Verbund

BRIDGING-Neue Ansatzpunkte für die diagnostische Stratifizierung und die epidemiologische Überwachung der humanen Brucellose-Molekulare und metabolische Ansatzpunkte bei der Charakterisierung von Brucellose

Brucellose ist eine weltweit verbreitete bakterielle Zoonose. Der Erreger, das Bakterium Brucella, wird durch den Verzehr von nicht pasteurisierter Milch und Milchprodukten oder durch beruflichen Kontakt mit infizierten Tieren auf den Menschen übertragen. Nach einer Anfangsphase mit unspezifischen Symptomen kommt es zu Gelenk- und Gliederschmerzen und mehrwöchigen Fieberschüben. In chronischen Fällen können schwere Gelenk- oder Knochenentzündungen sowie lokalisierte Entzündungen z.B. an Leber und Milz entstehen.

Im Verbund soll mit molekularen, zellulären und systembiologischen Methoden die Auswirkung einer Brucella-Infektion auf das menschliche Immunsystem in Griechenland untersucht werden. Ziel ist es, molekulare Targets zu identifizieren, um langfristig neue diagnostische Verfahren für die Erkennung der Infektionskrankheit zu entwickeln. Letztendlich soll ein Prototyp für einen neuen diagnostischen Nachweis der Brucellose beim Menschen bereitgestellt werden.

Das Vorhaben ist Teil eines deutsch-griechischen Forschungsverbundes. In den bilateralen Vorhaben soll insbesondere die Kooperation von deutschen und griechischen Einrichtungen aus Wissenschaft und Wirtschaft vertieft werden. Von besonderer Bedeutung für die nachhaltige Wirksamkeit der Vorhaben ist dabei die Stärkung des Wissens- und Technologietransfers zur Verwertung der Forschungsleistungen. Spezielles Augenmerk gilt ferner der Einbindung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern auf beiden Seiten, um eine belastbare Basis für eine kontinuierliche Zusammenarbeit zu schaffen.

Teilprojekte

Teilprojekt Technische Universität Dresden

Förderkennzeichen: 01EI1703A
Gesamte Fördersumme: 164.737 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. med. Triantafyllos Chavakis
Adresse: Technische Universität Dresden, Medizinische Fakultät Carl Gustav Carus, Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin
Helmholzstr. 10
01069 Dresden

Teilprojekt Technische Universität Dresden

Brucellose ist die weltweit am weitesten verbreitete bakterielle Zoonose und eine "neu aufkommende" Zoonose in den EU-Ländern. Jährlich werden über 500.000 Neuerkrankungen gemeldet, die tatsächliche Inzidenz wird jedoch mit Sicherheit stark unterschätzt. Ziel dieses Projektes ist es, deutsche und griechische Wissenschaftler und industrielle Partner mit Erfahrung bei der Entwicklung von neuen diagnostischen Hilfsmitteln zusammenzubringen. Im Konkreten soll durch die Anwendung einer systembiologischen Methode eine Tiefenanalyse der Wirtsreaktion auf Brucellose in einer endemischen Region der EU angestrebt werden. Das Ziel ist es, die transkriptomischen, metabolischen sowie die Zytokin-Signaturen der Brucellose zu untersuchen, um neue diagnostische Ansatzpunkte für die Diagnostik der Krankheit zu liefern.

Teilprojekt Helmholtz Zentrum München

Förderkennzeichen: 01EI1703B
Gesamte Fördersumme: 171.414 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Dr. Ünal Coskun
Adresse: Helmholtz Zentrum München, Institut für die Erforschung Pankreatischer Inselzellen
Tatzberg 47/49
01307 Dresden

Teilprojekt Helmholtz Zentrum München

Brucellose ist die weltweit am weitesten verbreitete bakterielle Zoonose und eine "neu aufkommende" Zoonose in den EU - Ländern. Jährlich werden über 500.000 Neuerkrankungen gemeldet, die tatsächliche Inzidenz wird jedoch mit Sicherheit stark unterschätzt. Ziel dieses Projektes ist es, deutsche und griechische Wissenschaftler und industrielle Partner mit Erfahrung bei der Entwicklung von neuen diagnostischen Hilfsmitteln zusammenzubringen. Lipide spielen eine bedeutende, wenn auch bislang nicht gut untersuchte Rolle bei inflammatorischen Signalwegen. Innerhalb des BRIDGING Konsortiums wird die membranbiochemische und biophysikalische Expertise genutzt um die Veränderungen bzw. Plastizität des zellulären Lipidoms nach Brucella Infektion zu charakterisieren, die molekulare Mechanismen der Lipid-abhängigen Pathogen-Wirt Interaktionen zu studieren und Lipid-Protein Interaktionen als mögliche Kandidaten als molekulare Targets zu identifizieren.