Teilprojekt eines Verbundes

Validierung genomischer Biomarker als Indikatoren für das Risiko einer Ersterkrankung, eines ungünstigen Therapieverlaufs und von Rückfall bei Depression

Förderkennzeichen: 01EE1401D
Fördersumme: 1.092.162 EUR
Förderzeitraum: 2015 - 2020
Projektleitung: Dr. Marcus Ising
Adresse: Max-Planck-Institut für Psychiatrie
Kraepelinstr. 2-10
80804 München

Der Verbund OptiMD hat sich zum Ziel gesetzt, die Behandlung der Depression hinsichtlich Effektivität und Wirkungseintritt zu optimieren. Vorarbeiten  weisen auf die besondere Bedeutung des Blut-Hirn-Schranken-Gens ABCB1, des Stressregulationsgens FKBP5 sowie der sog. „Gliotransmitter"-Gene P2RX4 und P2RX7 in Hinblick auf Depressionsrisiko und antidepressiven Therapieerfolg hin. Genomische Indikatoren der Aktivität dieser Gene auf Expressionsebene sowie deren epigenetische Modifikationen eignen sich als sog. genomische Biomarker, die in Hinblick auf ihren diagnostischen Einsatz bei Depression validiert werden sollen. Die Validierung dieser Biomarker erfolgt hinsichtlich 1) dem therapeutischem Ansprechen auf die Therapie mit Antidepressiva (AD), 2) dem Rückfallrisiko bei remittierter Depression, sowie 3) dem Risiko, an Depression neu zu erkranken (Ersterkrankungsrisiko). Für die Validierung genomischer Biomarker zum therapeutischen Ansprechen auf AD werden 300 Patienten rekrutiert, die stationär oder ambulant zur Behandlung einer depressiven Episode aufgenommen wurden (MARS Kohorte 1). Für das zweite Studienziel, die Validierung genomischer Biomarker für das Rückfallrisiko, werden 200 ehemalige Patienten des MARS-Projekts rekontaktiert, die sich sich zum Zeitpunkt ihrer Entlassung aus der Klinik im Zustand der Remission befanden, um das Auftreten eines potenziellen Erkrankungsrückfalls zu erfassen (MARS Kohorte 2). Für das dritte Studienziel werden 100 Teilnehmer einer prospektiv-epidemiologischen Kohorte zusammen mit ihren Kindern rekrutiert und in Hinblick auf epigenetische Unterschiede zwischen Familien mit und ohne Depressionsvorgeschichte evaluiert (EDSP Kohorte). Die als depressionsspezifisch identifizierten genomischen Marker werden in einer klinischen Fall/Kontrollkohorte mit 100 Teilnehmern re-evaluiert (CAP Kohorte).