Fördermaßnahme

Kompetenzcluster Ernährungsforschung

Veröffentlichung der Bekanntmachung: 2013
Förderzeitraum: 2015 - 2018
Gesamte Fördersumme: bis zu 21 Mio. Euro
Anzahl der Projekte: Vier Kompetenzcluster, insgesamt 25 Zuwendungsempfänger

Mit dem Förderinstrument „Kompetenzcluster“ will das BMBF die relevanten Kompetenzen von Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der Wirtschaft in ausgewählten Regionen bündeln. Ziel der Kompetenzcluster ist, die Kenntnisse über das Zusammenspiel Mensch-Ernährung zu vertiefen und alltagstaugliche Strategien für eine gesündere Ernährung sowie gesundheitsförderliche Lebensmittel zu entwickeln. Um die Lösungs- und Anwendungsorientierung der Forschung in den Clustern zu stärken, wird besonderer Wert auf die Einbindung der Ernährungswirtschaft und eine interdisziplinäre Bearbeitung der Projekte, z. B. zusammen mit der Informatik oder Geistes- und Sozialwissenschaften gelegt. Neue Forschungsergebnisse und Technologien sollen rascher in die Praxis gelangen. Darüber hinaus sollen die Cluster übergreifende Aktivitäten entwickeln, die zu einem nachhaltigen Zusammenhalt der Strukturen beitragen und insbesondere dem wissenschaftlichen Nachwuchs Perspektiven eröffnen. Damit soll die Ernährungsforschung in Deutschland strukturell gestärkt und ihre interdisziplinäre Ausrichtung und internationale Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden. 

Einzelprojekte

Nachwuchsgruppe PeNut: Personalisierte Ernährung für das Gewichtsmanagement unter Einbeziehung detaillierter Phänotypisierung und eHealth

Förderkennzeichen: 01EA1709
Gesamte Fördersumme: 2.494.053 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2022
Projektleitung: Dr. Christina Holzapfel
Adresse: Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Institut für Ernährungsmedizin
Georg-Brauchle-Ring 60/62
80992 München

Nachwuchsgruppe PeNut: Personalisierte Ernährung für das Gewichtsmanagement unter Einbeziehung detaillierter Phänotypisierung und eHealth

Ziel des Vorhabens ist es, Parameter für eine personalisierte Ernährung zu identifizieren und zu untersuchen. Das Vorhaben besteht im Wesentlichen aus drei Projekten, wobei eine klinische Studie das zentrale Element des Vorhabens darstellt. Ziel der klinischen Studie (Projekt I) ist es, zwei unterschiedliche Kostformen sowie zwei unterschiedliche eHealth-Ansätze zur Gewichtserhaltung nach -reduktion zu vergleichen. Dabei werden Gen-Ernährungs-Interaktionen sowie Prädiktoren und Barrieren für die Gewichtsreduktion und -erhaltung identifiziert und untersucht, um daraus Hinweise für personalisierte Ernährungsempfehlungen ableiten zu können. Zudem werden systematische Literaturarbeiten (Projekt II) zum Thema Gen-Lebensstil-Interaktionen durchgeführt. In einem Survey (Projekt III) wird die Meinung zum Thema "Personalisierte Ernährung" in einer repräsentativen Stichprobe in Deutschland erfasst.

Nachwuchsgruppe NuCo: Humaninterventionsstudien zur Validierung von Ernährungskonzepten

Förderkennzeichen: 01EA1708
Gesamte Fördersumme: 2.663.948 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2022
Projektleitung: Dr. Christine Dawczynski
Adresse: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Biologisch-Pharmazeutische Fakultät, Institut für Ernährungswissenschaften, Ernährungsphysiologie
Dornburger Str. 24
07743 Jena

Nachwuchsgruppe NuCo: Humaninterventionsstudien zur Validierung von Ernährungskonzepten

Humaninterventionsstudien sind ein wesentliches Instrument der translationalen Ernährungsforschung, da direkte Beziehungen zwischen der Ernährung und Biomarkern, Metabolismus und genetischen Faktoren, Geschlecht und Alter sowie Erkrankungen hergestellt werden können. Eine der größten Herausforderungen diesbezüglich ist jedoch die Heterogenität der Studienteilnehmer. Die Nachwuchsgruppe NuCo adressiert daher die folgenden Zielstellungen: 1) Bewertung des Einflusses ausgewählter Faktoren (Alter, Geschlecht, Hintergrunddiät, genetische Disposition, Gesundheits- und Krankheitsstatus) auf die Studienergebnisse als Grundlage für die Entwicklung von Standards zur Durchführung von ernährungsbezogenen Humaninterventionsstudien; 2) Entwicklung und Validierung von Ernährungskonzepten für (i) gesunde Personen mit unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten (Western Diet, Flexitarier, Vegetarier und Veganer) zur Prävention und (ii) für Personen mit Lipidstoffwechselstörungen zur Therapieunterstützung; 3) Implementation innovativer Kommunikationstechnologien (Apps) als Teil des Studiendesigns sowie als Instrument zur Verbreitung der entwickelten Ernährungskonzepte.

Nachwuchsgruppe ProAID: Proteinoxidation als Indikator des Alterungsphänotyps und Target einer individualisierten Ernährungsintervention

Förderkennzeichen: 01EA1706
Gesamte Fördersumme: 2.465.591 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2022
Projektleitung: Dr. Andrea Henze
Adresse: Universität Potsdam, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Institut für Ernährungswissenschaft, Lehrstuhl für Lebensmittelchemie
Arthur-Scheunert-Allee 114 - 116
14558 Nuthetal

Nachwuchsgruppe ProAID: Proteinoxidation als Indikator des Alterungsphänotyps und Target einer individualisierten Ernährungsintervention

Die Forschungsvorhaben der Nachwuchsgruppe basieren auf der Hypothese, dass oxidative Modifikationen körpereigener Proteine sowohl positive als auch negative Effekte der Ernährung auf den individuellen Alterungsprozess und damit verbundene altersbedingte Erkrankungen vermitteln. Es ist daher das Ziel, oxidative Proteinmodifikationen zu identifizieren, die mit dem Alterungsprozess und/ oder altersbedingten Erkrankungen assoziiert sind und deren Bildung auf den Einfluss der Ernährung zurückgeführt werden kann. Aufbauend auf diese Erkenntnisse sollen Ernährungsstrategien entworfen werden, die über diesen Mechanismus den Alterungsprozess individuell beeinflussen können. Die Arbeitsziele der Nachwuchsgruppe werden regelmäßig den aktuellen Erkenntnissen angepasst.