Teilprojekt eines Verbundes

Autismus-Spektrum-Störungen über die Lebensspanne - Effektivere Versorgung durch valide Diagnosen und ein besseres Verständnis der Ätiologie

Förderkennzeichen: 01EE1409A
Fördersumme: 910.362 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2019
Projektleitung: Dr. Inge Kamp-Becker
Adresse: Philipps-Universität Marburg, FB 20 Medizin und Universitätsklinikum, Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
Hans-Sachs-Str. 6-8
35039 Marburg

Das Ziel des Verbundes ASD-Net ist es, Autismus-Spektrum-Störungen (ASD) in der gesamten Komplexität zu erforschen. Dies reicht von der Forschung zu den Krankheitsmechanismen bis hin zur Versorgungssituation der Betroffenen. Neben der Koordinierung des Gesamtverbundes ist die Universität Marburg an mehreren Teilprojekten beteiligt. Hierbei sollen neue, effiziente Diagnosemöglichkeiten und Therapien erforscht und validiert werden. Dies ist erforderlich, da die sichere Diagnose dieser Erkrankungen im medizinischen Alltag oftmals sehr schwierig ist. Daher wird im Vorhaben ein Screening-Instrument entwickelt und an einer unabhängigen Stichprobe erprobt. Dieses Screening-Instrument soll internetbasiert und leicht in der Anwendung sein. Für Patientinnen und Patienten mit diagnostizierter ASD sollen neue Behandlungsmöglichkeiten erforscht werden. Diese bauen auf der therapeutischen Wirkung des Hormons Oxytocin auf. Die Wirksamkeit einer Medikation mit Oxytocin soll in zwei klinischen Studien überprüft werden. Hierbei werden auch Untersuchungen mit Magnetresonanztomographie (MRT) stattfinden. Durch dieses bildgebende Verfahren sollen neuronale Aktivitäten im Gehirn erfasst und analysiert werden. Des Weiteren sollen gesundheitsökonomische Analysen durchgeführt werden. Dies umfasst etwa Analysen zur Inanspruchnahme von Versorgungsleistungen durch Patientinnen und Patienten. Gleichzeitig sollen die durch ASD entstehenden Kosten für das Gesundheitssystem erfasst werden.