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Demenz: Wenn das Gehirn erkrankt …

Die „Woche der Demenz“ findet vom 18. bis zum 24. September statt. Die Allianz für Menschen mit Demenz rückt mit dieser Woche ein Thema in den Fokus, das uns alle angeht. Denn eine Demenz-Erkrankung kann jeden treffen.

Ein Pfleger hilft einer älteren Dame eine Strickjacke anzuziehen.

DLR Projektträger / BMBF

Wenn Vergesslichkeit zur Krankheit wird, leiden nicht nur die Betroffenen. Eine Demenz-Erkrankung fordert auch das familiäre und soziale Umfeld heraus: Welche Hilfe wünschen sich Menschen mit Demenz? Wie können sie diese Wünsche äußern? Und wer unterstützt die Angehörigen, die Pflegenden?

Fragen wie diese beschäftigen viele Familien, wenn eine ihnen nahestehende Person erkrankt. Nicht immer stoßen sie damit auf Verständnis und erhalten die Hilfe, die sie benötigen. Denn obwohl schätzungsweise 1,6 Millionen Menschen in Deutschland unter einer Demenz leiden, findet das Thema vielerorts nicht genug Beachtung.

Die „Woche der Demenz“, die heute am 18. September beginnt, will das ändern. Sie wurde von der Allianz für Menschen mit Demenz ins Leben gerufen, um auf das Thema aufmerksam zu machen und das Verständnis und die Unterstützung für die Betroffenen und ihre pflegenden Angehörigen zu erhöhen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung ist Gestaltungspartner der Allianz für Menschen mit Demenz, die Teil der Demografiestrategie der Bundesregierung ist.

Eingebettet in die Woche ist der „Welt-Alzheimer-Tag“, der bereits 1994 von der Dachorganisation Alzheimer’s Disease International (London) und der Weltgesundheitsbehörde initiiert wurde – und seitdem jährlich am 21. September stattfindet.

Forschung zu Demenz-Erkrankungen

Das BMBF fördert die Forschung zur Demenz in vielen Bereichen – von der Aufklärung der Krankheitsmechanismen über die Entwicklung von Diagnose- und Therapiemöglichkeiten bis zur Verbesserung der Patientenversorgung.

Ein großer Schwerpunkt der Forschung am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) liegt auf der Demenzforschung. Hier arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler deutschlandweit an neun Standorten zusammen. Im Jahr 2016 stellte das BMBF hierfür 78,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Darüber hinaus engagiert sich das BMBF auch zunehmend in internationalen Kooperationsprojekten. Forschungsprojekte mit Bezug zur Demenz fördert das BMBF zudem nicht nur im Rahmen der Gesundheitsforschung, sondern beispielsweise auch im Förderbereich zu „Mensch-Technik-Interaktionen im demographischen Wandel“.