Fördermaßnahme

Modul IIIc: Interdisziplinäre Summer Schools in der Systemmedizin

Veröffentlichung der Bekanntmachung: 2014, 2016 und 2017
Förderzeitraum: 2016 - 2020
Gesamte Fördersumme: bis zu 0,5 Mio. Euro
Anzahl der Projekte: 11 Einzelprojekte

1. Ziele der Fördermaßnahme

In den Summer Schools soll jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine konzentrierte, intensive Weiterbildung im Bereich der Systemmedizin ermöglicht werden. Forschende verschiedener Fachdisziplinen können während oder nach ihrer naturwissenschaftlichen Promotion bzw. während oder nach ihrer Facharztausbildung an den Summer Schools teilnehmen. Durch die Summer Schools soll eine Annäherung zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen gefördert und eine zusätzliche Qualifizierung der Teilnehmenden für wissenschaftliches Arbeiten im Bereich der Systemmedizin erreicht werden.
Summer Schools können in Kooperation mit ausländischen, bevorzugt europäischen Einrichtungen ausgetragen werden. Dabei ist es möglich, einen Teil der Veranstaltung an einer ausländischen Einrichtung durchzuführen.

2. Stand der Fördermaßnahme

In den vergangenen drei Runden der Bekanntmachung wurden elf interdisziplinäre Summer Schools zur Systemmedizin gefördert mit einem Gesamtvolumen von rund 521.000 Euro.

Einzelprojekte

LipoSysMed - Integration umfangreicher Lipidomics-Daten in die systemmedizinische Forschung

Förderkennzeichen: 01ZX1806
Gesamte Fördersumme: 44.984 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2019
Projektleitung: Dr. Maria Fedorova
Adresse: Universität Leipzig, Fakultät für Chemie und Mineralogie, Institut für Bioanalytische Chemie, AG Ultrasensitive Proteindetektion
Deutscher Platz 5
04103 Leipzig

LipoSysMed - Integration umfangreicher Lipidomics-Daten in die systemmedizinische Forschung

Die Summer School zur "Integration umfangreicher Lipidomics-Daten in die Systemmedizinische Forschung (LipoSysMed)" stellt Bereiche der Biochemie, klinischer Signifikanz und die Anwendung von analytischen und computergestützten Methoden im Bereich der Lipidomanalyse in den Mittelpunkt. Junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit massenspektrometrisch generierten Omics-Daten arbeiten wollen, sollen in Lipidomics-Arbeitsabläufe eingeführt werden. Den Teilnehmenden werden Aspekte beginnend bei klinischer Signifikanz, über die Probenerhebung bis hin zu Extraktionsstrategien und der Datenakquise sowie analytische Techniken näher gebracht. LipoSysMed ist als Bildungs- und Schulungsveranstaltung gedacht, basierend auf dem interdisziplinären Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Biochemie, analytischer Chemie und Computerwissenschaften sowie Ärztinnen und Ärzten. Sie zielt darauf, den Teilnehmenden einen kompletten Überblick über den derzeitigen Stand von Lipidomanalysestrategien und Lösungen zur Datenintegration zu verschaffen.

ForCeHLSByMed - Sommerakademie zur Vernetzung von Nachwuchswissenschaftlern aus der Systembiologie, molekularer Diagnostik und medizinischer Statistik und Informatik

Förderkennzeichen: 01ZX1804
Gesamte Fördersumme: 21.217 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Harald Binder
Adresse: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Medizinische Fakultät, Institut für Medizinische Biometrie und Statistik
Stefan-Meier-Str. 26
79104 Freiburg

ForCeHLSByMed - Sommerakademie zur Vernetzung von Nachwuchswissenschaftlern aus der Systembiologie, molekularer Diagnostik und medizinischer Statistik und Informatik

