilen. Falls genügend Modelle zu demselben Ergebnis-Typ vorhanden sind, wird eine Meta-Analyse dieser Modelle durchgeführt. Für die Bewertung der prognostischen Modelle wird, basierend auf den verfügbaren Daten, eine systematische Übersicht erstellt. Die relevanten Studien werden durch eine systematische Suche in medizinischen Literaturdatenbanken identifiziert und anhand vorab definierter Einschlusskriterien auf ihre Bedeutsamkeit für die Forschungsfrage durch zwei Projektmitarbeiter unabhängig voneinander ausgewählt. Es erfolgt eine Doppel-Datenextraktion und Be-wertung der methodischen Qualität der Studienergebnisse. Ein Statistiker wird die Daten auswerten. Anschließend wird der für das Projekt federführende Wissenschaftler gemeinsam mit den klinischen Experten und dem Statistiker die Ergebnisse interpretieren und deren nationale und internationale Verbreitung gewährleisten.

Abgeschlossen

Systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse zum Vergleich der neoadjuvanten Radiochemotherapie bei Mastdarmtumoren im Stadium II & III mit oder ohne Zusatz von platinhaltigen Chemotherapeutika

Förderkennzeichen: 01KG1710
Gesamte Fördersumme: 100.567 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2018
Projektleitung: Dr. Felix Hüttner
Adresse: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg, Chirurgische Klinik, Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie
Im Neuenheimer Feld 110
69120 Heidelberg

Systematische Übersichtsarbeit und Meta-Analyse zum Vergleich der neoadjuvanten Radiochemotherapie bei Mastdarmtumoren im Stadium II & III mit oder ohne Zusatz von platinhaltigen Chemotherapeutika

Dickdarmkrebs zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen in westlichen Nationen. Etwa ein Drittel aller Dickdarmkrebsfälle betreffen den Mastdarm. Aktuelle Leitlinien empfehlen eine neoadjuvante Therapie (im Sinne einer Bestrahlung oder kombinierten Bestrahlung und Chemotherapie vor der Operation) für alle fortgeschrittenen Stadien von Mastdarmkrebs. Es ist jedoch noch unklar, ob die Kombination mit platinhaltigen Chemotherapeutika die Überlebenszeit der Patientinnen und Patienten weiter verlängern kann. Ziel dieser systematischen Übersichtsarbeit und Meta-Analyse ist es zu untersuchen, ob die neoadjuvante Radiochemotherapie unter Zusatz platinhaltiger Chemotherapeutika einen Überlebensvorteil gegenüber der standardmäßigen fluoropyrimidin-basierten Radiochemotherapie erzielen kann.

Abgeschlossen

Interim-PET zur Prognoseabschätzung bei Erwachsenen mit Hodgkin Lymphom: eine exemplarische Übersichtsarbeit zu prognostischen Faktoren

Förderkennzeichen: 01KG1709
Gesamte Fördersumme: 106.913 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2018
Projektleitung: Dr. Nicole Skoetz
Adresse: Universität zu Köln, Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum, Klinik I für Innere Medizin, Cochrane Haematological Malignancies Group
Kerpener Str. 62
50937 Köln

Interim-PET zur Prognoseabschätzung bei Erwachsenen mit Hodgkin Lymphom: eine exemplarische Übersichtsarbeit zu prognostischen Faktoren

Das Hauptziel des vorliegenden Projektes ist es, in einer systematischen Übersichtsarbeit alle Studien zu identifizieren, die Interim-PET-Untersuchungsergebnisse als prognostischen Faktor bei erwachsenen Patienten mit Hodgkin Lymphom, die bereits eine Erstlinien-Chemotherapie erhalten, zu untersuchen. Die Studiencharakteristika und das Verzerrungspotential der eingeschlossenen retrospektiven und prospektiven Studien werden dargestellt und wenn möglich der Zusammenhang zwischen den Interim-PET-Untersuchungsergebnissen und dem Gesamtüberleben und progressionsfreien Überleben dieser Patienten metaanalysiert.

Systematischer Review und Netzwerk-Metaanalyse zu pharmakologischen und nicht-pharmakologischen Interventionen für postoperatives Delir bei älteren Patienten

Förderkennzeichen: 01KG1708
Gesamte Fördersumme: 88.656 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Klaus Lieb
Adresse: Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz - Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Untere Zahlbacher Str. 8
55131 Mainz

Systematischer Review und Netzwerk-Metaanalyse zu pharmakologischen und nicht-pharmakologischen Interventionen für postoperatives Delir bei älteren Patienten

Ein Delir ist die häufigste krankenhausassoziierte und lebensbedrohliche Komplikation bei älteren Patienten (65 Jahre oder älter) mit einer Inzidenzrate von bis zu 51% nach großen Operationen. Es erhöht die Mortalität um 11% pro 48 Stunden eines Delirs und die wirtschaftlichen Kosten um das 2,5-fache der Kosten bei Pateinten ohne Delir. Bisher hat kein systematisches Review umfassend den aktuellen Stand der Wirksamkeit von Interventionen bei postoperativem Delir bei älteren Patienten zusammengefasst oder in einer Netzwerk-Metaanalyse indirekt verglichen.

Abgeschlossen

Langwirksame und ultralangwirksame Analoginsuline versus NPH-Insulin (humanes Isophan-Insulin) zur Behandlung von Diabetes Typ 2 (Review)

Förderkennzeichen: 01KG1707
Gesamte Fördersumme: 77.219 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2017
Projektleitung: Prof. Dr. Andrea Siebenhofer-Kroitzsch
Adresse: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, FB 16 Medizin und Klinikum, Zentrum für Gesundheitswissenschaften, Institut für Allgemeinmedizin
Theodor-Stern-Kai 7
60596 Frankfurt am Main

Langwirksame und ultralangwirksame Analoginsuline versus NPH-Insulin (humanes Isophan-Insulin) zur Behandlung von Diabetes Typ 2 (Review)

