Einzelprojekt

Populationsbasiertes Gebärmutterhalskrebs-Screening und Präventionsansätze in Indonesien

Förderkennzeichen: 01KA2104
Fördersumme: 239.807 EUR
Förderzeitraum: 2021 - 2023
Projektleitung: Prof. Dr. Jörg Haier
Adresse: Medizinische Hochschule Hannover, Comprehensive Cancer Center Hannover
Carl-Neuberg-Str. 1
30625 Hannover

Die "Deutsche Allianz für globale Gesundheitsforschung" (GLOHRA) setzt sich für den Ausbau der standort- und disziplinübergreifenden Zusammenarbeit und die wissenschaftliche Nachwuchsförderung im Bereich der Globalen Gesundheit ein. Zu diesem Zweck werden im Rahmen der GLOHRA innovative sektorübergreifende und interdisziplinäre Projekte sowie Global Health Fellowships gefördert. Gebärmutterhalskrebs ist weltweit die vierthäufigste Krebsart bei Frauen, zumeist verursacht durch eine Infektion mit Humanem Papilloma Virus (HPV). Gleichzeitig ist Gebärmutterhalskrebs eine der wenigen Krebsarten, die sich präventiv verhindern lassen. Die Prävention beruht auf zwei wesentlichen Säulen: Screening und Impfung. Die Weltgesundheitsorganisation hat sich zum Ziel gesetzt, dass 70% aller weiblichen Erwachsenen eine Früherkennungsuntersuchung erhalten sollen, aber in Ländern mit mittlerem und niedrigem Einkommen wie Indonesien bestehen noch Schwierigkeiten bei der Umsetzung. Das sektorenübergreifende Projekt IndoCerCa verfolgt das Ziel klinisch-effektive, kostengünstige und von der Zielgruppe akzeptierte Strategien zur Elimination von Gebärmutterhalskrebs in der Provinz Yogyakarte in Indonesien zu etablieren. Dafür werden mögliche Implementierungsbarrieren und wichtige Aspekte, wie die spezifische Akzeptanz und den Zugang zur Versorgung vor allem von vulnerablen Gruppen, bei der Einführung von HPV-Selbsttests in Indonesien analysiert. Zentrales Teilprojekt ist eine klinische Studie mit 2.000 Frauen, in der zwei verschiedene Techniken zu HPV- Selbsttests verglichen werden.