Verbund

BipoLife

Erkrankungen aus dem Bereich der Bipolaren Störungen sind schwere, phasenhaft verlaufende und zur Chronifizierung neigende psychische Erkrankungen. Sie betreffen ca. 1 % der Bevölkerung (Lebenszeitprävalenz). Das Leben der betroffenen Menschen wird durch die Erkrankung erheblich beeinträchtigt mit deutlichen Konsequenzen für die persönliche Situation, das familiäre und das soziale Umfeld.
Der Verbund BipoLife hat sich daher zum Ziel gesetzt, die Prävention, die diagnostische Früherkennung und die therapeutischen Interventionen bei drei Patientengruppen mit bipolaren Störungen zu verbessern: gesunden Menschen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko, Patientinnen und Patienten in einem Frühstadium der Erkrankung sowie Personen mit instabilem, depressivem Krankheitsverlauf, bei denen eine erhöhte Suizidgefahr besteht. Das Forschungsprogramm des Verbundes umfasst zwei multizentrische klinische Studien, eine epidemiologische Studie, zwei Forschungsprojekte zur Untersuchung der Krankheitsmechanismen sowie zwei translationale Plattformen zur Anwendung innovativer genetischer und bildgebender Methoden.
Im Verbund BipoLife arbeiten sieben spezialisierte universitäre Zentren zusammen. Dieser Allianz zur Verbesserung von Diagnostik und Behandlung dieser Erkrankungen gehören auch Patienten- und Angehörigenorganisationen an, die in der Deutschen Gesellschaft für Bipolare Störungen e.V. organisiert sind.

Teilprojekte

Verbesserung der Früherkennung und Frühintervention bei Personen mit erhöhtem Risiko für die Entwicklung bipolarer Störungen (BD) - A1

Förderkennzeichen: 01EE1404A
Gesamte Fördersumme: 1.951.500 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Andrea Pfennig
Adresse: Technische Universität Dresden, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Fetscherstr. 74
01307 Dresden

Verbesserung der Früherkennung und Frühintervention bei Personen mit erhöhtem Risiko für die Entwicklung bipolarer Störungen (BD) - A1

Der Verbund BipoLife hat sich zum Ziel gesetzt, das frühzeitige Erkennen von Risikostadien für die Entwicklung bipolarer Störungen zu verbessern und frühe Behandlungsansätze zu analysieren, um neuartige Chancen in der Prävention zu eröffnen. Zum einen werden aktuell in der Früherkennung bipolarer Störungen genutzte diagnostische Instrumente validiert, um die Vorhersagekraft der potenziellen Risikofaktoren festzustellen, mögliche Resilienzfaktoren analysiert und potenzielle Biomarker mit den klinischen Daten verknüpft. Zum anderen werden die Prozesse der Entscheidungsfindung und die tatsächlichen Behandlungsstrategien analysiert, um ein neu entwickeltes Kategorienmodell weiterzuentwickeln. Durch den Versuch der Harmonisierung der diagnostischen Prozesse in den Früherkennungsinitiativen werden für Deutschland erstmals Standards entwickelt. Das Projekt ist eine multizentrische, prospektive naturalistische Kohortenstudie mit diagnostischen und therapeutischen Anteilen, welche beide ein Follow-up von mindestens 24 Monaten pro Studienteilnehmer beinhalten. Es werden drei Risikogruppen  in der Altersgruppe 15 bis 35 Jahre untersucht: 1) Hilfesuchende Jugendliche und junge Erwachsene, welche Früherkennungsinitiativen aufgesucht haben und mindestens einen der potenziellen Risikofaktoren für die Entwicklung bipolarer Störungen aufweisen (n=500); 2) Patienten mit einem depressiven Syndrom (n=500); und 3) Patienten mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) (n=150). Mit der deutschen IMAGEN-Kohorte wird eine bevölkerungsrepräsentative Kohorte mit dem Früherkennungsinstrumentarium untersucht (n=500), die bereits in ihrem 14. und 16. Lebensjahr mittels klinischer und bildgebender Verfahren charakterisiert wurde, aktuell steht das Follow-up im 18. Lebensjahr an.