Die Anzahl an Patienten mit Diabetes mellitus steigt stetig. Erhöhte Blutglukosewerte können sowohl nicht-pharmakologisch als auch pharmakologisch behandelt werden. Da langwirksame Insulinanaloga eine der möglichen Behandlungsoptionen darstellen, ist es wichtig über mögliche Nutzen und Risiken im Vergleich zu Humaninsulin informiert zu sein. Hauptziel dieses Reviews soll ein Update des Cochrane Reviews aus 2007 sein mit der Fragestellung, ob es in den Langzeiteffekten Unterschiede zwischen den lang- und ultra-langwirksamen Insulinanaloga (Insulin Glargin, Insulin Detemir und Insulin Degludec) und dem NPH (Neutral Protamin Hagedorn) Insulin bei Patienten mit Typ 2 Diabetes mellitus gibt. Ein Update des Cochrane Reviews zu lang- und ultra-langwirksamen Insulinanaloga vs. NPH Insulin für Typ 2 Diabetes mellitus ist aus den folgenden Gründen notwendig: • Kürzlich wurden neue langwirksame Insuline (Degludec, Glargine U300 und Glargine Biosimiliars) auf dem europäischen Markt zugelassen, welche nun ins Review aufgenommen werden. • Der bisherige primäre Endpunkt HbA1C wird in Anlehnung an die aktuellen Vorgaben der Cochrane Collaboration für die geplante Aktualisierung des Reviews durch die neuen primären patientenrelevanten Endpunkte Tod, mikrovaskuläre und makrovaskuläre Komplikationen ersetzt und mit den in der Patientenleitlinie der NVL zu Diabetes mellitus T2 genannten Outcomes abgeglichen. Dies führt dazu, dass auch die bisher inkludierten randomisierten Studien neu bewertet werden müssen. • Die orientierende Recherche ergab rückwirkend bis 2007 ungefähr 2.000 neue Publikationen, sodass von ca. 10 neuen einzuschließenden Studien ausgegangen wird. Geplante Erweiterungen und Änderungen wurden vorab mit der Cochrane Collaboration abgestimmt.

Abgeschlossen

Frühe versus verzögerte Androgensuppressionstherapie zur Therapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms. Ein Cochrane Review Update.

Förderkennzeichen: 01KG1706
Gesamte Fördersumme: 72.086 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2018
Projektleitung: Dr. Frank Kunath
Adresse: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Universitätsklinikum - Urologische Klinik
Krankenhausstr. 12
91054 Erlangen

Frühe versus verzögerte Androgensuppressionstherapie zur Therapie des fortgeschrittenen Prostatakarzinoms. Ein Cochrane Review Update.

Das Prostatakarzinom ist bei Männern die häufigste Krebserkrankung. Das Tumorwachstum wird durch körpereigene Hormone wie zum Beispiel Testosteron verstärkt. Im fortgeschrittenen Stadium wird die Erkrankung daher mit Medikamenten behandelt, die die körpereigene Hormonbildung unterdrücken (sog. "Hormontherapie"). Dabei hat der Startzeitpunkt der Therapie einen Einfluss auf deren Erfolg. Ein Cochrane Review von 2002 zeigte einen günstigen Effekt der frühen Hormontherapie beim fortgeschrittenen Prostatakarzinom. Dieses Cochrane Review ist jedoch veraltet. Daher ist es notwendig die systematische Übersichtsarbeit zu aktualisieren. Ziel dieses Vorhabens ist, im Rahmen der Aktualisierung des Cochrane Reviews die Effektivität sowie die unerwünschten Nebenwirkungen der frühen im Vergleich zur verzögerten Hormontherapie beim fortgeschrittenen hormon-sensitiven Prostatakarzinom zu ermitteln.

Vergleichende Wirksamkeit von technologiebasierten Interventionen in verschiedenen Stufen der Versorgung von Menschen mit Depressionen: Ein systematisches Review (TIDECA)

Förderkennzeichen: 01KG1705
Gesamte Fördersumme: 106.564 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2019
Projektleitung: Dr. Sarah Liebherz
Adresse: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie
Martinistr. 52
20251 Hamburg

Vergleichende Wirksamkeit von technologiebasierten Interventionen in verschiedenen Stufen der Versorgung von Menschen mit Depressionen: Ein systematisches Review (TIDECA)

Ziel dieses Vorhabens ist die Zusammenfassung der Evidenz zur vergleichenden Wirksamkeit von technologiebasierten Interventionen (TI) während verschiedener Phasen der Versorgung von Menschen mit unipolar depressiven Erkrankungen, aufgeteilt in folgende Teilziele: a) Untersuchung der Wirksamkeit für TI als alleinige oder ergänzende Akutbehandlung sowie als Nachsorgebehandlung, b) Untersuchung der Akzeptanz und Sicherheit von TI, c) Untersuchung möglicher Unterschiede hinsichtlich Wirksamkeit, Akzeptanz und Sicherheit zwischen den angewendeten TI, d) Identifikation möglicher Moderatoren des Behandlungserfolgs, e) Ableitung von Empfehlungen für die Anwendung von TI in der Praxis sowie f) Ableitung von Empfehlungen für die Forschung.

Systematisches Review und Meta-Analyse zu negativen Effekten von Psychotherapie (HARMS)

Förderkennzeichen: 01KG1704
Gesamte Fördersumme: 120.281 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2020
Projektleitung: Prof. Dr. Bernhard Strauß
Adresse: Universitätsklinikum Jena, Institut für Psychosoziale Medizin und Psychotherapie
Stoystr. 3
07743 Jena

Systematisches Review und Meta-Analyse zu negativen Effekten von Psychotherapie (HARMS)

Ziel dieser Übersichtsarbeit ist es, die vorliegende Evidenz zu negativen Effekten von Psychotherapie zusammenzufassen. Psychotherapie soll dabei mit anderen Behandlungsansätzen hinsichtlich der Häufigkeit negativer Ereignisse verglichen werden. Berücksichtigt werden randomisiert-kontrollierte Studien publiziert ab 2001, die Psychotherapie mit unbehandelten Kontrollen oder anderen Behandlungsansätzen bei Patienten mit Angststörungen, affektiven Störungen und Persönlichkeitsstörungen vergleichen und Ergebnisse zu negativen Effekten der Therapie berichten. Es soll ein Überblick über Häufigkeit, Art und Verlauf negativer Ereignisse während Psychotherapien gegeben werden, auch im Vergleich zu unbehandelten Kontrollen und anderen Behandlungsansätzen.

