Teilprojekt eines Verbundes

Intervention von Nahrungsmittelallergien durch Aufnahme von Pektin, und Einfluss Pektin-reicher Nahrung auf die intestinale Mikrobiota, das bakterielle Metabolom und die Epigenetik

Förderkennzeichen: 01EA1901
Fördersumme: 240.862 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Stefan Vieths
Adresse: Paul-Ehrlich-Institut Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel
Paul-Ehrlich-Str. 51-59
63225 Langen

Die Entstehung und Ausprägung von Nahrungsmittelallergien wird durch die genetische Prädisposition als auch durch vielfältige Umweltfaktoren, und damit auch durch das Ernährungsverhalten bestimmt. Eine veränderte Ernährung kann sich dabei in einer Dysbiose der Mikrobiota des Verdauungsapparates auswirken, was in einer veränderten Produktion bakterieller Metabolite (Stoffwechselprodukte) resultiert und epigenetische Veränderung in den Körperzellen bewirken kann. Epigenetische Mechanismen wiederum sind in die Regulation der Immunantwort involviert. So konnte im Mausmodell der präventive Effekt von Pektin auf respiratorische Allergien gezeigt werden. In diesem Projekt soll in einer präklinischen und klinischen Studie der Einfluss von Pektinen auf die Nahrungsmittelallergie untersucht werden, wobei die nsLTP-vermittelte Pfirsichallergie dabei als Modell dient. Neben dem zugrunde liegenden Mechanismus der Immunmodulation beinhaltet das Projekt die integrative Analyse des epigenetischen, mikrobiomischen, metabolomischen und immunologischen Profils. In dem Projekt soll das Verständnis des Zusammenspiels von präbiotischen Nahrungsmittelkomponenten, der Zusammensetzung der intestinalen Mikrobiota, deren Metabolite und die durch epigenetische Veränderungen hervorgerufene Immunmodulation verbessert werden.