Smartphone-basiertes ambulantes Monitoring von Frühwarnsymptomen einschließlich echtzeit-datenabhängiger therapeutischer Intervention in der Langzeitbehandlung der Bipolaren Störung

Förderkennzeichen: 01EE1404B
Gesamte Fördersumme: 1.852.134 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2021
Projektleitung: Dr. Emanuel Severus
Adresse: Technische Universität Dresden, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Fetscherstr. 74
01307 Dresden

Smartphone-basiertes ambulantes Monitoring von Frühwarnsymptomen einschließlich echtzeit-datenabhängiger therapeutischer Intervention in der Langzeitbehandlung der Bipolaren Störung

In dieser Studie soll der Frage nachgegangen werden, ob die Zeit bis zum Auftreten einer neuen affektiven Episode der Erkrankung durch die Erfassung objektiver Parameter mittels Smartphone und die automatisierte schwellenabhängige Benachrichtigung des Therapeuten verlängert werden? Es handelt sich um eine multizentrische, randomisierte, kontrollierte Studie. Auswerter werden bezüglich der Gruppenzugehörigkeit verblindet. Die Dauer der Interventionsphase beträgt 78 Wochen. Es wird angestrebt, insgesamt 180 Patienten einzuschließen und davon 120 zu randomisieren. Eingeschlossen werden ambulante Patienten mit der Diagnose einer Bipolaren Störung. Initial wird im Rahmen einer vierwöchigen Stabilisierungs-Phase ein individualisiertes Aktivitäts-Normspektrum bestimmt. Objektiviert wird die Aktivität anhand folgender Parameter auf Grundlage der dazugehörigen Daten: Makroskopisches Bewegungsmuster (GPS), Psychomotorik und Schlaf (Beschleunigungssensor), sowie Kommunikationsmuster (Anzahl-SMS&Telefonate). Im Anschluss erfolgt die Randomisierung (1:1). In beiden Gruppen erfolgt das kontinuierliche Monitoring und beide werden monatlich durch den verblindeten Auswerter sowie den Arzt evaluiert. Bei Überschreiten der individuellen Aktivitätsschwelle wird jedoch lediglich in der Verum-Gruppe der behandelnde Arzt elektronisch in Kenntnis gesetzt. Nach Kontaktaufnahme obliegt es dem behandelnden Arzte über die Notwendigkeit einer therapeutischen Intervention zu entscheiden. Primärer Endpunkt ist die Zeit bis zur nächsten affektiven Episode.

Adjuvante Psychotherapie zur Rückfallprävention während der frühen Lebensphase (< 30 J.) einer Bipolaren Störung - A2

Förderkennzeichen: 01EE1404C
Gesamte Fördersumme: 1.052.972 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2020
Projektleitung: Prof. Dr. Martin Hautzinger
Adresse: Eberhard Karls Universität Tübingen, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Fachbereich VIII Psychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie
Schleichstr. 4
72072 Tübingen

Adjuvante Psychotherapie zur Rückfallprävention während der frühen Lebensphase (< 30 J.) einer Bipolaren Störung - A2

