Teilprojekt eines Verbundes

Massenspektrometrische Quantifizierung der Signaltransduktion

Förderkennzeichen: 01KU1902B
Fördersumme: 199.793 EUR
Förderzeitraum: 2019 - 2022
Projektleitung: Prof. Dr. Ursula Klingmüller
Adresse: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ), Abt. Systembiologie der Signaltransduktion
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg

Die akute myeloische Leukämie (AML) ist eine besonders aggressive Krebsart, für die es noch kaum Therapiemöglichkeiten gibt. Da bei dieser Krebsart vielfache Veränderungen in Signalwegen auftreten, erscheint es vielversprechend, Medikamente zu entwickeln, die hier eingreifen. Ziel des Verbundvorhabens "AML-PM" ist es, mittels mathematischer Modelle für diese Krankheit spezifische Angriffspunkte in den Signalwegen zu identifizieren und solche AML-Patientinnen und -Patienten frühzeitig zu identifizieren, die von entsprechenden Substanzen profitieren. Hierzu werden präklinische und klinische Forschungsansätze mit Methoden der Bioinformatik und mathematischer Modellierung verknüpft. Auf diese Weise soll es möglich werden, AML-Subtypen besser zu klassifizieren und die optimale Behandlung für die einzelne Patientin oder den einzelnen Patienten vorherzusagen. Dieser Ansatz der personalisierten Medizin könnte es ermöglichen, eine aggressive Leukämie in eine chronische Krankheit zu verwandeln und zur Heilung beitragen. Am Deutschen Krebsforschungszentrum werden zu diesem Zweck massenspektrometrische Quantifizierungen der Signalwege durchgeführt. Das Datenmanagement im Verbund gewährleistet hierbei die Interoperabilität der Daten, ihre Wiederverwendbarkeit, die Patientensicherheit und den Kontakt zu Patientenorganisationen sowie der Öffentlichkeit.