In unserer Sommerakademie "Forging Trails from Cells to Hospitals – Linking Systems Biology and Precision Medicine in the Black Forest" werden 20 Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus dem Bereich der Medizinwissenschaften sowie der Systembiologie die Gelegenheit haben, ihre Arbeit vorzustellen und sich untereinander sowie mit neun eingeladenen Experten, deren Forschungsgebiet an der Schnittstelle von Systembiologie, Präzisionsmedizin und medizinischer Statistik und Informatik liegt, auszutauschen. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung der systemmedizinische Forschungsagenda der Teilnehmer. So werden wir die Verbindungen zwischen medizinischer Forschung und Systembiologie stärken, um Wege zu bahnen, auf denen das auf zellulärer Ebene gewonnene Wissen verstärkt in die Anwendungen in der Klinik übertragen wird. Die neun eingeladenen Experten aus unterschiedlichen Bereichen der Systemmedizin werden in Ihren Vorlesungen aktuelle und interdisziplinäre systemmedizinische Ansätze vorstellen.

ConISyM - Konvergieren der Bildgebung und Systemmedizin

Förderkennzeichen: 01ZX1803
Gesamte Fördersumme: 49.913 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Bernd J. Pichler
Adresse: Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät, Klinik für Radiologie, Labor für Präklinische Bildgebung und Bildgebungstechnologie
Röntgenweg 13
72076 Tübingen

ConISyM - Konvergieren der Bildgebung und Systemmedizin

Die einzelnen Bereiche in der diagnostischen Medizin (multiparametrische Bildgebung, flüssige Biomarker, Omics, Bioinformatik, Systemmodellierung and Systembiologie) haben sich sehr stark in Bezug auf Präzision, Anwendbarkeit, Reproduzierbarkeit und Quantifizierung weiterentwickelt. Heutzutage können nicht-invasive Bildgebungsverfahren für eine initiale Krankheitsdiagnose, Stadienbestimmung, Stratifizierung oder Therapieüberwachung verwendet werden. Ein exaktes Tumorprofil kann mithilfe dieser Verfahren auf Basis der funktionellen, molekularen und immunologischen Datensätze erstellt werden, welche zeitlich und räumlich korrelierte, quantitative, multiparametrische Informationen liefern. Diese Daten müssen jedoch mit den Ergebnissen weiterer diagnostischer Verfahren (z.B. flüssige Biomarker, Omics) korreliert werden, sodass ein vollständiges Profil des zugrundeliegenden Gewebes erstellt werden kann. Aufgrund der Komplexität der gemessenen Daten und Parameter sind hochentwickelte Datenanalyse-Techniken notwendig, welche die Integration der räumlich und zeitlich aufgelösten Datensätze sicherstellen und die biomedizinische Bedeutung der Daten extrahieren. Die größte Herausforderung in der interdisziplinären Forschung ist derzeit jedoch, dass diese Bereiche als eigenständig angesehen werden und eine Verknüpfung und Integration nur schleppend voran schreitet. Dies ist auch der Tatsache zu schulden, dass nur wenig interdisziplinär trainierte Kollegen in diesen Bereichen verfügbar sind, welche ein fundiertes Wissen in den verschiedenen Disziplinen, Technologien und Modellierungs-Ansätzen der Bildgebung und Systemmedizin vorweisen können. Daher ist der nächste wichtige Schritt, diese eigenständigen Bereiche eng interdisziplinär miteinander zu verbinden. Dies kann mithilfe des interdisziplinären Trainings in der Summer School erfolgen, welches sich genau diesen Punkten widmet und angehende Forschende in diesen Bereichen trainiert.

