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MoMimA - Mediengestützte Diskurse über moderne Medizintechnik im Altenheim

Die Fortschritte in den modernen Lebenswissenschaften eröffnen neue, vielversprechende Wege in der Prävention, Diagnostik und Therapie von Krankheiten. Sie haben aber auch das Potenzial, einen tiefgreifend veränderten Umgang mit biomedizinischen Informationen oder sogar ein neues Verständnis von Gesundheit und Krankheit herbeizuführen.

Das Vorhaben „MoMimA“ ist Teil der BMBF-Fördermaßnahme „Diskursprojekte zu ethischen, rechtlichen und sozialen Fragen in den modernen Lebenswissenschaften“. Ziel dieser Maßnahme ist es, zu einer kritischen Diskussion dieser Fragen im partizipativen Dialog mit einer gut informierten Öffentlichkeit beizutragen. Dazu sollen Diskurse als bewährtes Instrument einer hierarchiefreien, inklusiven und umfassenden Auseinandersetzung mit einem Thema eingesetzt werden. Mit innovativen und methodischen Akzenten sollen die Diskursverfahren weiterentwickelt werden.

Ziel der Vorhabens „MoMimA“ ist ein mediengestützter Diskurs über den Einsatz von Medizintechnologie bei alten und dementen Menschen. Wie regieren alte Menschen auf einen Beziehungsroboter? Welche Chancen und Risiken birgt die Aufzeichnung von Bewegungen oder Vitaldaten dementer Menschen? Zur qualifizierten Diskussion solcher und ähnlicher Fragen wird ein Workshopkonzept für Auszubildende in Pflegeberufen erarbeitet. Dieses wird im Anschluss in Form von Modulen weiteren Einrichtungen der Pflegeausbildung zur Verfügung stehen. Die Ergebnisse sollen sowohl für den breiten öffentlichen Diskurs als auch für das Fachpublikum veröffentlicht werden.

Teilprojekte

TP1 Methoden/Weiterentwicklung themenzentrierter aktiver Medienarbeit

Förderkennzeichen: 01GP1773A
Gesamte Fördersumme: 139.748 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2019
Projektleitung: Kathrin Demmler
Adresse: JFF - Jugend Film Fernsehen e.V.
Arnulfstr. 205
80634 München

TP1 Methoden/Weiterentwicklung themenzentrierter aktiver Medienarbeit

Das Projekt "Moderne Medizintechnik im Altenheim" initiiert mediengestützte Diskurse über ethische Fragen und soziale Problemstellungen, die durch den Einsatz von Medizintechnologie bei hochaltrigen und dementen Menschen aufgeworfen werden am Beispiel von drei Technologiebereichen (Bewegungsmonitoring, Beziehungsroboter, Telemonitoring von Vitaldaten). Gemeinsam wird ein Workshopkonzept erarbeitet, um Auszubildende in Pflegeberufen dafür zu sensibilisieren, die Perspektive von Klientinnen und Klienten in die Diskussion einzubringen und über die Medienprodukte nachhaltig Diskurse über diese Fragen anzustoßen. Ziele des Teilprojektes 1 sind die Entwicklung niedrigschwelliger mediengestützter Diskursmethoden, das Erzielen von Synergien zwischen Methoden der ethischen Reflexion und der Medienkompetenzförderung sowie die Förderung der Beteiligung von jungen Menschen an gesellschaftlich relevanten Diskursen. Im Kern verfolgt das Projekt die Frage, wie junge Menschen an Diskursen über sie betreffende Fragen beteiligt werden können. Gerade in gesellschaftlich-relevanten und ethisch komplexen Themenbereichen, die ein hohes Maß an Fachwissen voraussetzen, stellt dies eine gesellschaftliche Herausforderung dar. Das Projekt entwickelt hierfür Methoden der themenzentrierten aktiven Medienarbeit weiter. Mit dem Ziel Anstöße für Diskurse zu setzen, werden diese Methoden mit neueren Methoden der medienpädagogischen Kampagnenarbeit verbunden. Diese werden auf die spezifischen Herausforderungen des ethischen Diskurses über moderne Medizintechnik angepasst. Im Ergebnis entsteht ein Methodenensemble der medienpädagogischen Arbeit zu ethischen Fragen der modernen Medizintechnik, das abgestimmt ist auf die Zielgruppe, auf das Thema und auf aktuelle Medienentwicklungen.