Abgeschlossen

Die Wirksamkeit von kognitiven und behavioralen Therapien für Insomnie hinsichtlich Tagessymptomen: ein systematisches Review und eine Netzwerk Meta-analyse

Förderkennzeichen: 01KG1703
Gesamte Fördersumme: 120.028 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2018
Projektleitung: Prof. Dr. Dieter Riemann
Adresse: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Universitätsklinikum Freiburg, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Hauptstr. 5
79104 Freiburg

Die Wirksamkeit von kognitiven und behavioralen Therapien für Insomnie hinsichtlich Tagessymptomen: ein systematisches Review und eine Netzwerk Meta-analyse

Tagessymptome sind der Ausgangspunkt dafür, dass Patienten mit Insomnie Hilfe suchen. Die Effektivität der kognitiven Verhaltenstherapie für Insomnie (KVT-I) für Tagessymptome ist aber nicht klar. Vorhergehende Reviews der Literatur sind selten und beschränken sich auf paarweise Meta-Analysen. Statistische Methoden, die verschiedene Interventionen zur selben Zeit miteinbeziehen, könnten ein umfassenderes Bild der Behandlungswirksamkeit liefern. Zudem liegt bislang keine Meta-Analyse vor, die die Wirksamkeit der traditionellen individuelle KVT-I für Tagessymptome untersucht hat. Überdies fokussieren viele Studien ausschließlich auf die depressive Symptomatik. Diese Netzwerk-Meta-Analyse wird versuchen Evidenz dafür zu schaffen, ob die KVT-I auch für Tagessymptome der Insomnie wirksam ist. Die Netzwerk-Meta-Analyse ist eine statistische Methode, die Informationen aus allen randomisierten Vergleichen aus einer Zahl von Behandlungen für eine bestimmte Krankheit kombiniert. Deshalb zielt dieses Verfahren darauf ab abzuschätzen, welche Behandlungsformen die beste für Patienten mit Insomnie und deren Tagessymptomatik sind.

Abgeschlossen

Bisphosphonate oder RANK-Liganden bei Prostatakrebspatienten

Förderkennzeichen: 01KG1702
Gesamte Fördersumme: 94.038 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2018
Projektleitung: Dr. Nicole Skoetz
Adresse: Universität zu Köln, Medizinische Fakultät - Universitätsklinikum, Klinik I für Innere Medizin, Cochrane Haematological Malignancies Group
Kerpener Str. 62
50937 Köln

Bisphosphonate oder RANK-Liganden bei Prostatakrebspatienten

Prävalenz und Inzidenz ossärer Komplikationen durch Knochenmetastasen bei Krebspatienten, wie Knochenschmerzen, pathologische Frakturen, Rückenmarkkompressionen und Hyperkalzämie, sind sehr hoch und beeinflussen Mortalität, Morbidität und Leistungsfähigkeit der Patienten und verringern deren Lebensqualität. Deshalb ist die Prävention von Frakturen ein wichtiges Ziel bei Prostatakrebspatienten. Therapieoptionen sind den Knochen beeinflussende Substanzen wie Bisphosphonate oder RANK-Ligand-Inhibitoren. Systematische Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen haben eine Verbesserung der Skelettkomplikationen mit diesen Substanzen nachgewiesen, jedoch mit unklarem Einfluss auf Schmerzen, Lebensqualität und Gesamtüberleben. Trotz intensiver Forschung auf diesem Gebiet fehlt die notwendige Evidenz aus direkt vergleichenden Studien zur Effizienz der Bisphosphonate untereinander und im Vergleich zu RANK-Ligand-Inhibitoren. Daher werden wir eine systematische Literaturrecherche relevanter Datenbanken, Konferenzen und Datenbanken laufender Studien durchführen, um randomisierte kontrollierte Studien zu identifizieren. Auf dieser Grundlage werden wir eine systematische Übersichtsarbeit mit Netzwerk Meta-Analyse mit höchstem Evidenzgrad erstellen, die Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Bisphosphonaten und RANK-Ligand-Inhibitoren zur Prävention und Therapie ossärer Komplikationen bei Prostatakrebspatienten untersucht und eine Hierarchie der Behandlungsoptionen abbildet. Eine detaillierte Arbeitsbeschreibung finden Sie im Anhang (AZA 1 Vorhabenbeschreibung; 3. Ausführliche Beschreibung des Arbeitsplans)

Rückfallprophylaxe der Schizophrenie mit Antipsychotika: Systematische Übersichtsarbeit und Bayesian Netzwerk Metaanalyse

Förderkennzeichen: 01KG1701
Gesamte Fördersumme: 188.777 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Stefan Leucht
Adresse: Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Ismaninger Str. 22
81675 München

Rückfallprophylaxe der Schizophrenie mit Antipsychotika: Systematische Übersichtsarbeit und Bayesian Netzwerk Metaanalyse

Es wird eine systematische Übersichtsarbeit mit Netzwerkmetanalyse zur Rückfallprophylaxe der Schizophrenie mit Antipsychotika durchgeführt. Hierfür werden alle randomisierten Studien recherchiert, die ein Antipsychotikum mit Placebo oder verschiedene Antipsychotika miteinander bei stabilisierten Patienten mit Schizophrenie miteinander verglichen. Der primäre Zielparameter ist der schizophrene Rückfall, es werden aber auch viele andere Outcomes wie Rehospitalisierung, Lebensqualität und zahlreiche Nebenwirkungen untersucht. Die statistische Analyse wird mit einem Bayesian Modell durchgeführt. Eine Besonderheit im Vergleich zu konventionellen Metaanalysen ist dabei, dass in die geplanten Netzwerkmetanalysen nicht nur Studien einbezogen werden können, die zwei Interventionen direkt miteinander verglichen haben (sogenannte direkte Evidenz), sondern auch indirekte Evidenz (zum Beispiel: gibt es Vergleiche von Medikament A mit Medikament B und C, aber keine Direktvergleiche zwischen B und C, so kann man diesen Wert aus den anderen beiden Vergleichen abschätzen). Ferner erlaubt die Methode die Erstellung von Hierarchien, welches Medikament wahrscheinlich das Beste, das Zweitbeste, usw. hinsichtlich der verschiedenen Parameter ist. Ziel ist eine umfassende Bewertung der Evidenzlage zur Rückfallprophylaxe mit Antipsychotika.

