Fördermaßnahme

Innovationen für die individualisierte Medizin

1. Ziele des Förderschwerpunktes

In dieser Maßnahme werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben gefördert, die die Einführung neuer diagnostischer und therapeutischer Verfahren und Produkte im Hinblick auf eine Biomarker-basierte Stratifizierung und Individualisierung zum Ziel haben. Die Vorhaben sind darauf ausgerichtet, den Einfluss von krankheits- und therapierelevanten Genen, Proteinen und anderen Molekülen für eine Stratifizierung und Individualisierung nutzbar zu machen.
Die Maßnahme gliedert sich thematisch in die Module Diagnostik und Therapie. Im Modul Diagnostik wird auch das Aktionsfeld Gesundheitswirtschaft des Gesundheitsforschungsprogramms adressiert.

• Modul Diagnostik – Validierung von Biomarkern und Einführung in die klinische Praxis

Gefördert wird die Validierung innovativer molekularer Biomarker im Hinblick auf ihr Potenzial für eine stratifizierte und individualisierte Medizin. Darüber hinaus wird die Weiterentwicklung validierter Biomarker bis zum Funktionsmuster für eine konkrete klinische Anwendung gefördert.

• Modul Therapie – Präklinik und klinische Studien der Phasen I und II

Gefördert werden indikationsbezogene therapeutische und präventive Ansätze in der späten präklinischen Phase sowie klinische Studien der Phasen I und II. Insbesondere Vorhaben mit hohen Hürden in der Translation und Studien mit Modellcharakter für die individualisierte Medizin werden gefördert.

2. Stand der Fördermaßnahme

In elf interdisziplinären Verbünden werden von Ende 2015 bis 2020 Forschungsgruppen in Universitäten, Kliniken, außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen gefördert werden.

Einzelprojekte

Prospektive Validierungsstudie der CD8+TEMRA Zellen als prognostischer Biomarker des Heilungsergebnisses nach Fraktur (BioBone)

Förderkennzeichen: 01EK1514
Gesamte Fördersumme: 1.545.343 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2020
Projektleitung: Dr. Simon Reinke
Adresse: Charité - Universitätsmedizin Berlin, Berlin-Brandenburg Center für Regenerative Therapien (BCRT)
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin

Prospektive Validierungsstudie der CD8+TEMRA Zellen als prognostischer Biomarker des Heilungsergebnisses nach Fraktur (BioBone)

Ziel ist die Durchführung einer prospektiven klinischen Validierungsstudie der CD8+TEMRA Zellen als prognostischer Biomarker zur Vorhersage des Heilungsergebnisses nach Fraktur. Angestrebte Testcharakteristika sind eine Sensitivität >70% und eine Spezifität >90%, sowie die klinische Routinetauglichkeit bzw. Wirtschaftlichkeit. Die Messung des Biomarkers erfolgt prä-operativ mittels Durchflusszytometrie (FACS) und ggf. nach manifestierter verzögerter Heilung am primären Endpunkt. Der primäre Endpunkt ist das Heilungsergebnis nach 18 Wochen (normale Heilung oder verzögerte Heilung), der sekundärer Endpunkt das Heilungsergebnis der verzögert heilenden Patienten nach sechs Monaten (verzögerte Heilung oder Pseudarthrose). Die Heilung wird mittels der Röntgenbilder bzw. ggf. Computertomographie in Verbindung mit der klinischen Beurteilung des Patienten beurteilt. Basierend auf diesen Endpunkten wird die Vorhersagekraft des Biomarkers in einem doppelt-verblindeten Design überprüft.