Verbund

BRIDGING-Neue Ansatzpunkte für die diagnostische Stratifizierung und die epidemiologische Überwachung der humanen Brucellose-Molekulare und metabolische Ansatzpunkte bei der Charakterisierung von Brucellose

Brucellose ist eine weltweit verbreitete bakterielle Zoonose. Der Erreger, das Bakterium Brucella, wird durch den Verzehr von nicht pasteurisierter Milch und Milchprodukten oder durch beruflichen Kontakt mit infizierten Tieren auf den Menschen übertragen. Nach einer Anfangsphase mit unspezifischen Symptomen kommt es zu Gelenk- und Gliederschmerzen und mehrwöchigen Fieberschüben. In chronischen Fällen können schwere Gelenk- oder Knochenentzündungen sowie lokalisierte Entzündungen z.B. an Leber und Milz entstehen.

Im Verbund soll mit molekularen, zellulären und systembiologischen Methoden die Auswirkung einer Brucella-Infektion auf das menschliche Immunsystem in Griechenland untersucht werden. Ziel ist es, molekulare Targets zu identifizieren, um langfristig neue diagnostische Verfahren für die Erkennung der Infektionskrankheit zu entwickeln. Letztendlich soll ein Prototyp für einen neuen diagnostischen Nachweis der Brucellose beim Menschen bereitgestellt werden.

Das Vorhaben ist Teil eines deutsch-griechischen Forschungsverbundes. In den bilateralen Vorhaben soll insbesondere die Kooperation von deutschen und griechischen Einrichtungen aus Wissenschaft und Wirtschaft vertieft werden. Von besonderer Bedeutung für die nachhaltige Wirksamkeit der Vorhaben ist dabei die Stärkung des Wissens- und Technologietransfers zur Verwertung der Forschungsleistungen. Spezielles Augenmerk gilt ferner der Einbindung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern auf beiden Seiten, um eine belastbare Basis für eine kontinuierliche Zusammenarbeit zu schaffen.