Verbund

nutriCARD: "Kompetenzcluster für Ernährung und kardiovaskuläre Gesundheit"

In den westlichen Industrieländern treten vermehrt Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Folge einer zu kalorien-, salz- und fettreichen Ernährung auf. Studien zeigen, dass bis zu 80% der Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch einen veränderten Lebensstil und angepasste Ernährung verhindert werden könnten. Das Kompetenzcluster „nutriCARD“ möchte daher die Ernährungsgewohnheiten der Bevölkerung nachhaltig verbessern. Hierzu werden herzgesündere Lebensmittel mit reduziertem Gehalt an Fett und Salz entwickelt und vermarktet. Darüber hinaus werden maßgeschneiderte Ernährungsstrategien entwickelt. Diese informieren über die Risiken ungesunder Ernährungsgewohnheiten sowie den Nutzen eines gesunden Ernährungsverhaltens und geben praktische Umsetzungsvorschläge. Dazu schließen sich die Universitäten aus Jena, Halle und Leipzig sowie die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. und das Unternehmen Food GmbH Jena zusammen. Die im Cluster entwickelten Ernährungsstrategien und herzgesünderen Lebensmittel sollen dazu beitragen, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Bevölkerung zu senken. Innerhalb des nutriCARD Clusters findet die Arbeit in drei Clustermodulen (CM) statt und beinhaltet die Herstellung herzgesünderer Lebensmittel (CM1)‚ Untersuchungen zu Wirkmechanismen von Nährstoffen in Atherosklerose-Modellen sowie die Identifizierung, Charakterisierung und Validierung von Biomarkern und Gen-Nährstoff-Interaktionen (CM2) und die Entwicklung von Präventionskonzepten und Strategien zur Verbraucherkommunikation (CM3).

Teilprojekte

Friedrich-Schiller-Universität Jena

Förderkennzeichen: 01EA1808A
Gesamte Fördersumme: 2.176.652 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Stefan Lorkowski
Adresse: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Biologisch-Pharmazeutische Fakultät, Institut für Ernährungswissenschaften
Dornburger Str. 25
07743 Jena

Friedrich-Schiller-Universität Jena

Der Kompetenzcluster für Ernährung und kardiovaskuläre Gesundheit (nutriCARD) Halle-Jena-Leipzig setzt die erfolgreiche Zusammenarbeit der Universitäten Halle, Jena und Leipzig in den Bereichen Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaften, Biomedizin sowie Kommunikations-, Verhaltens- und Wirtschaftswissenschaften weiter fort. Der Kompetenzcluster nutriCARD wird von der Universität Jena koordiniert und adressiert drei Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkte, an denen der Standort Jena beteiligt ist: (1) Entwicklung und Bewertung von reformulierten Lebensmitteln und Strategien zu deren Vermarktung, (2) Durchführung von grundlagenorientierten und translationalen Studien zur Effizienz und Sicherheit von Nährstoffen, Evaluierung von Ernährungskonzepten zur Verbesserung der kardiovaskulären Gesundheit sowie Etablierung und Validierung von Biomarkern, sowie (3) Erarbeitung von Konzepten und Curricula zur Verbesserung der Kommunikation mit Verbrauchern und Bildungsinstitutionen im Bereich Ernährung und Gesundheit. Am Standort Jena wird insbesondere die Bildung von Verbrauchern und die Fortbildung von Multiplikatoren ausgebaut. Die an der Universität Jena im Rahmen von nutriCARD durchgeführten Humanstudien werden sich in der zweiten Förderperiode weiterhin auf kardiovaskuläre Risikofaktoren und Erkrankungen fokussieren, werden jedoch auf eine breitere Basis gestellt, da auch das Diabetesrisiko adressiert wird. Durch die Unterstützung der Universität Jena und des Freistaates Thüringen können in der zweiten Förderphase die Schwerpunkte Humaninterventionsstudien sowie Kommunikation und Bildung intensiviert werden. Das langfristige Ziel des Clusters ist die Verstetigung einer wissenschaftlichen Infrastruktur zu einem Kompetenzzentrum, das die ernährungswissenschaftliche Forschung und die Zusammenarbeit mit der Ernährungsindustrie in Mitteldeutschland vorantreibt und die nationale sowie internationale Sichtbarkeit der Ernährungsforschung in der Region erhöht.

