Verbund

LogMySelf - Chancen, Risiken und Zukunft des Lifelogging und der Selbstvermessung im Diskurs mit jungen Menschen

Die Fortschritte in den modernen Lebenswissenschaften eröffnen neue, vielversprechende Wege in der Prävention, Diagnostik und Therapie von Krankheiten. Sie haben aber auch das Potential, einen tiefgreifend veränderten Umgang mit biomedizinischen Informationen oder sogar ein neues Verständnis von Gesundheit und Krankheit herbeizuführen.
Das Vorhaben „LogMySelf“ ist Teil der BMBF-Fördermaßnahme „Diskursprojekte zu ethischen, rechtlichen und sozialen Fragen in den modernen Lebenswissenschaften“. Ziel dieser Maßnahme ist es, zu einer kritischen Diskussion dieser Fragen im partizipativen Dialog mit einer gut informierten Öffentlichkeit beizutragen. Dazu sollen Diskurse als bewährtes Instrument einer hierarchiefreien, inklusiven und umfassenden Auseinandersetzung mit einem Thema eingesetzt werden. Mit innovativen und methodischen Akzenten sollen die Diskursverfahren weiterentwickelt werden.
Ziel des Vorhabens „LogMySelf“ ist es, junge Menschen an den kritischen Diskurs zur Selbstvermessung und Lebensprotokollierung heranzuführen. Mithilfe von immer kleiner werdenden mobilen Endgeräten können immer mehr eigene Lebens- und Gesundheitsdaten aufgezeichnet werden. Dazu gehören z. B. Puls, Blutdruck, die Zahl der Schritte, Gewicht oder Schlafqualität. Zunehmend werden sogar komplexere emotionale Zustände wie Freude, Überraschung oder Trauer erfassbar. Um Jugendlichen eine fundierte und sachliche Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken dieser Techniken zu ermöglichen, sollen Seminare im Rahmen des Jugendfreiwilligendienstes durchgeführt werden. Die Erkenntnisse aus den Seminaren sollen anschließend für die schulische und außerschulische Bildung aufgearbeitet werden. Dazu werden multimediale Elemente wie z. B. YouTube-Videos, Blogs und Mini-Szenarien eingesetzt. Zudem sind wissenschaftliche Publikationen in Fachzeitschriften und die Entwicklung politischer Forderungen mit dem Jugendbeirat des Landes Baden-Württemberg geplant.

Teilprojekte

TP1 Initialisierung und Erprobung des Diskurses

Förderkennzeichen: 01GP1774A
Gesamte Fördersumme: 129.996 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2019
Projektleitung: Dr. Jan-Hendrik Kamlage
Adresse: Universität Duisburg-Essen, Kulturwissenschaftliches Institut Essen - KWI
Goethestr. 31
45128 Essen

TP1 Initialisierung und Erprobung des Diskurses

Lifelogging wird verstanden als Sammelbegriff für vielfältige Formen der digitalen Selbstvermessung, Protokollierung und Veröffentlichung persönlicher Gesundheitsdaten. Gemessen werden dabei mit Hilfe von Biosensoren, stetig kleiner werdenden mobilen Endgeräten und Apps beispielsweise Pulsdaten, Schlafqualität, aber zunehmend auch komplexe, emotionale Zustände wie Freude und Traurigkeit. Das Ziel des Vorhabens ist es, junge Menschen an den kritischen Diskurs zu Fragen der modernen Lebenswissenschaften am Beispiel von Selbstvermessung und Lebensprotokollierung heranzuführen und damit grundlegende Kompetenzen für die damit verbundenen ethischen, rechtlichen und sozialen Fragen zu vermitteln. Im Teilprojekt 1 "Initialisierung und Erprobung des Diskurses" geht es darum, diesen Diskurs mit jungen Menschen zu initialisieren, innerhalb obligatorischer Seminare in zwei Bildungszentren der Freiwilligendienste ein qualitativ hochwertiges Diskurskurs- und Reflexionsangebot zu erproben und damit grundlegende Kompetenzen im Umgang mit diesen Technologien zu vermitteln.

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TP2 Verstetigung des Diskurses

Förderkennzeichen: 01GP1774B
Gesamte Fördersumme: 124.197 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2019
Projektleitung: Evers-Wölk
Adresse: IZT - Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung gGmbH
Schopenhauerstr. 26
14129 Berlin

TP2 Verstetigung des Diskurses

Lifelogging wird verstanden als Sammelbegriff für vielfältige Formen der digitalen Selbstvermessung, Protokollierung und Veröffentlichung persönlicher Gesundheitsdaten. Gemessen werden dabei mit Hilfe von Biosensoren, stetig kleiner werdenden mobilen Endgeräten und Apps beispielsweise Pulsdaten, Schlafqualität, aber zunehmend auch komplexe, emotionale Zustände wie Freude und Traurigkeit. Das Ziel des Vorhabens ist es, junge Menschen an den kritischen Diskurs zu Fragen der modernen Lebenswissenschaften am Beispiel von Selbstvermessung und Lebensprotokollierung heranzuführen und damit grundlegende Kompetenzen für die damit verbundenen ethischen, rechtlichen und sozialen Fragen zu vermitteln. Das Teilprojekt 2 „Verstetigung des Diskurses" fokussiert dabei auf die Verstetigung des Diskurses durch Informationsinhalte und Werkzeuge im Internet. Das IZT will so einerseits die Sichten junger Menschen zu diesem Thema erfassen und verdeutlichen, andererseits sollen zielgruppengerecht Inhalte vermittelt werden, um darauf aufbauend Materialien für die schulische und außerschulische Bildung bereitzustellen.

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