Teilprojekt eines Verbundes

Bestimmung neurobiologischer Marker zur Prädiktion des Erfolgs eines sozialen Kompetenztrainings bei Autismus-Spektrum-Störungen

Förderkennzeichen: 01EE1409C
Fördersumme: 309.142 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Peter Kirsch
Adresse: Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Institut für Neuropsychologie und Klinische Psychologie
J5
68159 Mannheim

Autismus-Spektrum-Störungen sind schwerwiegende, lebenslange und kostenintensive Erkrankungen. Die sichere Diagnose dieser Erkrankungen ist im medizinischen Alltag oftmals sehr schwierig. Hierdurch leidet die Lebensqualität der Betroffenen deutlich. Das ZI Mannheim ist daher an der Entwicklung eines neuen, internetbasierten Screening-Verfahrens beteiligt. Dieses Verfahren soll die Diagnose von Autismus-Spektrum-Störungen wesentlich vereinfachen und beschleunigen. Zur Entwicklung des Verfahrens sollen Daten von 470 Kindern und Jugendlichen sowie von 22 Erwachsenen einfließen. Darüber hinaus ist das ZI Mannheim an zwei klinischen Studien beteiligt. Hier soll die Wirkung von Oxytocin bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten untersucht werden. In Mannheim wird die zentrale Biomaterialbank des Verbundes erstellt. Es werden Speichelproben von allen Teilnehmenden gesammelt und durch genetische Analysen ausgewertet. Außerdem sollen die Effekte der Behandlung durch bildgebende Verfahren analysiert werden. Insgesamt 50 Studienteilnehmende werden daher mittels funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRT) untersucht. Es werden drei verschiedene Experimente zur Mentalisierungsfähigkeit, Belohnungsverarbeitung und Emotionsverarbeitung durchgeführt. Hierbei handelt es sich um Funktionen, die bei Autismus-Spektrum-Störungen bekanntermaßen beeinträchtigt sind. Durch die fMRT-Analysen sollen Veränderungen in der Gehirnaktivierung festgestellt werden. Die so gewonnenen Erkenntnisse werden dazu beitragen, die Krankheitsmechanismen von Autismus-Spektrum-Erkrankungen besser zu verstehen.