COME - Kardiovaskuläre Systemmedizin

Förderkennzeichen: 01ZX1802
Gesamte Fördersumme: 50.000 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Tanja Zeller
Adresse: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Universitäres Herzzentrum (UHZ), Klinik und Poliklinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie
Martinistr. 52
20251 Hamburg

COME - Kardiovaskuläre Systemmedizin

Kardiovaskuläre Erkrankungen wie der Herzinfarkt, die Herzschwäche und das Vorhofflimmern sind eine der Haupt-Todesursachen weltweit. Systemmedizinische Ansätze versprechen eine Verbesserung unseres Verständnisses kardiovaskulärer Erkrankungen. Das übergeordnete Ziel der Summer School COME ist, junge Wissenschaftler verschiedener (systemmedizinischer) Disziplinen miteinander in Kontakt zu bringen und deren Zusammenarbeit zu stärken sowie Grundlagen der Systemmedizin von kardiovaskulären Erkrankungen näherzubringen und praktische Hilfestellungen bei der Bearbeitung relevanter Arbeiten zu vermitteln. Die Teilnehmer der Summer School COME erlernen die theoretischen Kenntnisse systemmedizinischer Ansätze und analysieren selbstständig Daten von echten omics- sowie Sequenzierungsanalysen sowie klinische und experimentelle Daten. Der Hauptfokus dieser Analysen liegt auf den drei kardiovaskulären Erkrankungen Herzinfarkt, Herzschwäche und Vorhofflimmern.

CLONE - Onkologische Studien in der Omics, Bioinformatik und Modellierung Ära

Förderkennzeichen: 01ZX1801
Gesamte Fördersumme: 41.500 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2019
Projektleitung: PD Dr Haifa Kathrin Al-Ali
Adresse: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum,Krukenberg-Krebszentrum Halle (KKH)
Ernst-Grube-Str. 40
06120 Halle (Saale)

CLONE - Onkologische Studien in der Omics, Bioinformatik und Modellierung Ära

In der Onkologie besteht ein erheblicher Druck zur Umsetzung der rasanten Entwicklungen in den Omics-Technologien und die darauf basierenden aktuellen Erkenntnisse zu den biologischen Ursachen vieler Tumorerkrankungen für die klinische Versorgung. Der Einsatz der Omics-Technologien führt zu einem Paradigmenwechsel in der onkologischen Studienlandschaft um zielgerichtete Therapien zu entwickeln. Dieser Umbruch ist mit neuen ethischen und rechtlichen Herausforderungen verbunden. Das übergeordnete Ziel der Summer School CLONE ist es den jungen medizinischen und naturwissenschaftlichen Forschungsnachwuchs verschiedener (systemmedizinischer) Disziplinen zu vernetzen, den Austausch und den "Blick auf das Ganze" zu stärken sowie die individualisierte onkologische Medizin näherzubringen indem die Potenziale der Omics-Technologien in der heutigen Krebsmedizin, deren Analyse und Translation in die klinische Forschung und anschließend in die Patientenversorgung dargestellt werden. Die damit verbundenen ethischen und regulatorischen Herausforderungen werden thematisiert. Die Teilnehmer der Summer School CLONE erlernen in Seminaren die theoretische Einführung systemmedizinischer Ansätze und analysieren in Workshops "real world” Daten von Omics, Epidemiologie sowie klinischen Studien. Die Summer School befasst sich mit der Aufgabe, den praktischen Nutzen systemmedizinischer Methoden anhand konkreter Anwendungsfälle im Bereich der Hämatologie (Leukämie) und der "soliden" Onkologie (Pankreaskarzinom) zu demonstrieren.

Abgeschlossen

Systemgenetik von Neurodegeneration: Summer School über Systemmedizin

Förderkennzeichen: 01ZX1704
Gesamte Fördersumme: 57.931 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2018
Projektleitung: Dr. Rupert Overall
Adresse: Technische Universität Dresden, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Zentrum für Regenerative Therapien Dresden (CRTD)
Fetscherstr. 105
01307 Dresden