Abgeschlossen

Die Spiegeltherapie zur Verbesserung der motorischen Funktion nach Schlaganfall - Update eines Cochrane Reviews

Förderkennzeichen: 01KG1514
Gesamte Fördersumme: 63.373 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2017
Projektleitung: Prof. Dr. Bernhard Borgetto
Adresse: HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Hildesheim/Holzminden/Göttingen, Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit, AG Forschung ELP
Goschentor 1
31134 Hildesheim

Die Spiegeltherapie zur Verbesserung der motorischen Funktion nach Schlaganfall - Update eines Cochrane Reviews

Jedes Jahr erleiden rund 250.000 Menschen in Deutschland einen Schlaganfall. In vielen Fällen ist danach eine Körperseite gelähmt. Dies kann mit der sogenannten Spiegeltherapie behandelt werden. Dabei beobachtet der Betroffene die gesunde Körperseite über einen Spiegel. Dadurch wird die Illusion erzeugt, dass sich die kranke Körperseite genauso bewegt. Über die konkrete Vorstellung, dass sich die kranke Seite wieder (besser) bewegt, soll eine Veränderung im Gehirn und damit eine tatsächliche Verbesserung der Kraft und Beweglichkeit der kranken Körperseite erreicht werden. Ziel des Vorhabens ist die Aktualisierung eines 2012 publizierten systematischen Cochrane Reviews, welches die Effektivität der Spiegeltherapie zur Verbesserung der motorischen Funktion, der Selbständigkeit in Aktivitäten des täglichen Lebens sowie die Reduktion von Schmerzen und eines Halbseitenneglekts nach Schlaganfall untersuchte. Die Literatursuche wird aktualisiert. Die identifizierten neuen Studien werden von zwei unabhängigen Personen überprüft. Es werden randomisierte kontrollierte Studien und randomisierte Cross-over Studien eingeschlossen, welche die Spiegeltherapie mit keiner Intervention, jeglicher anderen Intervention inklusive Schein- oder Plazebotherapien vergleichen. Die Studienteilnehmer müssen die Diagnose Schlaganfall besitzen und älter als 18 Jahre sein. Datenextraktion und methodische Bewertung erfolgen wieder durch zwei unabhängige Personen. Zur Bewertung der Effektivität der betrachteten Intervention wird eine Metanalyse durchgeführt und bei ausreichender Datenlage durch Subgruppenanalysen ergänzt.

Abgeschlossen

Wirksamkeit metakognitiver Interventionen bei Erwachsenen mit psychischen Störungen: systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse

Förderkennzeichen: 01KG1511
Gesamte Fördersumme: 94.136 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2017
Projektleitung: Dr. Franziska Kühne
Adresse: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie
Martinistr. 52
20251 Hamburg

Wirksamkeit metakognitiver Interventionen bei Erwachsenen mit psychischen Störungen: systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse

Psychische Störungen sind weit verbreitete Erkrankungen. Sie verlaufen mitunter chronisch und gehen oft mit einer bedeutsamen Beeinträchtigung der Lebensqualität und der körperlichen Gesundheit einher. Oft werden psychische Störungen jedoch nicht ausreichend und angemessen behandelt. Deshalb wurden neue Formen psychotherapeutischer Ansätze, z. B. metakognitive Interventionen, entwickelt. Im Fokus steht dabei die Funktion von sogenannten Metakognitionen, also von Gedanken über Gedanken, in der Entstehung und Therapie psychischer Störungen. Trotz der wachsenden Popularität der metakognitiven Therapie ist bis heute noch nicht systematisch untersucht, inwiefern und welche Art der metakognitiven Intervention bei welcher psychischen Störung wirksam ist. Das Ziel des systematischen Reviews und der Metaanalyse ist es, die existierenden Forschungsergebnisse hinsichtlich der Wirksamkeit metakognitiver Interventionen für erwachsene Patienten mit psychischen Störungen zusammen zu fassen. Es soll untersucht werden ob a) metakognitive Interventionen generell wirksam sind und b) deren Wirksamkeit je nach Art der psychischen Störung bzw. der Intervention variiert. Zur Patientenbeteiligung an dem Vorhaben wird eine Fokusgruppe mit ca. 5-7 erwachsenen Patientinnen und Patienten mit psychischen Störungen einbezogen.

Abgeschlossen

Antiemetika bei moderater oder hochemetogener Chemotherapie: Ein systematisches Review mit Netzwerk-Metaanalyse

Förderkennzeichen: 01KG1510
Gesamte Fördersumme: 160.385 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2017
Projektleitung: Dr. Nicole Skoetz
Adresse: Universität zu Köln, Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum, Klinik I für Innere Medizin, Cochrane Haematological Malignancies Group
Kerpener Str. 62
50937 Köln

Antiemetika bei moderater oder hochemetogener Chemotherapie: Ein systematisches Review mit Netzwerk-Metaanalyse

Bei verschiedenen Krebserkrankungen wird zur Behandlung der Erkrankung eine Chemotherapie durchgeführt. Als Nebenwirkung der Chemotherapie kommt es jedoch sehr häufig zu Übelkeit und Erbrechen, was die Patienten stark beeinträchtigen kann. Sie erhalten daher Medikamente, welche die Übelkeit und das Erbrechen lindern oder unterdrücken können, sogenannte Antiemetika. Allerdings gibt es derzeit keine einheitlichen Empfehlungen, welche Antiemetika zum Einsatz kommen sollen. Es besteht Forschungsbedarf, welche Substanzen den  größten Einfluss auf Übelkeit und Erbrechen bei den geringsten Nebenwirkungen aufweisen. Ziel dieses systematischen Reviews ist es, Nutzen und Risiken von Antiemetika bei der Behandlung Chemotherapie-verursachter Übelkeit und Erbrechen zu untersuchen und zu vergleichen. Hierzu werden bereits publizierte randomisierte klinische Studien analysiert und in einer systematischen Übersichtsarbeit mit Netzwerk-Metanalyse zusammengefasst. Die komplette Kontrolle über Übelkeit und Erbrechen in den verschiedenen Phasen der Chemotherapie stehen dabei im Fokus der Analysen. Darüber hinaus sollen durch die Auswertung der Anzahl der Sterbefälle und der an unerwünschten Ereignissen die Risiken des Einsatzes von Antiemetika abgeschätzt werden. Die Ergebnisse werden anschließend publiziert und können somit rasch in neue Behandlungskonzepte für den Patienten übertragen werden.

