Fördermaßnahme

EU-OPENSCREEN

Veröffentlichung der Bekanntmachung:
Förderzeitraum: 2016 - 2023
Gesamte Fördersumme: bis zu 24 Mio. Euro
Anzahl der Projekte: 1 internationaler Verbund (darin 3 ZE des BMBF mit gesamt 7 Zuwendungen)

1. Ziele des Förderschwerpunktes

EU-OPENSCREEN – ‚European Infrastructure of Open Screening Platforms for Chemical Biology‘– ist eine verteilte Forschungsinfrastruktur (FIS), die seit April 2013 Gegenstand der nationalen FIS-Roadmap des BMBF ist. Ziel von EU-OPENSCREEN ist es, chemische Substanzen und Naturstoffe für lebenswissenschaftliche Forschung und Entwicklung – z. B. für die Wirkstoffsuche – nutzbar zu machen.

Die am Projekt beteiligten EU-Länder (Deutschland, Finnland, Lettland, Norwegen, Polen, Spanien, Tschechische Republik, sowie als Beobachter Dänemark) haben EU-OPENSCREEN in der Rechtsform eines ERIC gegründet. Deutschland ist Sitzland des ERIC. Die Initiative zur Etablierung von EU-OPEN­SCREEN ging vom Leibniz-Institut für Molekulare Pharmakologie (FMP) aus und wurde vom BMBF aktiv unterstützt. Projektpartner in Deutschland sind das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI), das Max Delbrück Centrum für molekulare Medizin (MDC) sowie das Fraunhofer Institut für Molekulare Biologie und Angewandte Ökologie (IME). EU-OPENSCREEN ERIC hat – wie FMP und MDC – seinen Sitz auf dem Campus Berlin-Buch.

2. Stand der Fördermaßnahme

Das EU-OPENSCREEN ERIC wurde am 20.03.2018 durch Beschluss der EU-Kommission gegründet. Am 12.04.2018 fand die konstituierende Sitzung der Mitgliederversammlung des EU-OPENSCREEN ERIC statt. Der Generaldirektor wurde auf dieser Sitzung bestellt. Die offizielle Inauguration des ERIC soll mit der Übergabe einer ERIC-Plakette durch den Generaldirektor der DG RTD, EU-Kommission, am 25.09.2018 im Rahmen eines Festaktes mit internationalem Teilnehmerkreis (Vertreter aus Ministerien, Politik, Wissenschaft) in Berlin-Buch abgeschlossen werden.

Einzelprojekte

Beitrag für die Mitgliedschaft Deutschlands im EU-OPENSCREEN ERIC

Förderkennzeichen: 01KX1820
Gesamte Fördersumme: 1.060.000 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2019
Projektleitung: Dr. Wolfgang Fecke
Adresse: EU-OPENSCREEN ERIC
Robert-Rössle-Str. 10
13125 Berlin

Beitrag für die Mitgliedschaft Deutschlands im EU-OPENSCREEN ERIC

EU-OPENSCREEN — ‚European Infrastructure of Open Screening Platforms for Chemical Biology‘ — ist eine Forschungsinfrastruktur (FIS), die seit April 2013 Gegenstand der nationalen FIS-Roadmap des BMBF ist. Ziel von EU-OPENSCREEN ist es, chemische Substanzen und Naturstoffe für lebenswissenschaftliche Forschung und Entwicklung – z. B. für die Wirkstoffsuche – nutzbar zu machen. Die FIS wurde in der Rechtsform eines ERIC (European Research Infrastructure Consortium) institutionalisiert und hat ihren Sitz in Berlin. Mitglieder im ERIC sind sieben europäische Länder (CZ, DE, ES, FI, LV, NO, PL). Die Ausgaben des ERIC, die nicht durch Drittmittelprojekte oder Sonderleistungen des Sitzlandes gedeckt sind, werden durch Mitgliedsbeiträge finanziert.

