Teilprojekt eines Verbundes

Adjuvante Psychotherapie zur Rückfallprävention während der frühen Lebensphase (< 30 J.) einer Bipolaren Störung - A2

Förderkennzeichen: 01EE1404C
Fördersumme: 1.052.972 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2020
Projektleitung: Prof. Dr. Martin Hautzinger
Adresse: Eberhard Karls Universität Tübingen, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät, Fachbereich VIII Psychologie, Klinische Psychologie und Psychotherapie
Schleichstr. 4
72072 Tübingen

Das Projekt untersucht, ob das zusätzliche Angebot einer spezifischen, innovativen Psychotherapie in der psychiatrischen Versorgung von jungen Patienten mit bipolarer Störung im Frühstadium ihrer Erkrankung einen positiven Einfluss hat auf Rückfallrate, Fehltage in Schule bzw. Arbeit, Dauer von Hospitalisierungen und Gesundheitskosten. Mit funktioneller Magnetresonanztomographie wird untersucht, ob sich Veränderungen der Emotionsregulation und sozialen Kognition im Verlauf der Therapie normalisieren und ob vor Beginn der Therapie beobachtete Veränderungen bereits Rückschlüsse über den späteren Erfolg der Therapie erlauben. In einer randomisierten, kontrollierten, prospektiven Studie wird die spezifische Psychotherapie SPEC mit einer aktiven Kontrollintervention verglichen. SPEC beinhaltet Psychoedukation, Stimmungstagebuch, Tagesstrukturierung, interpersonelle Eigenschaften, meta-kognitive Eigenschaften und Emotionsregulation. Die ITT-Stichprobengröße ist pro Gruppe 150. Die Evaluation der Patienten erfolgt verblindet unmittelbar vor der Intervention (T1), unmittelbar im Anschluss an die Intervention (T2), 6 Monate nach Ende der Intervention (T3) und 12 Monate nach Ende der Intervention (T4). Zu den Zeitpunkten T1 und T2 findet eine Untersuchung mit Kernspintomographie statt, bei der neuronale Funktionen und deren Veränderungen untersuchen werden.