Universität Leipzig

Förderkennzeichen: 01EA1808B
Gesamte Fördersumme: 1.858.378 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Peggy Braun
Adresse: Universität Leipzig, Veterinärmedizinische Fakultät, Institut für Lebensmittelhygiene
An den Tierkliniken 1
04103 Leipzig

Universität Leipzig

Im Kompetenzcluster für Ernährung und kardiovaskuläre Gesundheit (nutriCARD) arbeiten am Standort Leipzig die Bereiche Lebensmittelentwicklung und -sicherheit, Tierernährung, Gesundheitswissenschaften sowie Kommunikations- und Medienwissenschaft zusammen. Das Vorhaben adressiert drei zentrale Schwerpunkte: 1) Entwicklung und Bewertung von reformulierten Lebensmitteln und Strategien zu deren Vermarktung, 2) grundlagenorientierte und translationale Studien im Bereich der Effizienz von Nährstoffen und 3) die Erarbeitung von Konzepten zur Ernährungskommunikation mit unterschiedlichen Multiplikatoren sowie die Verortung des Ernährungsjournalismus. Besonders der Bereich der Kommunikation (Public Relations und Journalismus) wird gegenüber der ersten Förderphase gestärkt und ausgebaut werden. Neben der kommunikations- und medienwissenschaftlichen Auseinandersetzung wird dazu am Standort Leipzig das zentrale Kommunikationsbüro installiert. nutriCARD wird sich auch in der zweiten Förderperiode auf kardiovaskuläre Risikofaktoren und Krankheiten fokussieren, jedoch im Bereich Lebensmittelentwicklung und Kommunikation breiter aufstellen.

Universität Halle-Wittenberg

Förderkennzeichen: 01EA1808C
Gesamte Fördersumme: 1.330.931 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Gabriele Stangl
Adresse: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Naturwissenschaftliche Fakultät III, Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften, Humanernährung
Von-Danckelmann-Platz 2
06120 Halle

Universität Halle-Wittenberg

Der Forschungsschwerpunkt des Standortes Halle befasst sich vor allem mit Fragen der kausalen Wirkungen von Nahrungsinhaltsstoffen auf die kardiometabolische Gesundheit und der Sicherheit von neu entwickelten Lebensmitteln. Projekte zum Vitamin D beschäftigen sich zum einen mit dem Wirkungsvergleich von alimentär zugeführtem und endogen produziertem Vitamin D sowie mit der Sicherheit von Lebensmitteln, die durch UV-Exposition mit Vitamin D angereichert wurden. Ein weiteres Projekt adressiert die Bedeutung des Nahrungsphosphates für die Gesundheit. Mit der zur Verfügung stehenden Technologie der Lebensmittelextrusion können maßgeschneiderte Lebensmittel für Humanstudien und Pilotlebensmittel für die Ernährungswirtschaft produziert werden. Damit wird der Cluster im Bereich der Entwicklung von reformulierten Lebensmitteln und dem Wirksamkeitsnachweis am Menschen maßgeblich gestärkt. Das in Halle verankerte Innovationsbüro unterstützt auch in der zweiten Förderperiode maßgeblich die gemeinsamen Forschungsaktivitäten von Wissenschaft und Wirtschaft und die Weiterentwicklung des aufgebauten regionalen Netzwerkes aus Partnern der Forschungseinrichtungen und der Lebensmittelindustrie.

QMP GmbH

Förderkennzeichen: 01EA1808D
Gesamte Fördersumme: 137.769 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2021
Projektleitung: Dr. Anita Fechner
Adresse: QMP Qualitätsmanagement & Produktentwicklung GmbH Jena
Löbstedter Str. 80
07749 Jena

QMP GmbH

Ziel des Vorhabens der QMP Qualitätsmanagement & Produktentwicklung GmbH Jena ist die Entwicklung fettreduzierter und ballaststoffangereicherter Einzelkomponenten für Convenience-Produkte (drei Backwaren und drei Saucen). Hierzu werden konventionelle Rezepturen so reformuliert, dass zusätzliche Ballaststoffquellen (Ballaststoff-Präparate oder ballaststoffreiche Mehle) eingebracht und gleichzeitig (soweit möglich) fett- bzw. ölhaltige Bestandteile weggelassen werden. Gemeinsam mit ballaststoffangereicherten Wurstwaren (aus der ersten Förderphase von nutriCARD) und anderen bereits bestehenden Produktentwicklungen der QMP GmbH Jena (faser- und proteinangereicherter Burger, Nudeln) werden die neuen Produkte zum Ende des Projektes zu kompletten ballaststoffangereicherten Fertiggerichten zusammengeführt. Diese Gerichte sollen sensorisch mit traditionellen Convenience-Produkten vergleichbar sein. Insbesondere bei Geschmack und Textur (Mundgefühl) sollen keine Veränderungen wahrgenommen werden können. Sie sollen jedoch einen Ballaststoffgehalt von mindestens 3 % oder 6 % und einen reduzierten Fettgehalt (30 % weniger als das Vergleichsprodukt) aufweisen.

