Verbund

GEENGOV - Governance biomedizinischer Genom-Editierung

Ziel des Verbundprojektes „GEENGOV“ ist es, die Anwendung der Genomeditierung an Körperzellen zur Therapie genetisch bedingter Erkrankungen an bereits betroffenen Patienten zu untersuchen. Es sollen ethische, konzeptuelle und rechtliche Aspekte beleuchtet werden. Wie kann eine Abwägung von Risiko und Nutzen der neuen Technologie erfolgen? Wie sollte eine informierte Einwilligung für klinische Studien aussehen? Wie wird die Anwendung durch Gesetze oder andere Strukturen, wie z. B. Ethikkommissionen, reguliert? Ist diese Regulation ausreichend oder besteht Verbesserungsbedarf? Mit diesen Fragen werden sich Ethiker, Gentherapeuten und Juristen in drei Teilprojekten befassen und gemeinsam Handlungsempfehlungen entwickeln.

Teilprojekte

Teilprojekt 1: Risiko-Nutzen-Abwägung und TP2: informierte Einwilligung

Förderkennzeichen: 01GP1611A
Gesamte Fördersumme: 447.154 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Dr. Daniel Strech
Adresse: Medizinische Hochschule Hannover, Institut für Geschichte, Ethik und Philosophie der Medizin
Carl-Neuberg Str. 1
30625 Hannover

Teilprojekt 1: Risiko-Nutzen-Abwägung und TP2: informierte Einwilligung

Teilprojekt 1 beschäftigt sich insbesondere mit der strukturierten Risiko-Nutzen-Abwägung im Vorfeld von klinischen Studien mit Genom-Editierung. Es sollen Empfehlungen dazu erarbeitet werden, wie Risiken von Studienteilnehmenden und der Erkenntnisgewinn aus der Forschung in möglichst nachvollziehbaren Prozessen dargestellt, verbessert und abgewogen werden können. In Teilprojekt 2 werden Methoden entwickelt und evaluiert, um das Aufklärungsmaterial für eine informierte Einwilligung vor der Studienteilnahme zu optimieren.

Teilprojekt 3: Analyse von Regulierungsstrukturen

Förderkennzeichen: 01GP1611B
Gesamte Fördersumme: 148.033 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Susanne Beck
Adresse: Leibniz Universität Hannover, Juristische Fakultät
Königsworther Platz 1
30167 Hannover

Teilprojekt 3: Analyse von Regulierungsstrukturen

Teilprojekt 3 wird bestehende rechtliche Normen sowie staatliche Regulierungs-Strukturen im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit auf biomedizinische Genom-Editierung hin untersuchen. Ein Schwerpunkt der Untersuchung liegt dabei auf der Frage, in welchen Situationen nicht-staatliche Regulierungs-Strukturen (z. B. Ethikkommissionen) Anwendung finden könnten und welche Vor- und Nachteile mit entsprechend nicht-staatlicher Regulierung einhergehen.