Einzelprojekt

SuPerTreat - Personalisierte Behandlungsstrategien für Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren durch Einsatz von molekularen Daten und Künstlicher Intelligenz

Förderkennzeichen: 01KU2013
Fördersumme: 327.452 EUR
Förderzeitraum: 2020 - 2023
Projektleitung: Prof. Dr. Ingeborg Tinhofer-Keilholz
Adresse: Charité - Universitätsmedizin Berlin, Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie
Charitéplatz 1
10117 Berlin

In SuPerTreat soll ein computergestütztes System entwickelt werden, welches eine verbesserte Abschätzung von Prognose und klinischem Verlauf von Patienten und Patientinnen mit Kopf-Hals-Karzinom (KHK) ermöglicht und die Wahl der besten Therapie für individuelle Patienten und Patientinnen in der klinischen Routine unterstützt. Das KHK wurde ausgewählt, da diese Tumorerkrankung trotz zuletzt erzielter Verbesserungen in der klinischen Versorgung nach wie vor eine große therapeutische Herausforderung aufgrund seiner Heterogenität in der molekularen Ausprägung und der Aggressivität im klinischen Verlauf darstellt. Durch die Re-Analyse von Daten zu den molekularen Merkmalen dieser Tumore, die in vorangegangenen Studien des SuPerTreat-Konsortiums erzeugt worden waren, mittels neuer innovativer Methoden der Künstlichen Intelligenz (KI) wollen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Charité das Verständnis der molekularen Heterogenität von KHK verbessern, um robuste prognostische und prädiktive molekulare Marker und Signaturen zu etablieren, die eine verbesserte Risikostratifizierung von KHK Patienten und Patientinnen entsprechend dem projizierten Krankheitsausgang ermöglichen. Auf Grundlage von in silico-Modellen, die mittels computergestützten Simulationen in diesem multizentrischen Datensatz entwickelt und validiert wurden, soll ein rechnerbasiertes Auswahlsystem für die wirksamste, individuell zugeschnittene Behandlung entwickelt werden. Neben der klinischen Validierung dieses Systems sollen in SuPerTreat die ethischen Dimensionen eines solchen Ansatzes einer Big Data- und KI-basierten personalisierter Medizin untersucht werden. Das Vorhaben ist Teil des transnationalen Verbundprojekts "SuPerTreat" der Förderinitiative "ERA-PerMed". Der Verbund "SuPerTreat" wird durch eine italienische Arbeitsgruppe koordiniert und hat insgesamt sechs Projektpartner.