Abgeschlossen

Der nächste Schritt in der evidenzbasierten Schizophreniebehandlung. Individualisierung der Behandlung für wichtige Patientensubgruppen mittels Netzwerkmetaanalyse

Förderkennzeichen: 01KG1508
Gesamte Fördersumme: 124.269 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2017
Projektleitung: Prof. Dr. Stefan Leucht
Adresse: Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Ismaninger Str. 22
81675 München

Der nächste Schritt in der evidenzbasierten Schizophreniebehandlung. Individualisierung der Behandlung für wichtige Patientensubgruppen mittels Netzwerkmetaanalyse

Ziel des Vorhabens ist es, einen systematischen Review mit Netzwerkmetaanalyse über Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Antipsychotika bei wichtigen Subgruppen von Patienten mit Schizophrenie zu erstellen. In diese Untersuchung werden randomisiert-kontrollierte Studien über diese Subgruppen eingeschlossen. Die Ergebnisse für diese Subgruppen werden mit den Effekten in der Gesamtgruppe schizophrener Patienten verglichen. Zahlreiche Wirksamkeits- und Nebenwirkungsparameter sollen untersucht werden. Diese umfassen: Symptomatik der Schizophrenie gemessen mit ausreichend validierten Rating-Skalen (z.B. Positive and Negative Syndrome Scale (PANSS) oder Brief Psychiatric Rating Scale (BPRS); Klinisch relevantes Ansprechen auf die Therapie; Rückfall und Rehospitalisierung; Positivsymptome und Negativsymptome; Anzahl an Patienten, die das Vollbild einer Schizophrenie entwickeln (bei Subgruppen mit schizophrenem Prodrom); Substanzabusus (bei Subgruppen mit komorbidem Substanzmißbrauch); Studienabbruch aus irgendeinem Grund; Nebenwirkungen (allgemeine und spezifische); Subjektives Wohlbefinden und Lebensqualität; Soziale Funktionsfähigkeit. Der Ablauf des systematischen Reviews erfolgt nach folgendem Arbeitsplan: 1. Erstellung des Protokolls; 2. Veröffentlichung des Protokolls in PROSPERO; 3. Systematische Literaturrecherche; 4. Entscheidung über den Studieneinschluss unabhängig durch zwei Reviewer; 5. Datenextraktion (2 Reviewer unabhängig); 6. Anfrage bei Herstellerfirmen von Antipsychotika und Originalautoren nach fehlenden Daten; 7. Metaanalytische Berechnungen; 8. Schreiben des Reviews und Einreichung bei entsprechenden medizinischen Fachzeitschriften; 9. Peer-Review durch Fachzeitschrift, bei der die Übersichtsarbeit eingereicht wird; 10. Einarbeitung der Reviewerkommentare und Veröffentlichung.

Abgeschlossen

Medikamenten-Absetz-Studien: Eine systematische Untersuchung der Studiendesigns

Förderkennzeichen: 01KG1507
Gesamte Fördersumme: 105.076 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2018
Projektleitung: Prof. Dr. Norbert Donner-Banzhoff
Adresse: Philipps-Universität Marburg, Fachbereich Medizin - Medizin und Universitätsklinikum, Allgemeinmedizin, Präventive- und Rehabilitative Medizin
Karl-von-Frisch Str. 4
35043 Marburg

Medikamenten-Absetz-Studien: Eine systematische Untersuchung der Studiendesigns

Der geeignete Beginn einer Behandlung wird für jedes neue Medikament umfassend untersucht. Die Fragen nach dem "Ob" und dem "Wann" der Beendigung einer solchen Behandlung wird jedoch wissenschaftlich sehr selten untersucht. Zulassungsbehörden und erst recht kommerzielle Anbieter haben daran bisher kaum Interesse gezeigt. Dabei sind diese Fragen in unserer alternden Bevölkerung besonders relevant: es gibt immer mehr kranke Menschen, die häufig und über lange Zeit Medikamente einnehmen. Es gibt bisher jedoch nur wenige Studien, die die Beendigung einer Therapie systematisch untersucht haben. Zudem bestehen zahlreiche methodische Unsicherheiten in Bezug auf Studiendesign und Auswertung. Es besteht also noch Forschungsbedarf, damit neue Behandlungskonzepte schneller den Patientinnen und Patienten zugute kommen. Ziel dieses Projektes ist die systematische Aufarbeitung vorhandener Studien zum Thema "Beendigung einer medikamentösen Therapie". Zunächst wird eine Suchstrategie für die verschiedenen Datenbanken erarbeitet und getestet. Die mit Hilfe der finalen Suchstrategie identifizierten Studien werden von zwei unabhängigen wissenschaftlichen Mitarbeitenden überprüft und bewertet. An die Identifikation der einzuschließenden Studien schließt sich eine zehnmonatige Auswertungsphase an. Am Projektende soll ein methodisches Konzept für klinische Studien zu diesem Thema erarbeitet werden. An diesem Konzept können sich zukünftig Studienleiterinnen und Studienleiter bei der Planung, Durchführung und statistischen Auswertung ihrer Studien orientieren.