Das Projekt untersucht, ob das zusätzliche Angebot einer spezifischen, innovativen Psychotherapie in der psychiatrischen Versorgung von jungen Patienten mit bipolarer Störung im Frühstadium ihrer Erkrankung einen positiven Einfluss hat auf Rückfallrate, Fehltage in Schule bzw. Arbeit, Dauer von Hospitalisierungen und Gesundheitskosten. Mit funktioneller Magnetresonanztomographie wird untersucht, ob sich Veränderungen der Emotionsregulation und sozialen Kognition im Verlauf der Therapie normalisieren und ob vor Beginn der Therapie beobachtete Veränderungen bereits Rückschlüsse über den späteren Erfolg der Therapie erlauben. In einer randomisierten, kontrollierten, prospektiven Studie wird die spezifische Psychotherapie SPEC mit einer aktiven Kontrollintervention verglichen. SPEC beinhaltet Psychoedukation, Stimmungstagebuch, Tagesstrukturierung, interpersonelle Eigenschaften, meta-kognitive Eigenschaften und Emotionsregulation. Die ITT-Stichprobengröße ist pro Gruppe 150. Die Evaluation der Patienten erfolgt verblindet unmittelbar vor der Intervention (T1), unmittelbar im Anschluss an die Intervention (T2), 6 Monate nach Ende der Intervention (T3) und 12 Monate nach Ende der Intervention (T4). Zu den Zeitpunkten T1 und T2 findet eine Untersuchung mit Kernspintomographie statt, bei der neuronale Funktionen und deren Veränderungen untersuchen werden.

Projekt B2: Hirnbildgebungsmarker zur Vorhersage von akuten Wirkungen einer Therapie mit Lithium bei depressiven Episoden einer bipolaren Störung mit akuter Suizidalität; mit Projekt TPP2: Bildgebungs- und Neurophysiologie-Plattform-Projekt

Förderkennzeichen: 01EE1404D
Gesamte Fördersumme: 243.351 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Oliver Gruber
Adresse: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg, Klinik für Allgemeine Psychiatrie
Voßstr. 2
69115 Heidelberg

Projekt B2: Hirnbildgebungsmarker zur Vorhersage von akuten Wirkungen einer Therapie mit Lithium bei depressiven Episoden einer bipolaren Störung mit akuter Suizidalität; mit Projekt TPP2: Bildgebungs- und Neurophysiologie-Plattform-Projekt

Im Projekt B2 werden (in Zusammenarbeit mit A3) neuronale Mechanismen und Bildgebungsmarker untersucht, die mit der akuten antisuizidalen Therapieresponse auf Lithium assoziiert sind und für diese prädiktiv sein könnten. Das Projekt TPP2 untersucht, inwieweit die so ermittelten Hirnbildgebungsmarker auch für eine Früherkennung der bipolaren Störung in Risikostadien (A1) sowie für die  Vorhersage von Behandlungseffekten mit adjuvanter Psychotherapie (A2) geeignet sind. In B2 werden 80 Patienten mit bipolarer Störung und aktueller depressiver Episode mit Suizidalität ausgewählt. Die Patienten werden auf zwei Therapiearme randomisiert, wobei der eine aus Standardtherapie plus Placebo, der andere aus Standardtherapie plus Lithium besteht. Die akuten antisuizidalen Effekte der Lithium-Therapie werden innerhalb einer fünfwöchigen Behandlungsphase mit neun klinischen Visiten bestimmt. Parallel dazu werden vor Beginn der Therapie und nach fünfwöchiger Therapie zwei MRT-Untersuchungen mit einem standardisierten Datenerhebungsprotokoll aus dem Bildgebungsplattformprojekt TPP2 durchgeführt. Mit neuen Analysetechniken zu Struktur, Funktion und Konnektivität relevanter Gehirnregionen werden die MRT-Datensätze zentralisiert in Göttingen ausgewertet.

Internet-basierte Plattform für sicheres multizentrisches Rekrutieren, phänotypische Charakterisierung, Sammlung von Biomaterial und molekulare Analysen - TPP1

Förderkennzeichen: 01EE1404E
Gesamte Fördersumme: 305.359 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Andreas Reif
Adresse: Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie
Heinrich-Hoffmann-Str. 10
60528 Frankfurt

Internet-basierte Plattform für sicheres multizentrisches Rekrutieren, phänotypische Charakterisierung, Sammlung von Biomaterial und molekulare Analysen - TPP1

