Teilprojekt eines Verbundes

Datenerhebung im Alltag und multivariate Methoden zur Prädiktion des Therapieerfolgs bei Schizophrenie

Förderkennzeichen: 01EE1407G
Fördersumme: 524.977 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2020
Projektleitung: Prof. Dr. Dr. Henrik Walter
Adresse: Charité - Universitätsmedizin Berlin, Campus Charité Mitte, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Charitéplatz 1
10117 Berlin

In dem Forschungsvorhaben der Charité Berlin soll eine Datenerfassung im Alltag bei schizophrenen Patientinnen und Patienten durchgeführt werden. Die hierfür verwendete Technik ist das Ecologically Momentary Assessment (EMA). Die Daten werden ambulant, d.h. in ganz gewöhnlichen Alltagssituationen der Patientinnen und Patienten erhoben. Das aktuelle Erleben und das Verhalten werden zeitnah und in der jeweiligen konkreten Situation erfasst. Dies geschieht im konkreten Vorhaben durch Smartphones, die den Studienteilnehmenden zur Verfügung gestellt werden. Psychopathologie, sozialer Kontext, psychosoziale Belastungen, Lebensqualität und das Aktivitätsniveau werden nicht wie üblich in der Behandlungssituation, sondern im typischen Lebensumfeld der Betroffenen erhoben. Hierin unterscheidet sich die Technik von der sonst üblichen stationären Datenaufnahme, beispielsweise in Kliniken oder im Labor. Die so gewonnenen Daten sollen dazu benutzt werden, Therapieverläufe und Behandlungsergebnisse bereits während der laufenden Therapie vorherzusagen. Das EMA ist zu diesem Zweck in die laufenden klinischen Studien des Verbundes ESPRIT eingebunden. Von besonderem Interesse sind in diesem Zusammenhang die pharmakologische Studie zur Wirksamkeit von Cannabidiol (ZI Mannheim) und das Ausdauertraining (LMU München) bei postakuter Schizophrenie.