Teilprojekt eines Verbundes

Erforschung von Ursachen, Verbesserung der Prävention und Behandlung

Förderkennzeichen: 01EC1905B
Fördersumme: 457.300 EUR
Förderzeitraum: 2020 - 2021
Projektleitung: Dr.-Ing. Christopher Brandl
Adresse: Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, Fakultät für Maschinenwesen, Lehrstuhl und Institut für Arbeitswissenschaft
Eilfschornsteinstr. 18
52062 Aachen

Trotz erheblicher Forschung und Umsetzung der fortschreitenden ergonomischen Erkenntnisse bleibt die Zahl der von arbeitsbedingten Muskel-Skelett-Erkrankungen (aMSE) betroffenen Personen seit 2008 auf gleichbleibend hohem Niveau. workHEALTH zielt daher auf die interdisziplinäre Untersuchung zur Ätiologie und Entstehung von aMSE sowie der Verbesserung von Prävention und Behandlung dieser ab. Dafür wird ein Multi-Methoden-Ansatz genutzt. In diesem Vorhaben werden die Teilprojekte 1, 2 und 3 bearbeitet. Im TP1 wird die Wirbelsäule untersucht. Hierfür werden für verschiedene Belastungsintensitäten und zeitliche Merkmale der Belastung sowohl Simulationen als auch experimentelle Untersuchungen an Wirbelsäulenkadavern durchgeführt und die Ergebnisse miteinander verglichen. Im TP2 werden Bioreaktor-Experimente entwickelt und biomechanische Simulationen durchgeführt. In Labor- und Feldstudien werden im TP3 eine 3D-Bewegungserfassung und die Elektromyografie zur Analyse von Belastungen eingesetzt. Im TP6 wird ein einfach zu benutzendes Echtzeit-3D-Bewegungserfassungssystem für die Anwendung im Bereich der Prävention und Behandlung arbeitsbedingter Muskel- und Skelett-Erkrankungen weiterentwickelt und erprobt. Als Gesamtergebnis soll workHEALTH neue Erkenntnisse hinsichtlich Einflussfaktoren auf arbeitsbedingte Muskel- und Skeletterkrankungen für alle relevanten Gelenke und Körperregionen und konkrete Maßnahmen für die kurz- und mittelfristige Translation in die klinische und betriebliche Praxis bereitstellen.