Die bipolare Störung ist eine rezidivierende und meist chronisch verlaufende Erkrankung. Die Identifizierung von biologischen Markern, z.B. genetischen oder proteomischen Markern um den Ausbruch und Verlauf der Erkrankung vorherzusagen ist von höchster Wichtigkeit. Um solche Marker zu finden, die auch in der klinischen Routine einsetzbar sind, müssen die zugrunde liegenden phänotypischen Daten umfassend und von hoher Qualität sein. Im Rahmen des multizentrischen BipoLife-Projektes können solche Daten erhoben und verarbeitet werden, wenn dafür die passende Infrastruktur geschaffen wird. Dazu soll eine benutzerfreundliche Plattform zur Erfassung der phänotypischen Daten und zur Verwaltung des Biomaterials geschaffen werden. Im TPP1-Teilprojekt soll in dieser Plattform dann auch eine stringente Qualitätskontrolle stattfinden sowie deren Nutzen auch nach Abschluss des BipoLife Projektes noch andauern. Die Rahmenbedingungen müssen zunächst auf alle beteiligten Zentren ausgedehnt werden. Danach erfolgt die Implementierung netzwerkweiter Phänotyp- und Biomaterial-Plattformen. Zudem müssen netzwerkweite SOPs implementiert und die Mitarbeiter an den Zentren in den Prozeduren geschult werden. Dann sollen Einverständniserklärungen entwickelt werden, welche an allen Zentren gleich sind. Das Biomaterial soll in Göttingen und Frankfurt verarbeitet und aufbewahrt werden und von da aus an beteiligte Zentren auf Anfrage zu verschiedenen Analysen herausgegeben werden.

Teilprojekt TPP2: Bildgebungs- und Neurophysiologie-Plattform

Förderkennzeichen: 01EE1404F
Gesamte Fördersumme: 567.668 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Dr. Udo Dannlowski
Adresse: Philipps-Universität Marburg, FB 20 Medizin und Universitätsklinikum, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Rudolf-Bultmann-Str. 8
35039 Marburg

Teilprojekt TPP2: Bildgebungs- und Neurophysiologie-Plattform

Der Verbund BipoLife hat sich zum Ziel gesetzt die Prävention, die diagnostische Früherkennung und die therapeutische Interventionen bei drei Patientengruppen mit bipolaren Storungen zu verbessern. Hierfür werden drei Gruppen von Personen untersucht: Gesunde Menschen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko, Patientinnen und Patienten in einem Frühstadium der Erkrankung sowie Personen mit instabilem, depressivem Krankheitsverlauf, bei denen eine erhöhte Suizidgefahr besteht. Im Teilprojekt TPP2 werden mittels funktioneller und struktureller Magnetresonanztomographie (MRT) und Elektroenzephalographie (EEG) neurale Schaltkreise und Prozesse untersucht, die bei Bipolaren Störungen eine wichtige Rolle spielen. In TPP2 werden dazu MRT und EEG-basierte Methoden und Paradigmen an den teilnehmenden Bildgebungszentren implementiert. Mittels bewährter MRT-Paradigmen sollen krankheitsspezifische neurobiologische Substrate Bipolarer Störungen erforscht werden, mit dem Ziel der besseren Kategorisierung, Früherkennung und Vorhersage des therapeutischen Ansprechens. Die Auswahl der Paradigmen erfolgte so, dass eine möglichst große Überlappung mit bereits vorhandenen Kohorten entsteht.

Adjuvante Psychotherapie bei Patienten im frühen Stadium einer bipolaren affektiven Störung - A2 TPP2

Förderkennzeichen: 01EE1404G
Gesamte Fördersumme: 348.578 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2021
Projektleitung: Prof. Dr. Felix Bermpohl
Adresse: Charité - Universitätsmedizin Berlin, Psychiatrische Klinik im St. Hedwig-Krankenhaus
Große Hamburger Str. 5-11
10115 Berlin

Adjuvante Psychotherapie bei Patienten im frühen Stadium einer bipolaren affektiven Störung - A2 TPP2

