Teilprojekt eines Verbundes

Antibiotikaresistenzen in Umweltkeimen: Einfluss auf die Resistenzlast in zoonotischen Krankheitserregern

Förderkennzeichen: 01KI1727E
Fördersumme: 315.091 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2020
Projektleitung: Dr. Wilma Ziebuhr
Adresse: Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Medizinische Fakultät, Institut für Molekulare Infektionsbiologie
Josef-Schneider-Str. 2 / Bau D15
97080 Würzburg

Koagulase-negative Staphylokokken (KoNS) und Enterokokken aus Staub- und Gülleproben in landwirtschaftlichen Betrieben weisen überraschend hohe antimikrobielle Resistenzen (AMR) gegen zahlreiche antimikrobielle Wirkstoffe (AMs) auf. In diesem Projekt soll das Zusammenspiel zwischen AMR-Umweltkeimem (i.e. KoNS und Enterokokken) mit kommensalen und pathogenen Bakterien in Nutztierhaltungen untersucht werden. Dabei sollen Wissenslücken zur Epidemiologie und Ökologie von resistenten KoNS und Enterokokken geschlossen werden sowie die Frage beantwortet werden, ob diese Umweltkeime einen Einfluss auf die Resistenzlage von zoonotischen Infektionserregern bei landwirtschaftlichen Nutztieren und Personen mit Tierkontakt ausüben. Hauptziel ist es dabei, den Eintritt von AMR-Genen aus Umweltkeimen in kommensale und pathogene Bakterien in einem möglichst frühen Stadium zu verhindern und so die Übertragung und Ausbreitung von (multi)resistenten Infektionserregern (MDRO) bei Nutztieren, in der Bevölkerung und in Krankenhäusern einzudämmen.