Verbund

PREcisE

Ein gesundheitsfördernder Lebensstil trägt maßgeblich dazu bei, Gesundheit und Wohlbefinden zu erhalten. Neben ausreichender körperlicher Aktivität gehört hierzu auch eine ausgewogene Ernährung. Trotz der Möglichkeiten der Humangenomforschung und den modernen Methoden der Ernährungserhebung ist es jedoch schwierig, Schlüsselmechanismen zu identifizieren, über die die Ernährung die Gesundheit beeinflusst. Die Erforschung der epigenetischen Veränderungen der DNA, die durch bestimmte Ernährungsweisen entstehen, kann helfen diese Mechanismen aufzuklären.

In dem transnationalen Verbund NUTRIPROGRAM haben sich Partner aus Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien, Frankreich, Spanien und Australien zusammen getan. Es soll untersucht werden, zu welchen epigenetischen Veränderungen der kindlichen DNA mütterliche Störungen in der Regulation des Blutzuckerspiegels während der Schwangerschaft (z.B. Schwangerschaftsdiabetes) führen. Außerdem soll geklärt werden, ob und wie dies ursächlich dazu beiträgt, dass die entsprechenden Kinder im weiteren Lebensverlauf ebenfalls ein erhöhtes Risiko für Übergewicht, Typ 2 Diabetes und damit einhergehende Erkrankungen aufweisen. Eine weitere Fragestellung ist, ob die identifizierten epigenetischen Veränderungen durch bestimmte Ernährungsmuster während der Schwangerschaft oder in der frühen Kindheit veränderbar sind. Die Arbeiten im Verbund sollen so die wissenschaftlichen Grundlagen für die Entwicklung von Interventionsstrategien zur generationenübergreifenden Prävention von Übergewicht, Typ2 Diabetes und damit einhergehenden Erkrankungen stärken.

Teilprojekte

Ein Nutri-epigenetischer Ansatz zur Erforschung der Mutter-Kind-Transmission von Übergewicht und gestörtem Glukosestoffwechsel

Förderkennzeichen: 01EA1905
Gesamte Fördersumme: 365.127 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: PD Dr. Sandra Hummel
Adresse: Forschergruppe Diabetes e.V., Institut für Diabetesforschung
Ingolstädter Landstr. 1
85764 Oberschleißheim

Ein Nutri-epigenetischer Ansatz zur Erforschung der Mutter-Kind-Transmission von Übergewicht und gestörtem Glukosestoffwechsel

PREcisE ist ein transnationales Verbundvorhaben, das ein besseres Verständnis des Einflusses einer Überernährung während der Schwangerschaft durch erhöhte maternale Blutglukose-Werte auf die langfristige Gesundheitsentwicklung der Kinder zum Ziel hat. Im Speziellen soll im Rahmen des PREcisE Projektes untersucht werden, ob die mütterliche Hyperglykämie zu epigenetischen Veränderungen bei den Nachkommen führt, ob diese durch prä- oder postnatale Ernährungsmuster (mit Fokus auf das inflammatorische Potential und die glykämische Last der Ernährung) veränderbar sind, sowie deren Einfluss auf die langfristige gesundheitliche Entwicklung der Nachkommen überprüfen. Damit sollen die wissenschaftlichen Grundlagen für die Entwicklung von Interventionsstrategien zur transgenerationalen Bekämpfung von Übergewicht, Typ 2 Diabetes und damit assoziierten Erkrankungen gestärkt werden. Das Teilprojekt wird sich insbesondere mit der Frage beschäftigen, ob es eine Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen mütterlichen Blutglukosewerten während der Schwangerschaft und dem Epigenom der Nachkommen gibt. Außerdem soll überprüft werden, ob prä- und/oder postnatale Ernährungsmuster das Epigenom von Kindern mit in-utero Exposition gegenüber erhöhten Blutglukosewerten beeinflussen.