Teilprojekt eines Verbundes

Generierung von transplantierbaren hiPS-abgeleiteten retinalen Zellen

Förderkennzeichen: 01EK1613B
Fördersumme: 361.445 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2020
Projektleitung: Dr. Mike Karl
Adresse: Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V., Standort Dresden
Arnoldstr. 18 / 18b
01307 Dresden

Ein Sehverlust aufgrund angeborener oder altersbedingter Erkrankungen entsteht durch den Verlust von Zellen in der Netzhaut des Auges. Insbesondere Fotorezeptorzellen sowie Retinale Pigmentepithelzellen (RPE) sind essentiell für das Sehvermögen. Das Ziel dieses Forschungsprojektes ist die Herstellung humaner Zellen der Netzhaut in der Zellkultur für die Entwicklung zukünftiger Zellersatztherapien bei Netzhauterkrankungen. Dafür werden sogenannte humane induziert-pluripotente Stammzellen (hiPS) verwendet, welche im Labor durch genetische Reprogrammierung aus gespendeten Gewebeproben von menschlichen Haut- oder Blutzellen hergestellt werden können. Mit im Labor etablierten Methoden werden gezielt menschliche retinale Zellen aus hiPS, wie das Retinale Pigmentepithel, sowie ganze dreidimensionale Netzhautgewebe, sogenannte Retina Organoide, die großen Mengen Fotorezeptoren enthalten, in Zellkultur generiert. Für das Konsortium werden Fotorezeptorzellen und RPE hergestellt, die dann in Zusammenarbeit mit den Partnern für die Entwicklung einer Zellersatztherapie analysiert, optimiert sowie in präklinischen Studien in Tiermodellen zur Wiederherstellung der Sehfunktion transplantiert werden.