Abgeschlossen

Systematischer Review der Beziehung von Dosis und Wirkung bei kognitiver Verhaltenstherapie von depressiven Patienten

Förderkennzeichen: 01KG1506
Gesamte Fördersumme: 132.055 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2017
Projektleitung: Dr. Markus Kösters
Adresse: Universität Ulm, Universitätsklinikum, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II
Ludwig-Heilmeyer-Str. 2
89312 Günzburg

Systematischer Review der Beziehung von Dosis und Wirkung bei kognitiver Verhaltenstherapie von depressiven Patienten

Nahezu alle evidenzbasierten Leitlinien sprechen eine Empfehlung für Psychotherapie in der Depressionsbehandlung aus. Gleichzeitig gibt es jedoch nur wenig und widersprüchliche Evidenz, welche Dauer eine Psychotherapie haben sollte. Das Ziel dieses Vorhabens ist, mit Hilfe eines systematischen Reviews die Dosis-Wirkungsbeziehung in der kognitiven Verhaltenstherapie (CBT) in der Depressionsbehandlung zu untersuchen und gegebenenfalls eine Therapiedauer zu bestimmen, die die höchste Wahrscheinlichkeit eines Therapieerfolgs besitzt. Eine Patientenvertreterin, die an der Protokollerstellung beteiligt sein und die Patientenrelevanz der eingeschlossenen Studien beurteilen wird, soll die Patientenrelevanz des Vorhabens überprüfen. Der systematische Review schließt randomisierte kontrollierte Studien ein, die die Effektivität von CBT bei depressiven Patienten im Vergleich zur Standardtherapie oder einer anderen Therapie untersucht haben. Das primäre Outcome stellt die Symptomverbesserung auf validierten Depressionsskalen dar. Die Studien werden durch eine Suche in den wichtigsten medizinischen Fachdatenbanken identifiziert. Diese Suche wird durch eine Handsuche der relevanten Studien ergänzt. Zwei Autoren beurteilen unabhängig die Studienqualität mit Hilfe des Cochrane Risk of Bias Instruments. Eine Patientenvertreterin wird eine Stichprobe von Studien hinsichtlich ihrer Relevanz für die Patienten strukturiert erfassen und beurteilen. Die Daten werden mit Hilfe kürzlich entwickelter multivariater metaanalytischer Methoden analysiert, die eine Modellierung nichtlinearer Zusammenhänge sowie das Einbeziehen multipler Messzeitpunkte erlauben. Die Analysen werden dabei zweistufig ausgeführt: Im ersten Schritt wird die Dosis-Wirkungsbeziehung innerhalb einer Studie geschätzt, im zweiten Schritt werden die Studien dann in einer multivariaten Metaanalyse aggregiert. Dabei werden potentielle Effektmoderatoren in das Modell integriert.

Abgeschlossen

Systematisches Review mit Metaanalyse: Erhöhen Antipsychotika der zweiten Generation die Mortalität und das Risiko für schwere unerwünschte Ereignisse?

Förderkennzeichen: 01KG1505
Gesamte Fördersumme: 119.993 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2017
Projektleitung: Prof. Dr. Stefan Leucht
Adresse: Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Ismaninger Str. 22
81675 München

Systematisches Review mit Metaanalyse: Erhöhen Antipsychotika der zweiten Generation die Mortalität und das Risiko für schwere unerwünschte Ereignisse?

Es wird eine systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse über randomisiert-kontrollierte Doppelblindstudien erstellt, in denen Antipsychotika der zweiten Generation mit Placebo verglichen wurden. Outcomes sind Mortalität (natürliche und unnatürliche Todesursachen) und schwere unerwünschte Wirkungen. Nachdem diese Outcomes weitgehend unabhängig von den zugrundeliegenden Erkrankungen der Patienten sein sollten, werden alle randomisierten, placebo-kontrollierten Studien unabhängig von der genauen Diagnose der Patienten eingeschlossen. Mit Meta-regressionen und Subgruppenanalysen wird ferner versucht, Faktoren zu identifizieren, die mit einem erhöhten Risiko für solche Ereignisse verbunden sind. Der Ablauf des systematischen Reviews erfolgt nach folgendem Arbeitsplan: 1. Erstellung des Protokolls; 2. Veröffentlichung des Protokolls in PROSPERO; 3. Systematische Literaturrecherche; 4. Entscheidung über den Studieneinschluss unabhängig durch zwei Reviewer; 5. Datenextraktion (2 Reviewer unabhängig); 6. Anfrage bei Herstellerfirmen von Antipsychotika und Originalautoren nach fehlenden Daten; 7. Metaanalytische Berechnungen; 8. Schreiben des Reviews und Einreichung bei entsprechenden medizinischen Fachzeitschriften; 9. Peer-Review durch Fachzeitschrift, bei der die Übersichtsarbeit eingereicht wird und 10. Einarbeitung der Reviewerkommentare und Veröffentlichung.

Abgeschlossen

Adjuvante Bisphosphonate oder RANK-Liganden bei Brustkrebspatienten mit Knochenmetastasen: Ein systematisches Review mit Netzwerk Meta-Analyse

Förderkennzeichen: 01KG1503
Gesamte Fördersumme: 139.850 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2017
Projektleitung: Dr. Nicole Skoetz
Adresse: Universität zu Köln, Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum - Klinik I für Innere Medizin, Cochrane Haematological Malignancies Group
Kerpener Str. 62
50937 Köln

Adjuvante Bisphosphonate oder RANK-Liganden bei Brustkrebspatienten mit Knochenmetastasen: Ein systematisches Review mit Netzwerk Meta-Analyse

Bei Patientinnen mit Brustkrebs treten sehr häufig Metastasen in den Knochen auf, die zu sehr starken Beeinträchtigungen wie Schmerzen und spontanen Frakturen führen können. Diese Komplikationen der Knochenmetastasen können mit Hilfe von verschiedenen Medikamenten gelindert werden - so kommen Substanzen aus der Klasse der Bisphosphonate oder der RANK-Liganden zum Einsatz. Bis heute ist allerdings noch nicht klar, welche dieser Substanzen die beste Therapie mit den geringsten Nebenwirkungen für Frauen mit Brustkrebs und Knochenmetastasen darstellt.  Ziel dieses systematischen Reviews ist es, den Nutzen und mögliche Risiken der Behandlung mit Bisphospohanten und RANK-Liganden in der Therapie von Brustkrebspatientinnen mit Knochenmetastasen zu untersuchen und zu vergleichen. Hierzu werden publizierte randomisierte klinische Studien analysiert und in einer systematischen Übersichtsarbeit mit Netzwerk-Metaanalyse zusammengefasst. Die Effekte der Substanzen auf den besonders bedeutsamen Endpunkt Gesamtüberleben steht dabei im Fokus der Auswertungen. Zudem werden auch die Effekte auf die Komplikationen der Knochenmetastasen wie Schmerzen und Frakturen untersucht. Ergänzt werden diese Analysen durch die Untersuchung der Lebensqualität. Darüber hinaus erlaubt die Auswertung unerwünschter Ereignisse eine Analyse der Risiken. Die Ergebnisse werden anschließend publiziert und können somit rasch in neue Behandlungskonzepte für die Patientinnen übertragen werden.

