Verbund

PATTIS

Ziel des Verbundprojekts „PATTIS“ ist die klinische Erprobung eines innovativen Therapieansatzes zur Behandlung von Patienten mit koronarer Herzerkrankung. Herz-Kreislauferkrankungen wie der Myokardinfarkt oder Schlaganfall sind für die meisten Todesfälle weltweit verantwortlich. Die Früherkennung dieser Erkrankungen und eine gezielte Therapie mit effektiven und sicheren Medikamenten ist dabei der entscheidende Ansatz zur Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten. Der Auslöser für einen Myokardinfarkt oder Schlaganfall ist ein Blutgerinnsel, das die Blutgefäße verstopft. Daher soll eine individualisierte Therapie entwickelt werden, die akut entstehende Blutgerinnsel vermeidet ohne dabei die Blutungsneigung zu erhöhen. Für die Therapie wird ein neuartiger Hemmstoff (Revacept) eingesetzt, dessen Sicherheit und Effektivität bereits in ersten klinischen Studien gezeigt wurde. Die klinische Phase II Studie zur individualisierten Behandlung von Patienten mit koronarer Herzerkrankung soll in enger Zusammenarbeit mit dem deutschen Herzzentrum München und der Ludwig-Maximilians-Universität München durchgeführt werden. Zudem soll in der Phase II Studie ein Biomarker für eine Subgruppe von Patienten mit einem erhöhten Myokardinfarkt oder Schlaganfallrisiko überprüft werden. Für das neue Therapieverfahren wird nach erfolgreicher klinischer Erprobung die weitere klinische Entwicklung und letztendlich eine Zulassung und Vermarktung angestrebt.

Teilprojekte

Herstellung und Qualitätssicherung von Revacept sowie ex vivo-Analysen der Phase II Studie

Förderkennzeichen: 01EK1510A
Gesamte Fördersumme: 1.606.144 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Götz Münch
Adresse: advanceCOR GmbH
Fraunhoferstr. 9a
82152 Planegg-Martinsried

Herstellung und Qualitätssicherung von Revacept sowie ex vivo-Analysen der Phase II Studie

Zur Verbesserung der Therapiemöglichkeiten akuter Gefäßerkrankungen (Herzinfarkt/Schlaganfall) ist die zielgerichtete, effektive und nebenwirkungsarme Behandlung der Patienten vordringlich. Eine erfolgreiche Strategie stellt hierbei die personalisierte, gezielte Behandlung von geeigneten Patienten durch verbesserte Diagnose und gezielte Therapie dar. Dazu wird ein Biomarker und ein Medikament zur Hemmung von Blutplättchen (Theranostic) entwickelt. Damit ist eine individualisierte Behandlungsmöglichkeit erstmals auch für akute Gefäßkomplikationen verfügbar. Ziel des Verbundes ist eine individualisierte Therapie zur Behandlung von Patienten mit Koronarer Herzerkrankung zu entwickeln. Es sollen Blutungskomplikationen verringert werden und die Patienten gleichzeitig sicher und effektiv behandelt werden können. Ziel des Vorhabens ist die GMP-konforme Herstellung des Studienmedikamentes Revacept und die Messung der Thrombozytenfunktion. Des Weiteren soll ein Biomarker zur Identifizierung von Hochrisiko-Patienten validiert werden. Die klinische Studie wird am deutschen Herzzentrum (DHZ) München und der LMU München unter Förderung des DZHK durchgeführt.

Entwicklung und Validierung eines Biomarkers zur indiviudalisierten Behandlung von Patienten mit Koronarer Herzerkrankung

Förderkennzeichen: 01EK1510B
Gesamte Fördersumme: 310.867 EUR
Förderzeitraum: 2016 - 2019
Projektleitung: Prof. Dr. Meinrad Gawaz
Adresse: Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät, Medizinische Klinik - Innere Medizin III, Kardiologie und Kreislauferkrankungen
Otfried-Müller- Str. 10
72076 Tübingen

Entwicklung und Validierung eines Biomarkers zur indiviudalisierten Behandlung von Patienten mit Koronarer Herzerkrankung

Das Ziel des Verbundes ist eine individualisierte Therapie zu entwickeln, die eine Wirksamkeit in der Vermeidung von akuten Gerinnseln (Thrombosen) bei der koronaren Herzerkrankung bewirken, ohne die Blutungsneigung zu erhöhen. Das Projekt basiert auf den Prinzipien der individuellen Behandlungsentscheidung – das Prinzip der Theranostic, dem Einsatz von Medikamenten ausgerichtet an individuellen Merkmalen einschließlich von Biomarkern. Ziel des Vorhabens ist die Validierung eines Biomarkers um Hochrisiko-Patienten rasch erkennen zu können und effektiv und ohne die gefürchteten Blutungskomplikationen sicher beahndeln zu können. Es soll eine Biomarker basierte Stratifizierung der Patienten mit löslichem Kollagenrezeptor (sGPVI) in Verbindung mit entzündlichen Biomarkern entwickelt werden, um eine rationale, effektive und blutungsarme Therapiemöglichkeit mit Revacept anzubieten.