Systemgenetik von Neurodegeneration: Summer School über Systemmedizin

Obwohl viele Daten über Genexpression und Interaktionen zwischen Genen existieren, ist Wissen über diese Daten und ihre Möglichkeiten nicht weit verbreitet. Um wichtige klinische Probleme wie Neurodegeneration zu lösen, müssen diese Ressourcen in die Hände klinischer Forscher und Kliniker gelangen - die Forscher, die tatsächlich das biologische oder klinische Problem verstehen. Es wird deshalb eine Summer School organisiert, um klinische Forscher und un- oder kaum genutzte genetische Datensätze zusammenzubringen. Das Ziel ist, 25 begabte Wissenschaftler in Arbeitstechniken der Systemgenetik zu trainieren. Damit sollen sie in den Stand versetzt werden, komplexe Probleme, mit denen das Gebiet der neurodegenerativen Erkrankungen konfrontiert ist, lösen zu können und das in der Summer School gewonnene Wissen auch mit Kollegen zu teilen. Das zweite Ziel ist, ein internationales und interdisziplinäres Netzwerk von Klinikern und Forschern aufzubauen, um der Austausch von Daten und Methoden zu fördern.

Abgeschlossen

Sequenzanalyse von krankheitsrelevanter epigenetischer Deregulation

Förderkennzeichen: 01ZX1702
Gesamte Fördersumme: 68.368 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2017
Projektleitung: PD Dr. Karsten Rippe
Adresse: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Forschungsschwerpunkt Funktionelle und Strukturelle Genomforschung, Arbeitsgruppe Genomorganisation und - funktion (B066)
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg

Sequenzanalyse von krankheitsrelevanter epigenetischer Deregulation

Ein wesentlicher Aspekt der pathogenen zellulären Funktionen ist die Deregulation des Epigenoms der Zelle und die damit verbundenen Veränderungen im Transkriptom. Dementsprechend liefern genomweite Karten von epigenetischen Signalen und Genexpressionsprofile aus hochauflösenden Sequenzierungen reichlich Informationen über den Krankheitszustand. Zusätzlich können in der Klinik Wirkstoffe, die Chromatin-modifizierende Enzyme oder Proteine, die epigenetische Signale "lesen", inhibieren, gezielt auf deregulierte epigenetische Signalwege gerichtet werden. Trotz des breiten Spektrums an leistungsfähigen Anwendungen bleibt die funktionale epigenomische Analyse in der Systemmedizin eine anspruchsvolle Aufgabe. Sie bedarf eines Konzepts zur Aquisition experimenteller "multi-readout"-Daten aus einer begrenzten Menge an Patientenprobenmaterial sowie die anschließende Analyse und Integration der Daten. Diese Aufgaben werden in der SEEDED Summer School adressiert werden, um Doktoranden und Postdoktoranden in der Analyse epigenetischer Deregulation mit komplementären "multi-readout"-Datensätzen auszubilden.

Abgeschlossen

CardiOvascular Systems MEdicine Summer School

Förderkennzeichen: 01ZX1701
Gesamte Fördersumme: 50.000 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2017
Projektleitung: Prof. Dr. Tanja Zeller
Adresse: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Universitäres Herzzentrum Hamburg; Klinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie
Martinistr. 52
20251 Hamburg

CardiOvascular Systems MEdicine Summer School

Kardiovaskuläre Erkrankungen wie der Herzinfarkt, die Herzschwäche und das Vorhofflimmern sind eine der Haupt-Todesursachen weltweit. Systemmedizinische Ansätze versprechen eine Verbesserung unseres Verständnisses kardiovaskulärer Erkrankungen. Das übergeordnete Ziel der Summer School COME ist es (i) junge Wissenschaftler verschiedener (system-medizinischer) Disziplinen miteinander in Kontakt zu bringen und deren Zusammenarbeit zu stärken sowie (ii) Grundlagen der Systemmedizin von kardiovaskulären Erkrankungen näherzubringen und praktische Hilfestellungen bei der Bearbeitung relevanter Arbeiten zu vermitteln. Die Teilnehmer der Summer School COME erlernen die theoretischen Kenntnisse systemmedizinischer Ansätze und analysieren in "Hands-on” Veranstaltungen selbstständig "real world” Daten von omics-sowie Sequenzierungsanalysen sowie klinische und experimentelle Daten. Der Hauptfokus dieser Analysen liegt auf den drei kardiovaskulären Erkrankungen Herzinfarkt, Herzschwäche und Vorhofflimmern.