Internetseite

TP2 Ethische Diskurse und Fragen der Betroffenen

Förderkennzeichen: 01GP1773B (unter 01GP1890 fortgeführt)
Gesamte Fördersumme: 45.143 EUR
Förderzeitraum: 2017 - 2019
Projektleitung: Dr. Julia Inthorn
Adresse: Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin
Am Pulverturm 13
55131 Mainz

TP2 Ethische Diskurse und Fragen der Betroffenen

Das Projekt "Moderne Medizintechnik im Altenheim" initiiert mediengestützte Diskurse über ethische Fragen und soziale Problemstellungen, die durch den Einsatz von Medizintechnologie bei hochaltrigen und dementen Menschen aufgeworfen werden am Beispiel von drei Technologiebereichen (Bewegungsmonitoring, Beziehungsroboter, Telemonitoring von Vitaldaten). Gemeinsam wird ein Workshopkonzept erarbeitet, um Auszubildende in Pflegeberufen dafür zu sensibilisieren, die Perspektive von Klientinnen und Klienten in die Diskussion einzubringen und über die Medienprodukte nachhaltig Diskurse über diese Fragen anzustoßen. Im Zentrum des ethischen Teilprojekts steht die Analyse der ethischen und sozialen Implikationen des Einsatzes von Medizintechnologie und der damit einhergehenden Veränderungen auf die Lebensvollzüge der Anwender und Anwenderinnen im Sinne von sozio-technischen Arrangements. Ziel ist eine Sensibilisierung des öffentlichen Diskurses sowie der professionell Agierenden für die Perspektive der Anwenderinnen und Anwender sowie die Auseinandersetzung mit Fragen geteilter Verantwortung zwischen Pflegenden und Nutzerinnen sowie Nutzern. Hierfür sollen drei Dimensionen ethischer und sozialer Fragen besonders in den Blick genommen werden: das Verhältnis von Sicherheit und Freiheit, Fragen der Beziehung und Gestaltung der häuslichen Umgebung sowie das Verständnis von Gesundheit im Alter. Die Analyse unterstützt eine Vertiefung und Verbreiterung des Diskurses zu diesen Themen unter professionell Pflegenden und darüber hinaus in der Öffentlichkeit. Die Ergebnisse der Diskurs-Workshops werden analysiert und in die Fachdebatte als Anregung eingebracht.

Internetseite

TP2 Ethische Diskurse und Fragen der Betroffenen

Förderkennzeichen: 01GP1890 (Fortführung von 01GP1773B)
Gesamte Fördersumme: 21.760 EUR
Förderzeitraum: 2018 - 2019
Projektleitung: Dr. Julia Inthorn
Adresse: Evangelisch-Lutherische Landeskirche Hannovers - Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG)
Knochenhauerstr. 33
30159 Hannover

TP2 Ethische Diskurse und Fragen der Betroffenen

Das Projekt Moderne Medizintechnik im Altenheim initiiert mediengestützte Diskurse über ethische Fragen und soziale Problemstellungen, die durch den Einsatz von Medizintechnologie bei hochaltrigen und dementen Menschen aufgeworfen werden am Beispiel von drei Technologiebereichen (Bewegungsmonitoring, Beziehungsroboter, Telemonitoring von Vitaldaten). Das gemeinsam erarbeitete Workshopkonzept wird eingesetzt, um Auszubildende in Pflegeberufen dafür zu sensibilisieren die Perspektive von Klientinnen und Klienten in die Diskussion einzubringen und über die Medienprodukte nachhaltig Diskurse über diese Frage anzustoßen. Im Zentrum des ethischen Teilprojekts steht die Analyse der ethischen und sozialen Implikationen des Einsatzes von Medizintechnologie und der damit einhergehenden Veränderungen auf die Lebensvollzüge der Anwenderinnen und Anwender im Sinne von sozio-technischen Arrangements.