Teilprojekt eines Verbundes

Pathophysiologiespezifische Entwicklung der transkraniellen Gleichstromstimulation (tDCS) des präfrontalen Kortex – Untersuchungen zur funktionellen MRT-Konnektivität - WP5

Förderkennzeichen: 01EE1403E
Fördersumme: 505.888 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2020
Projektleitung: PD Dr. Frank Padberg
Adresse: Klinikum der Universität München, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Nußbaumstr. 7
80336 München

Ziel des Verbundes GCBS ist die Weiterentwicklung von Hirnstimulationsverfahren zu einem klinisch-relevanten, therapeutischen Methodenspektrum in der Psychiatrie. Bei Depressionen und Angststörungen spielen Regionen des präfrontalen Kortex eine zentrale Rolle für die Pathophysiologie. Für die weitere Entwicklung einer spezifischen und individualisierten therapeutischen Anwendung der transkraniellen Gleichstromstimulation des präfrontalen Kortex ist die Untersuchung der Wirkung auf physiologischer Ebene entscheidend. Dieses Projekt untersucht die Interaktion von Stimulation und regionaler Hirnfunktion mittels funktioneller Magnetresonanztomographie in Kombination mit Aktivierungsparadigmen und Elektroenzephalograpie bei Gesunden und Patienten mit Depression und Angststörung im Vergleich, um eine pathologiespezifische Entwicklung effektiver tDCS-Formen zu ermöglichen. Im Rahmen des Projektes sollen in aufeinander aufbauenden experimentellen Blöcken folgende Untersuchungen durchgeführt werden: Block 1 (Monate 1-24): Untersuchung von tDCS mit verschiedenen Zielregionen bei gesunden Probanden mittels Off- und Online-fMRT einschließlich funktioneller Paradigmen (Arbeitsgedächtnis oder Go-No Go-Tasks). Block 2 (Monate 25-36): Vergleich von Konnektivitätsveränderungen nach anodaler und Placebo-Stimulation zwischen MD-Patienten und gesunden Probanden. Block 3 (Monate 37-48): Vergleich von Konnektivitätsveränderungen nach anodaler und Placebo-tDCS zwischen Patienten mit spezifischer Phobie (Spinnenphobie) und gesunden Probanden. Als funktionelles Paradigma wird bei Block 2 die Präsentation emotionaler Stimuli im Kontext kognitiver Leistungen (v.a. kognitiver Kontrolle) und in Block 3 antizipatorische Angst vor phobischer Stimuluspräsentation untersucht.