Abgeschlossen

Erstellung von Cochrane Systematic Reviews zur Effektivität von nicht-pharmakologischen Interventionen zur Linderung von Atemnot bei Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen

Förderkennzeichen: 01KG1502
Gesamte Fördersumme: 143.934 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2018
Projektleitung: Prof. Dr. Claudia Bausewein
Adresse: Klinikum der Universität München, Campus Großhadern, Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin
Marchioninistr. 15
81377 München

Erstellung von Cochrane Systematic Reviews zur Effektivität von nicht-pharmakologischen Interventionen zur Linderung von Atemnot bei Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen

Bereits im Jahr 2009 wurde ein Cochrane Review über die Effektivität nicht-medikamentöser Therapien von Atemnot bei Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen (primärer und sekundärer Lungenkrebs, COPD, Lungenfibrose, Herzinsuffizienz, Motoneuronerkrankung) veröffentlicht. In der Zwischenzeit gibt es jedoch mehr als 50 neue Studien zum Thema. In Absprache mit der zugehörigen Review Group (Pain, Palliative and Supportive Care) soll in diesem Vorhaben nicht nur ein Update des alten Cochrane-Reviews, sondern eine weitere Differenzierung zwischen den verschiedenen Interventionen erarbeitet werden. Es ist geplant, den ursprünglichen Review in vier neue Reviews aufzuteilen: 1) Einzelkomponenten-Interventionen, 2) meditative Bewegungen, 3) psychologische und psychtherapeutische Interventionen und 4) komplexe Interventionen zur Linderung von Atemnot bei Patienten mit fortgeschrittenen Erkrankungen. Um jedoch den großen Überblick und Zusammenhang des Gesamtthemas weiterhin zu gewährleisten, sollen die Ergebnisse der vier Reviews, aber auch bereits bestehender oder geplanter Cochrane Reviews anderer Autoren zum Thema, in einem Overview Review anschaulich zusammengetragen, bewertet und gegenübergestellt werden. Die geplanten Cochrane-Reviews werden alle (quasi-)randomisierten Studien zusammentragen, die nicht-pharmakologische und nicht-invasive Interventionen für Atemnot bei Erwachsenen mit fortgeschrittenen Erkrankungsstadien beschreiben. Die entsprechenden Protokolle werden in enger Zusammenarbeit mit der Cochrane Review Group erstellt und die einzelnen Reviews nach den Richtlinien der Cochrane Collaboration erstellt. Wo möglich, sollen Metaanalysen und Subgruppenanalysen durchgeführt werden. Ziel der geplanten Arbeiten ist es, den aktuellen Wissenstand bezüglich nicht-pharmakologischer Interventionen bei Atemnot so zusammenzutragen, dass den in diesem Bereich tätigen Akteuren eine möglichst übersichtliche, umfassende und vergleichende Beurteilung ermöglicht wird.

Abgeschlossen

Netzwerkmetaanalyse zur Effektivität, Akzeptabilität und Tolerabilität von (typischen und atypischen) Antipsychotika bei Schizophrenie

Förderkennzeichen: 01KG1406
Gesamte Fördersumme: 198.863 EUR
Förderzeitraum: 2014 - 2017
Projektleitung: Prof. Dr. Stefan Leucht
Adresse: Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Ismaninger Str. 22
81675 München

Netzwerkmetaanalyse zur Effektivität, Akzeptabilität und Tolerabilität von (typischen und atypischen) Antipsychotika bei Schizophrenie

Das Ziel des Projektes ist, einen systematischen Review zum Vergleich der Wirksamkeit und Verträglichkeit von 25 Antipsychotika (sowohl Antipsychotika der ersten als auch der zweiten Generation) bei Schizophrenie zu erstellen. Dazu wird eine Netzwerkmetaanalyse durchgeführt, um die Effektstärken der einzelnen Antipsychotika hierarchisch darstellen zu können. Neben direkten Vergleichen aus klinischen Studien kann durch diese Methodik auch die indirekte Evidenz erfasst werden. Die Evidenzhierarchien für Effektivität und Nebenwirkungen der einen einzelnen Antipsychotika können im klinischen Alltag wichtige Entscheidungshilfen bei der Auswahl geeigneter Medikamente bei Schizophrenie sein. Zuerst wird eine systematische elektronische Literaturrecherche in allen relevanten medizinischen Datenbanken durchgeführt und alle randomisierten klinischen Studien identifiziert, die Antipsychotika bei Schizophrenie untersucht haben (sowohl plazebokontrollierte Studien als auch direkte Medikamentenvergleiche). Nach Selektion aller einzuschließenden Studien und Extraktion aller relevanten Daten wird eine Netzwerkmetaanalyse berechnet, um die Effektstärken der einzelnen Antipsychotika hierarchisch darstellen zu können. Primäres Outcome ist die Verbesserung der schizophrenen Symptomatik gemessen mittels verschiedener Rating-Skalen und sekundäre Endpunkte sind das Therapieansprechen, Positiv- und Negativsymptomatik der Schizophrenie, Anzahl der vorzeitigen Studienabbrecher, Nebenwirkungen der Medikamente sowie funktionelle Outcomes wie Lebensqualität. Im Rahmen mehrerer Subgruppenanalysen und Metaregressionen werden unter anderem die Effekte der Medikamentendosierungen und des Schweregrades bei Studieneinschluss auf die Outcomes untersucht.