Universität Jena

Förderkennzeichen: 01EA1411A
Gesamte Fördersumme: 1.851.024 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2018
Projektleitung: Prof. Dr. Stefan Lorkowski
Adresse: Friedrich-Schiller-Universität Jena, Biologisch-Pharmazeutische Fakultät, Institut für Ernährungswissenschaften
Dornburger Str. 25
07743 Jena

Universität Jena

Die Friedrich-Schiller Universität Jena übernimmt die Funktion des Clustersprechers und ist für die Gesamtkoordination, die Geschäftsstelle und das Innovationsbüro zuständig. Darüber hinaus arbeitet die Universität Jena insbesondere an der Nährstoffanalytik in den entwickelten kardioprotektiven Lebensmitteln (P1A und B), der Identifizierung von neuen Biomarkern (P2A), der Planung, Koordination und Durchführung einer humanen Interventionsstudie zur Modulation kardioprotektiver Risikofaktoren (P2B), sowie der Entwicklung von Konzepten zur Verbesserung des Ernährungsverhaltens (P3A1 - 5).

Universität Leipzig

Förderkennzeichen: 01EA1411B
Gesamte Fördersumme: 1.431.956 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2018
Projektleitung: PD Dr. Peggy Braun
Adresse: Universität Leipzig, Veterinärmedizinische Fakultät, Institut für Lebensmittelhygiene
An den Tierkliniken 41
04103 Leipzig

Universität Leipzig

Die Universität Leipzig arbeitet insbesondere an der  Entwicklung fettreduzierter Lebensmittel und der Evaluierung im Hinblick auf Verbraucherakzeptanz und Lebensmittelqualität (P1A und B), dem Lebensmittelmarketing (P1C), der Validierung von neuen Biomarkern anhand von Kohortendaten (P2B) und an der Entwicklung und Implementierung Massenmedien basierter Kommunikationsstrategien (P3A3). Darüber hinaus wird das zu dem Innovationsbüro gehörende Technologiezentrum an der Universität Leipzig etabliert.

Universität Halle-Wittenberg

Förderkennzeichen: 01EA1411C
Gesamte Fördersumme: 1.421.995 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2018
Projektleitung: Prof. Dr. Gabriele Stangl
Adresse: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Naturwissenschaftliche Fakultät III, Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften, Humanernährung
Von-Danckelmann-Platz 2
06120 Halle

Universität Halle-Wittenberg

Die Universität Leipzig arbeitet insbesondere an der  Entwicklung innovativer Verfahren zur Vitamin D-Anreicherung (P1A), der Entwicklung und lebensmittelrechtlichen Prüfung von Werbeaussagen (P1C), der Durchführung von Langzeitstudien im Mausmodell und Identifikation von Biosignaturen (P2A), und der Entwicklung und Validierung von Optimierungs- und Zertifizierungsmechanismen im Außerhaus-Markt, sowie eines Konzepts für einen Schullehrgarten zur Ernährungsausbildung (P3A und B).

Food GmbH

Förderkennzeichen: 01EA1411D
Gesamte Fördersumme: 98.007 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2018
Projektleitung: Dr. Bernd Giese
Adresse: Food GmbH Jena Analytik - Consulting
Orlaweg 2
07743 Jena

Food GmbH

Die Arbeiten der Food GmbH Jena Analytik - Consulting innerhalb des Kompetenzclusters haben die Entwicklung verschiedener herzgesünderer Sorten fettreduzierter Wurst (Roh-, Brüh- und Kochwurst) zum Ziel. Die Reduktion des Gesamtfettgehaltes, insbesondere des Anteils an gesättigtem Fett soll durch Zugabe von Ballaststoffen als Fettaustauscher erzielt werden (P1A2 und P1A3). Die entwickelten Produkte werden analytisch, sensorisch und lebensmittelrechtlich bewertet (P1B1).

AGHETUR

Förderkennzeichen: 01EA1411E
Gesamte Fördersumme: 98.873 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2018
Projektleitung: Dr. Eva Hähnel
Adresse: Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. -AGETHUR
Carl-August-Allee 9
99423 Weimar

AGHETUR

Die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. (AGETHUR) arbeitet insbesondere an der Entwicklung und Implementierung von zielgruppenspezifischen Konzepten und Strategien zur Verbesserung des Ernährungsverhaltens und des Lebensstils (P3A).