Teilprojekt eines Verbundes

Emotionsfokussierte Schmerztherapie, somatosensorische Biomarker und die Vorhersage des Outcomes

Förderkennzeichen: 01EC1904A
Fördersumme: 485.922 EUR
Förderzeitraum: 2020 - 2021
Projektleitung: PD Dr. Jonas Tesarz
Adresse: Universität Heidelberg, Medizinische Fakultät und Universitätsklinikum Heidelberg, Klinik für Allgemeine Innere Medizin und Psychosomatik
Im Neuenheimer Feld 410
69120 Heidelberg

Das Vorhaben untersucht den Zusammenhang zwischen den zugrundeliegenden Mechanismen und Behandlungseffekten bei Patienten mit komplexen chronischen muskuloskelettalen Schmerzen. Im Vorhaben werden insbesondere folgende Ziele verfolgt: 1) Identifikation transdiagnostischer Dimensionen in Screening-Daten, die mittels psychologischen und psychophysiologischen Assessments über verschiedene muskuloskelettale Krankheitsbilder erhoben wurden und Entwicklung früher Marker für Differential-Indikationen zur personalisierten Behandlung. 2) Untersuchung der therapeutischen Effekte von transdiagnostischer Schmerztherapie auf Marker der somatosensorischen Funktion und der allostatischen Last als Funktion einer erfolgreichen Behandlung. 3) Untersuchung der Wirksamkeit einer auf emotionale Belastung zugeschnittenen, EMDR-basierten Therapie bei einer Gruppe von emotional hochgradig belasteten Patienten. Es werden die dynamischen Paradigmen der somatosensorischen Funktion und Biomarker verwendet, die auf die allostatische Belastung hinweisen (Überbeanspruchungs- und Abnutzungseffekte, die in einem Organismus nach wiederholter oder chronischer Exposition gegenüber Stress auftreten). Hiermit kann der Zusammenhang zwischen Pathomechanismen und Behandlungseffekt aufgeklärt werden und insbesondere bei Patienten mit chronischen muskuloskelettalen Schmerzen, die unter einer hohen emotionalen Belastung, Stress und psychischer Komorbidität leiden. Darüber hinaus werden diese Marker mit Hilfe von Smartphone-basierter Datenerfassung im Alltag mit den momentanen subjektiven Schmerz- und Stressratings im Alltag assoziiert, um ihre Auswirkungen auf die Erhaltung der chronischen muskuloskelettalen Schmerzen abzuschätzen. Weiterhin werden im Vorhaben EMDR-basierte Interventionen zur Behandlung von chronischen Schmerzen und zur Reduktion emotionaler Belastungen optimiert und implementiert.