Teilprojekt eines Verbundes

Einfluss von Populations-basierten Unterschieden in Zecken auf die Übertragung des FSME Virus (TP 6) und Assoziation von Viren-Genetik und T-Zellimmunität auf den Krankheitsverlauf in Mensch und Maus (TP 9)

Förderkennzeichen: 01KI1728F
Fördersumme: 645.842 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2020
Projektleitung: Prof. Dr. Albert Osterhaus
Adresse: Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover, Research Center for Emerging Infections and Zoonoses
Bünteweg 17
30559 Hannover

Zu Teilprojekt 6: Das FSME-Virus zirkuliert in der Natur zwischen Ixodes ricinus Zecken und verschiedenen Wirtstieren mit der Rötelmaus als wichtigstem Reservoir-Wirt. Ixodes ricinus Zecken und Rötelmäuse sind in Zentral-und Mitteleuropa nahezu flächendeckend verbreitet. Im Gegensatz dazu weist die Verbreitung des FSME-Virus gerade in Deutschland extrem fokale Herde auf. Daher soll in diesem Projekt ein Infektionsmodell erstellt werden, welches Zecken aus verschiedenen FSME-Naturherden nutzt, um die Eingrenzung der Verbreitung zu untersuchen. Zu Teilprojekt 9: Das FSME-Virus kann in Menschen schwerwiegende Gehirn- und Hirnhautentzündungen hervorrufen. Infektionen mit dem Virus führen jedoch nicht immer zu Krankheit und die Gründe dafür sind noch immer unverstanden. Genetische Veränderungen des Virus und das Immunsystem des Menschen tragen sowohl zur Krankheitsentstehung als auch zur Abwehr des Virus bei. Daher soll in diesem Projekt die spezifische Immunantwort von T-Zellen hinsichtlich deren Funktion und Lokalisation sowohl in Patienten als auch im Mausmodell untersucht werden, um deren Rolle in der Krankheitsentstehung und -entwicklung zu charakterisieren. Zudem sollen genetische Veränderungen des Virus untersucht werden, um herauszufinden, welche Auswirkungen diese auf die Krankheitsentwicklung haben.