Teilprojekt eines Verbundes

Klinische Studie zur Wirksamkeit von Cannabidiol CR (Arvisol®) als Zusatztherapie zu einer Behandlung mit Olanzapin oder Amisulprid im Frühstadium einer Schizophrenie

Förderkennzeichen: 01EE1407A
Fördersumme: 2.356.866 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2020
Projektleitung: Prof. Dr. Franz-Markus Leweke
Adresse: Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
J 5
68159 Mannheim

Schizophrenie ist durch eine hohe Rückfallquote nach einer erfolgten Therapie gekennzeichnet. Somit erleiden viele Patientinnen und Patienten trotz einer Behandlung wieder einen erneuten Krankheitsschub. Die hier vorliegende klinische Studie soll daher überprüfen, ob Cannabidiol den Behandlungserfolg verbessern kann. Cannabidiol ist ein Bestandteil der Cannabispflanze, der keinerlei rausch- oder abhängigkeitserzeugende Wirkung hat. Der Wirkstoff soll dabei in einer Erhaltungstherapie erprobt werden. Die Erhaltungstherapie schließt sich an eine Akuttherapie an. Die Akuttherapie wird mit den bereits zugelassenen Medikamenten Olanzapin oder Amisulprid durchgeführt. Zusätzlich wird den Probandinnen und Probanden Cannabidiol oder ein Plazebo verabreicht. Es wird erwartet, dass die Erhaltungstherapie mit Cannabidiol die Rückfallquote senkt. An der Studie werden 180 Patientinnen und Patienten teilnehmen. Die Therapiedauer beträgt insgesamt ein Jahr. Während dieser Zeit werden regelmäßig unter anderem die Krankheitssymptome sowie die Lebensqualität der Teilnehmenden erfasst. Die klinische Studie wird vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim geleitet. Außerdem nehmen die Universitätskliniken in Köln, Berlin, München und Aachen als weitere Studienzentren teil.