Das Teilprojekt untersucht, ob das zusätzliche Angebot einer spezifischen, innovativen Psychotherapie (SPEC) in der psychiatrischen Versorung von jungen Patienten mit bipolarer Störung im Frühstadium ihrer Erkrankung einen positiven Einfluss auf Rückfallrate, Fehltage in Schule bzw. Arbeit, Dauer von Hospitalisierungen und Gesundheitskosten hat. Dazu wird mit funktioneller Magnetresonanztomographie untersucht, ob sich auf neuraler Ebene beobachtbare Veränderungen der Emotionsregulation und sozialen Kognition im Verlauf der Therapie normalisieren. In einer randomisierten, kontrollierten, prospektiven Studie wird die spezifische, innovative Psychotherapie SPEC verglichen mit einer aktiven Kontrollintervention (CSEC). SPEC beinhaltet Psychoedukation, Stimmungstagebuch, Tagesstrukturierung, interpersonelle Skills, meta-kognitive Skills und Emotionsregulation. Die ITT-Stichprobengröße ist pro Gruppe 150. Die Evaluation der Patienten erfolgt verblindet unmittelbar vor der Intervention (T1), unmittelbar im Anschluss an die Intervention (T2), 6 Monate nach Ende der Intervention (T3) und 12 Monate nach Ende der Intervention (T4). Zu den Zeitpunkten T1 und T2 findet eine Untersuchung mit Kernspintomographie statt, bei der neuronale Funktionen und deren Veränderungen untersucht werden.

Identifikation von Genen und microRNAs, B3 sowie Biobankplattform und Infrastrukturplattform für alle BipoLife-Projekte sowie alle neun Verbünde (TPP1/NetBiomics)

Förderkennzeichen: 01EE1404H
Gesamte Fördersumme: 2.524.584 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2020
Projektleitung: Prof. Dr. Thomas G. Schulze
Adresse: Klinikum der Universität München, Campus Innenstadt, Institut für Psychiatrische Phänomik und Genomik
Nußbaumstr. 7
80336 München

Identifikation von Genen und microRNAs, B3 sowie Biobankplattform und Infrastrukturplattform für alle BipoLife-Projekte sowie alle neun Verbünde (TPP1/NetBiomics)

Teilprojekt B3 widmet sich der Identifikation von Genen und microRNAs, welche sich in ihren Profilen bei Lithium-Respondern im Vergleich zu Non-Respondern unterscheiden. Ein Nachweis solcher Unterschiede in Blutzellen könnte einen wichtigen Schritt hin zu einer Entwicklung von Biomarkern für das Ansprechen auf Lithium darstellen. Das Teilprojekt TPP1 stellt allen BipoLife-Projekten eine zentrale und übergreifende Phänotypisierungs- und Biobankingplattform zur Verfügung. Das Projekt NetBi-omics, dient neben PD-CAN und PING als dritte Querschnittplattform dazu, die in den neun Verbünden erhobenen Biomaterialien mittels systematischer Erfassung, standardisierter Verarbeitung und harmonisierter Analyse dem Gesamtverbund für genomische, transkriptomische, epigenomische und mikrobiomische Projekte langfristig zur Verfügung zu stellen. B3 wird mittels Array-Technologie genomweite Unterschiede zwischen den Expressionsprofilen von Lithium-Respondern und -Non-Respondern untersuchen. Gleiches gilt für microRNA-Analysen. Die Ergebnisse werden mit in vitro-Modellen sowie genomweiten SNP-Profilen korreliert und validiert, wobei auch real time PCR zum Einsatz kommt. TPP1 wird für alle BipoLife-Partner einheitliche Rahmenbedingungen zwecks Implementierung einer netzübergreifenden Phänotyp- und Biobankingplattform schaffen. Dies beinhaltet die Entwicklung und Dissemination einheitlicher SOPs und Einverständniserklärungen. Die Biomaterialien werden in München und Frankfurt spiegelbildlich verarbeitet und verwahrt. NetBi-omics wird neben PD-CAN und PING als dritte Querschnittplattform eine entsprechende Biomaterialbank für alle neun Verbünde aufbauen.