Teilprojekt eines Verbundes

Teilprojekte SPO1, SPO3, SPO4, SPO5, Charité Berlin

Förderkennzeichen: 01EC1408A
Fördersumme: 1.859.722 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Ing. Georg Duda
Adresse: Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Virchow-Klinikum, Julius Wolff Institut
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

Symptomatische und strukturelle Degeneration der lasttragenden Gelenke stellen einen entscheidenden Faktor für den Anstieg der Gesundheitskosten in modernen Volkswirtschaften dar. Osteoarthrose (OA) wird hauptsächlich durch mechanische Überlastung ausgelöst und führt zu pathologischen Veränderungen der Gelenkstrukturen. Biomechanische Faktoren sind dafür bekannt, entscheidende primäre Auslöser von OA sein, während die entzündliche Reaktion ein wichtiges Sekundärphänomen ist. Der direkte Zusammenhang zwischen Beanspruchung einerseits und strukturellen Schäden andererseits sowie zugrunde liegende molekulare Mechanismen, sind weitgehend unbekannt. Der Zusammenschluss von Grundlagenforschung, interventioneller und epidemiologischer Forschung ist interdisziplinär ausgerichtet und umfasst die die führenden Wissenschaftler aus ganz Deutschland. In einem Forschungskonsortium wird angestrebt, den frühen Beginn der mechanisch induzierten OA zu erforschen und gezielt zu modulieren, um letztlich präventive Strategien anbieten zu können. Im Verbund konzentriert sich ein Forschungszweig (OVERLOAD) auf das Verständnis der Entstehung von mechanisch induzierter OA, einschließlich eines epidemiologischen Screening-Ansatzes in Kombination mit Tiermodellen und einer klinischen Validierung. Ein zweiter Forschungszweig (PrevOP) beinhaltet eine klinische Kohortenstudie in Kombination mit entsprechenden Tier- und in vitro-Assessments. Ziel ist es, eine OA Prävention, welche auf einem besseren Verständnis der mechanisch induzierten Osteoarthrose fußt, zu realisieren.  Durch die Kombination epidemiologischer und interventioneller Studien sollen molekulare und bildgebende Marker der frühen OA validiert werden, um Risikopatienten früher zu identifizieren. Mit Hilfe von in vivo und in silico-Methoden soll geprüft werden, ob die Gelenkbelastung frühzeitig moduliert werden kann, um das Fortschreiten von OA zu verzögern oder zu stoppen.