Verbund

GUTMOM - Fettleibigkeit und kognitive Veränderungen in den Nachkommen

Im internationalen Verbund „GUTMOM“ haben sich Partner aus Italien, Spanien, Deutsch­land und Holland zusammengeschlossen, um die Folgen von frühkindlichem Stress und mütterlichem Übergewicht auf die geistige Leistungsfähigkeit der Kinder zu untersuchen. Sie erforschen am Tiermodell und am Menschen, inwiefern Stress und mütterliches Übergewicht das Darm-Mikrobiom der Nachkommen beeinflusst und wie sich dies auf die Entwicklung der kognitiven Funktionen und die Leistungsfähigkeit in späteren Lebensphasen auswirkt. Langfristig kann dieses neue Wissen dazu beitragen, durch Ernährungsempfehlungen oder gezielte Nahrungsergänzungsmittel eine gesunde geistige Entwicklung von Kindern zu fördern.

Teilprojekte

Einfluss der Darmflora und Prävention durch Nahrungsergänzungsmittel

Förderkennzeichen: 01EA1805
Gesamte Fördersumme: 217.797 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Prof. Mathias Schmidt
Adresse: Max-Planck-Institut für Psychiatrie
Kraepelinstr. 2-10
80804 München

Einfluss der Darmflora und Prävention durch Nahrungsergänzungsmittel

Das Vorhaben ist Teil des europäischen Verbundprojekts "GUTMOM", in dem der Einfluss der frühkindlichen Entwicklungsphase auf das Darm-Mikrobiom und die kognitive Entwicklung untersucht wird. Das deutsche Teilprojekt leistet einen Beitrag für das Arbeitspaket 3 (WP3), in dem ein Modell für Fettleibigkeit der Mutter in der Maus mit einem etablierten Modell für ELS kombiniert wird. Es wird untersucht, ob es einen bleibenden Effekt der Kombination der beiden Risikofaktoren (mütterlicher Fettleibigkeit und frühkindlicher Stress) auf das Mikrobiom und Metabolom der Nachkommen gibt. Zudem soll herausgefunden werden, ob diese Veränderungen im Darm mit neuroendokrinen oder kognitiven Veränderungen korrelieren. In WP4 soll dann versucht werden, mittels Nahrungsergänzung durch Docosahexaensäure (DHA) die negativen Effekte von mütterlicher Fettleibigkeit und frühkindlichem Stress zu revidieren.