Teilprojekt eines Verbundes

HEROS - Paternal RNA-vermittelte epigenetische Vererbung von Stoffwechselstörungen: Einfluss des Gewichtsverlusts auf das Spermienepitranscriptom des Menschen

Förderkennzeichen: 01EA1903
Fördersumme: 390.874 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Mark Helm
Adresse: Johannes Gutenberg-Universität Mainz, FB 09 Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften, Institut für Pharmazie und Biochemie
Johann-Joachim-Becherweg 30
55128 Mainz

Das Verbundprojekt mit seinen drei internationalen Partnern befasst sich mit der epigenetischen Transmission von erworbener Fettleibigkeit auf Nachfahren. Speziell geht es um die molekularen Grundlagen der Vererbung von fettleibigen Männern auf ihre Nachkommen mittels RNA in den Spermien als epigenetischem Vektor. Das molekulare Objekt der Untersuchungen sind in Spermien enthaltenen RNAs. Laut unserer Arbeitshypothese, welche auf starken Indizien aus Versuchen in Mäusen basiert, sind für eine epigenetische Vererbung von Fettleibigkeit (und ggf. assoziierten Gesundheitsrisiken wie etwa Diabetis Typ II) die einzelnen RNAs (definiert durch Länge und Sequenz), insbesondere aber deren Modifikationsmuster verantwortlich. Daher werden in diesem Projekt die RNAs (einschließlich Modifikationsmuster) aus Spermien Fettleibiger mit denen normal gewichtiger Männer verglichen. Entsprechende Spermaproben stammen aus klinischen Kohorten, zu denen die Partnerlabore in Frankreich und Spanien Zugang haben. Aus diesen Proben werden RNAs isoliert, sequenziert, und einer globalen, quantitativen Modifikationsanalyse unterzogen. Basierend auf den Ergebnissen werden speziell angepasste Sequenziermethoden ausgewählt, und zur Detektion und Quantifizierung bestimmter Modifikationen in definierten RNA Spezies angewandt. Die Arbeitsgruppe aus Mainz ist hauptverantwortlich für die experimentelle Bestimmung der Epitranscriptom-Signator von Spermien fettleibiger Männer und die Modifikationsanalyse der RNA.