Abgeschlossen

Intravenöses Eisen versus orales Eisen versus kein Eisen mit oder ohne Erythrozyten-stimulierende Faktoren (ESAs) für Krebspatienten mit Anämie: Ein systematisches Review mit Netzwerkanalyse

Förderkennzeichen: 01KG1405
Gesamte Fördersumme: 179.670 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2017
Projektleitung: Dr. Nicole Skoetz
Adresse: Universität zu Köln, Medizinische Fakultät, Universitätsklinikum - Klinik I für Innere Medizin, Cochrane Haematological Malignancies Group
Kerpener Str. 62
50937 Köln

Intravenöses Eisen versus orales Eisen versus kein Eisen mit oder ohne Erythrozyten-stimulierende Faktoren (ESAs) für Krebspatienten mit Anämie: Ein systematisches Review mit Netzwerkanalyse

Das Hauptziel des Projektes ist es, Nutzen und Risiken der Prävention und Behandlung mit Eisen versus Erythrozyten-stimulierende Faktoren (ESAs) oder einer Kombinationstherapie aus beidem bei Krebspatienten mit Anämie zu vergleichen. Der patienten-relevante Endpunkt Gesamtüberleben steht im Vordergrund dieses systematischen Überblicks. Darüber hinaus erlaubt die Erfassung und Auswertung der Anzahl an Bluttransfusionen, hämatologisches Ansprechen, Studienmortalität und unerwünschter Ereignisse eine Analyse mit der Therapie einhergehenden Vorteile und Risiken. Lebensqualität wird als zusätzlicher Endpunkt aufgenommen, da diese bei anämischen Krebspatienten entscheidend beeinträchtigt sein kann und die Beeinflussbarkeit durch Eisen oder ESAs zu untersuchen ist. Für die Bewertung der relativen Wirksamkeit der Interventionen werden, basierend auf den verfügbaren Daten, eine systematische Übersicht erstellt und eine Netzwerkanalyse durchgeführt. Die relevanten Studien werden durch eine systematische Suche in wissenschaftlichen Literaturdatenbanken identifiziert und anhand vorab definierter Einschlusskriterien auf ihre für die Bewertung der relativen Wirksamkeit der Interventionen, basierend auf den verfügbaren Daten, eine systematische Übersicht erstellt und eine Netzwerkanalyse durchgeführt. Die relevanten Studien werden durch eine systematische Suche in wissenschaftlichen Literaturdatenbanken identifiziert und anhand vorab definierter Einschlusskriterien auf ihre Bedeutsamkeit für die Forschungsfrage durch zwei Projektmitarbeiter unabhängig voneinander ausgewählt. Nach der Bewertung der methodischen Güte erfolgt eine Doppel-Datenextraktion der Studienergebnisse. Ein Statistiker wird die Daten auswerten. Anschließend wird der für das Projekt federführende Wissenschaftler gemeinsam mit den klinischen Experten und dem Statistiker die Ergebnisse interpretieren und deren nationale und internationale Verbreitung gewährleisten.

Abgeschlossen

Vergleichende Wirksamkeit und Akzeptanz von Weiterführungs- und Erhaltungsbehandlungen für chronische Depression: eine systematische Übersichtsarbeit

Förderkennzeichen: 01KG1403
Gesamte Fördersumme: 83.087 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2017
Projektleitung: Dr. Alessa von Wolff
Adresse: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Institut und Poliklinik für Medizinische Psychologie
Martinistr. 52
20251 Hamburg

Vergleichende Wirksamkeit und Akzeptanz von Weiterführungs- und Erhaltungsbehandlungen für chronische Depression: eine systematische Übersichtsarbeit

Das Ziel des Vorhabens ist die Erstellung einer systematischen Übersicht der Wirksamkeit und Akzeptanz der Weiterführungs- und Erhaltungsbehandlungen für chronische Depression, d. h. zu überprüfen a) welche Behandlungen wirksam sind b) ob Wirksamkeitsunterschiede zwischen den Behandlungen existieren und c) welche weiteren Faktoren die Wirksamkeit beeinflussen (moderieren). Relevante Studien werden durch elektronische Datenbankrecherche, Suche in Studienregistern, Handsuche in Fachzeitschriften, Suche in Referenzlisten und durch Kontaktieren von Experten identifiziert. Die Datenselektion- und extraktion wird durch zwei unabhängige Reviewer durchgeführt. Die interne und externe Validität der Studien wird beurteilt. Die Ergebnisse der einzelnen Studien werden mittels Metaanalyse zusammengefasst. Die relative Wirksamkeit der Behandlungen wird mittels Netzwerk-Metaanalyse untersucht, wobei die Gesamtheit der vorhandenen direkten und indirekten Evidenz für die Schätzung der Effektgrößen verwendet und die Erstellung einer Wirksamkeits-Rangordnung der Behandlungen ermöglicht wird.

Abgeschlossen

Orale H1 Antihistaminika als ‚add-on‘ Therapie zu topischer Therapie in der Behandlung des atopischen Ekzems

Förderkennzeichen: 01KG1401
Gesamte Fördersumme: 77.852 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2017
Projektleitung: Dr. Dr. Christian Apfelbacher
Adresse: Universität Regensburg, Klinikum - Institut für Epidemiologie und Präventivmedizin, Medizinische Soziologie
Dr.-Gessler-Str. 17
93051 Regensburg

Orale H1 Antihistaminika als ‚add-on‘ Therapie zu topischer Therapie in der Behandlung des atopischen Ekzems

Das atopische Ekzem ist eine in den Industriestaaten häufig auftretende Hautkrankheit. Stark juckende entzündliche Hauterscheinungen stellen das Hauptproblem der Betroffenen dar. Es gibt für das atopische Ekzem keine Heilung, aber eine Reihe von therapeutischen Optionen zur Linderung der Symptome (topische Therapie, Systemtherapie, UV-Therapie). Gesamtziel des Vorhabens ist es, alle Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit von oralen H1-Antihistaminika als Zusatztherapie zu topischer Therapie bei Kindern und Erwachsenen mit atopischem Ekzem systematisch zusammenzustellen und zu analysieren. Nur so kann untersucht werden, inwiefern durch die zusätzliche Einnahme dieser Arzneimittel auch ein zusätzlicher Behandlungseffekt erzielt werden kann.  Dazu werden Studien zur Wirksamkeit und Sicherheit sowohl von sedierenden als auch von nicht-sedierenden oralen H1-Antihistaminika eingeschlossen. Die Ergebnisse der Übersichtsarbeit sollen Eingang in nationale und internationale Leitlinien zur Therapie des atopischen Ekzems finden. Dadurch soll ein Beitrag zur Verbesserung der Evidenzlage für die Therapie des atopischen Ekzems geleistet werden. Eine evidenzbasierte Therapie des atopischen Ekzems kommt sowohl den Patienten in Bezug auf die Verbesserung der Lebensqualität als auch dem Gesundheitswesen in Bezug auf Kosteneinsparungen zu Gute.