Aufbau und Inbetriebnahme des zentralen Substanzlagers vom EU-OPENSCREEN ERIC auf dem Campus Berlin-Buch

Förderkennzeichen: 01KX1816
Gesamte Fördersumme: 6.153.874 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2023
Projektleitung: Dr. Wolfgang Fecke
Adresse: EU-OPENSCREEN ERIC
Robert-Rössle-Str. 10
13125 Berlin

Aufbau und Inbetriebnahme des zentralen Substanzlagers vom EU-OPENSCREEN ERIC auf dem Campus Berlin-Buch

Das zentrale Substanzlager vom EU-OPENSCREEN ERIC (Central Compound Management Facility, CCMF) ist eine zentrale Komponente von EU-OPENSCREEN. Die Substanzsammlung im Wert von mehreren Millionen Euro wird hier eingelagert und in Stand gehalten. Die Registrierung und Qualitätskontrolle aller Substanzen findet hier statt und alle EU-OPENSCREEN Partnerinstitute werden von hier aus mit Substanzen für ihre EU-OPENSCREEN Screening-Projekte versorgt. Der in diesem Vorhaben beschriebene Aufbau des zentralen Substanzlagers erfolgt nach der formalen Gründung des ERIC im April 2018. Das Substanzlager sollte möglichst zeitnah in Betrieb genommen werden, um den raschen Aufbau der europäischen Substanzsammlung mit 100 000 kommerziell verfügbaren Substanzen zu gewährleisten, damit EU-OPENSCREEN ab Mitte 2019 externe Nutzer bei der Durchführung der EU-OPENSCREEN Screening-Projekte unterstützen kann. Die Geräte sollen alle bis 2019 bestellt werden. Es ist davon auszugehen, dass das Substanzlager sowie auch das Massenspektrometrie-Gerät erst zum Ende 2019 hin geliefert und dann in der ersten Hälfte 2020 installiert und in Betrieb gehen können (siehe auch Anlage Balkendiagramm). Die Planungen des CCMF ergeben sich aus den Anforderungen der Hochleistungs- und spezialisierten Screening-Plattformen und dem vereinbarten Arbeitsablauf zur Unterstützung der Screening-Plattformen durch das zentrale Substanz beinhaltet.

Von der Aufklärung biologischer Wirkungen chemischer Substanzen zum gezielten Erforschen biologischer Prozesse

Förderkennzeichen: 01KX1815
Gesamte Fördersumme: 650.000 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2023
Projektleitung: Prof. Dr Mark Brönstrup
Adresse: Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH
Inhoffenstr. 7
38124 Braunschweig

Von der Aufklärung biologischer Wirkungen chemischer Substanzen zum gezielten Erforschen biologischer Prozesse

Die europäische Initiative EU-OPENSCREEN wurde am 01.03.2018 als europäisches Forschungs-Infrastrukturkonsortium implementiert. Dieses hat zum Ziel, die für die Erforschung von neuen biologisch aktiven Substanzen erforderlichen Hochdurchsatz-Screening-Plattformen in Europa zu integrieren und eine Substanzsammlung mit bis zu 140.000 ausgewählten chemischen Verbindungen aufzubauen, die von allen Plattformen gemeinsam genutzt wird. Das HZI ist einer der als Screening-Plattform ausgewählten Standorte, wobei der Schwerpunkt bei infektionsrelevanten Testverfahren liegen wird. Um die Bearbeitung auch der gesamten Substanzsammlung von 140.000 Substanzen zu ermöglichen, muss die am HZI bereits vorhandene Screeninginfrastruktur angepasst werden. Daher sollen Geräte beschafft werden, die vor allem zur Automatisierung von kompletten Testabläufen und damit zu einer Erhöhung des Durchsatzes führen. Außerdem werden Ergänzungen der Substanzlagerkapazitäten und der Geräte zur Vorbereitung der Substanzplatten, sowie Software-Lizenzen zur einfachen Untersuchung von Konzentrationsabhängigkeiten und zur Verwaltung der erzeugten Daten benötigt.